24Feb/16
Neudorfer Sauerteigbrot Nr. 1 Plötzblog

Neudorfer Sauerteigbrot Nr. 1 für den BBD #80

So, da bin ich wieder! Die Möbel sind aufgebaut und stehen da, wo sie stehen sollen, der mehrtägige Muskelkater ist vergangen, alle Kisten sind ausgepackt und insgesamt kann man die neue Wohnung schon als heimelig bezeichnen. Und Internet haben wir unterdessen auch, ein nicht zu unterschätzender Wohlfühlfaktor für mich. Ich kann also wieder in der Küche werkeln, photographieren und bloggen und ich freu mich schon sehr darauf.

Ich muss einmal kurz von meiner neuen Küche schwärmen: Auch wenn sie etwas weniger Stauraum bietet als die letzte ist sie toll! Extrabreites Induktionskochfeld, intelligente Lösungen für die Eckschränke, geräumige Schubladen und ein Backofen der bis 300°C heiß wird – ich kann mich nicht beklagen. Beim ersten Brot, dass in der neuen Wohnung gebacken wurde, habe ich gleich mit einer höheren Anbacktemperatur experimentiert und dieses Rezept habe ich heute für euch.

Allerdings sind die Photos noch aus der alten Wohnung, denn auch dort ist dieses Brot schon mehrfach in meinen Ofen gewandert. Ein Roggen- und ein Weizensauerteig gemeinsam mit der Übernachgare sorgen für ein ganz besonderes Aroma, in das ich mich ein kleines bisschen (sehr) verliebt habe. Das Originalrezept stammt – mal wieder – vom Plötzblog, ich habe allerdings die Teigmenge verringert, um nur ein Brot zu backen, und den Vollkornanteil etwas erhöht. Bisher konnte ich nur bei 250°C anbacken, die eigentlich geforderten 280°C sorgen tatsächlich für ein nochmal besseres Ergebnis, wie auf Twitter zu sehen war. Aber lasst euch nicht abhalten, falls euer Ofen nur 250°C hergibt, das Brot wird in jedem Fall köstlich!

 

Neudorfer Sauerteigbrot Nr. 1

Kräftiges, alltagstaugliches Brot mit zwei verschiedenen Sauerteigen und Übernachtgare.

Neudorfer Sauerteigbrot Nr. 1 Plötzblog

Zutaten

für einen 1,1 kg-Laib

    Roggensauerteig:
  • 130 g Roggenvollkornmehl
  • 120 g Wasser (ca. 50°C)
  • 13 g Anstellgut
    Weizensauerteig:
  • 130 g Weizenvollkornmehl
  • 120 g Wasser (ca. 50°C)
  • 13 g Anstellgut (bei mir Roggen, passender wäre Weizen)
    Hauptteig:
  • Roggen- und Weizensauerteig
  • 310 g Wasser
  • 440 g Weizenmehl 405
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 16 g Salz

Zubereitung

  • Am Morgen des Vortags die Sauerteige vorbereiten. Dazu jeweils (für Roggen und Weizen separat) Mehl und Wasser miteinander vermengen und erst dann das Anstellgut dazu geben, damit es nicht durch das relativ warme Wasser Schaden nimmt. Bei 20°C ca. 18 h reifen lassen oder alternativ ca. 12 h bei von 33°C auf 23°C abfallender Temperatur.
  • Am Abend des Vortags den Hauptteig herstellen. Dazu beide Sauerteige zusammen mit Wasser, den beiden Weizenmehlsorten und Salz ca. 5 min lang von Hand verkneten.
  • 90 min lang bei ca. 20°C gehen lassen, dabei alle 30 min falten - insgesamt also dreimal.
  • Danach den Teig rund- oder langwirken, mit dem Schluss nach oben in ein großzügig bemehltes Gärkörbchen setzen und mit einer innen leicht beölten Frischhaltefolie abdecken, damit der Teigling nicht austrocknet (bzw. an der Folie anklebt).
  • Im Kühlschrank bei 4°C ca. 10 h lang (über Nacht) gehen lassen.
  • Am morgen des Backtags den Ofen auf mindestens 250°C, besser 280°C, Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot aus dem Kühlschrank nehmen und direkt stürzen, einschneiden, mit Schluss nach unten in den heißen Ofen einschießen und beschwaden. Nach 10 min die Temperatur auf 200°C senken, Schwaden ablassen und das Brot in weiteren 45 min lang fertigbacken.

Anmerkung

Eine Einführung in das Thema Sauerteig und eine Erklärung der hier verwendeten Fachbegriffe findet ihr in meinem Sauerteig-Grundlagenpost.

https://herbs-and-chocolate.de/2016/02/neudorfer-sauerteigbrot-nr-1-fur-den-bbd-80.html

 

…und nachdem dieses Rezept gleich mit zweierlei Sauerteigen aufwarten kann, ist es mein Beitrag für den Bread Baking Day #80, der zu Ehren des 10-jährigen Geburtstags von Zorras Sauerteig denselben zum Motto hat. Herzlichen Glückwunsch, Sauerteigi, ein stattliches Alter für deinesgleichen!

Bread Baking Day #80 - Bread with Sourdough / Brot mit Sauerteig (last day of submission March 1, 2016)

 

18Feb/16
Frischkäsekuchen Cheesecake im Glas

“Wos zum Essn”: Frischkäsekuchen im Glas

Wos zum Essn” klingt doch sofort sympathisch, oder? Und wenn man auf Sabines Blog weiterliest, dann verstärkt sich dieser Eindruck ganz schnell. Gut, vielleicht bin ich etwas voreingenommen, denn eine kochende Physikerin finde ich von vornherein schon klasse. Wenn dann Konferenz-Anekdoten neben in Mascarponecreme überbackenen Gnocchi stehen und im Beitrag eines verführerischen Zitronen-Schmandkuchens von Erlenmeyerkolben als Küchengerätschaft die Rede ist – dann muss ich einfach weiterlesen!

Wenn ihr also entweder eine Schwäche für naturwissenschaftlichen Humor habt, oder gerne sehr unterhaltsam geschriebene Texte lest oder schlicht leckere, vegetarische Rezepte mögt, dann schaut nach diesem Beitrag hier gleich mal bei Wos zum Essn vorbei. Liebe Sabine, vielen lieben Dank für deinen ganz wortwörtlich süßen Gastbeitrag!


Ahoihoi,

ich bin Sabine vom Blog ‘Wos zum Essn‘. Wie es der Blogname erraten lässt gehts dort in erster Linie ums Futtern. Seit zwei Jahren kommen mir nur noch fleischfreie Leckereien aufs Tellerchen und dank meinem Umfeld auch oft Veganes. Bei Carla werde ich daher nur all zu oft fündig, was meine Nachkochliste noch zum Explodieren bringen wird.

Da die liebe Carla leeeicht im Umzugsstress steckt, darf ich heute ein Rezeptchen beisteuern. Ich hätte ja gern was Abgefahrenes gekocht, aber ich bin leider eine Superniete im warme Gerichte fotografieren. Also hab ich tuffigen Frischkäsekuchen im Glas mitgebracht. Mit leckerem Karamellkeksboden und Quittengeleehäubchen.

 

Frischkäsekuchen im Glas mit Quittengelee

Kleine Frischkäsekuchen im Glas von Sabine von Wos zum Essn.

Frischkäsekuchen Cheesecake im Glas

Zutaten

für 6 Gläser à 200 ml

    Boden:
  • 125 g Karamellkekse
  • 65 g Butter, flüssig
    Frischkäsemasse:
  • 100 g Frischkäse
  • 100 g Saure Sahne
  • 40 g Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Zitronenschale, fein gerieben
  • 1 Msp Vanille, gemahlen
  • 2 TL Speisestärke
  • 1 Ei
    außerdem:
  • 3 bis 4 EL Quittengelee
  • ein wenig gemahlene Vanille

Zubereitung

  • Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zerkleinern. Keksbrösel in eine Schüssel umfüllen, mit flüssiger Butter vermischen. Gleichmäßig auf die Gläser verteilen und andrücken, dass ein Keksboden entsteht.
  • Alle Zutaten für die Frischkäsemasse zu einer glatten Creme vermixen. Gleichmäßig auf die Gläser verteilen und glatt streichen oder klopfen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 170°C (Ober-/Unterhitze) 30 - 40 min backen.
  • 3 bis 4 EL Quittengelee erwärmen und auf den abgekühlten Küchlein verteilen.
  • Mit etwas (wirklich nur sehr wenig) gemahlener Vanille bestreut servieren.
https://herbs-and-chocolate.de/2016/02/frischkasekuchen-cheesecake-im-glas-quittengelee.html

15Feb/16
Fenchel

Special guest mit überbackenem Fenchel

Heute habe ich einen ganz besonderen, virtuellen Gast hier: meine Mutter! Die Frau, unter deren Aufsicht ich meinen allerersten Pfannkuchen gewendet habe, die seit meinem “vegetarischen Experiment” ganz selbstverständlich diverse tolle Gemüserezepte aus ihrem reichen Fundus fischt und die meine zuverlässige Anlaufstelle für Kochtipps und Ratschläge aller Art ist. Liebe Mama, ich freu mich sehr, dass es geklappt hat!

Übrigens war ich bei der Zubereitung dieses Rezepts anwesend und wider Erwarten schmecken mir Fenchel und Blauschimmelkäse in dieser Kombination sehr gut. Doppelte Empfehlung also!


Hallo zusammen, ich bin Karin, Carlas Mama. Damit mein Töchterchen Zeit zum Umziehen hat und ihr Blog trotzdem nicht ganz verwaist, habe ich mich bereit erklärt auch mal für Euch zu kochen.

Die Wahl des Rezeptes war nicht ganz so einfach, da Carla natürlich die meisten meiner vegetarischen Rezepte schon kennt und die interessantesten schon hier gelandet sind. Deshalb gibt es jetzt etwas, was Carla eigentlich nicht so mag. Die Hauptzutaten Fenchel und Blauschimmelkäse sind nämlich nicht so ihr Fall, unserer dafür umso mehr.

Jetzt aber zum Rezept:

 

Fenchelgratin mit zweierlei Käse

Mit einem Schluck Anisschnaps beträufelt und würzigem Blauschimmelkäse überbacken macht Fenchel eine besonders gute Figur.

Fenchelgratin

Zutaten

für 4 Personen

  • 1-1,2 kg Fenchel
  • Salz
  • Butter
  • 2 cl Anisschnaps (Ouzo, Pernod, ...)
  • 200 g Crème fraîche
  • 100 g ger. Gouda
  • 150-200 g Blauschimmelkäse je nach Würzigkeit
  • (z.B. 200 g Gorgonzola oder 150 g Roquefort, Hinweis für strenge Vegetarier)
  • etwas Sahne
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Den Fenchel putzen und längs in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser 4 Minuten blanchieren. Gut abtropfen lassen.
  • Eine ofenfeste Form ausbuttern und die Fenchelscheiben dekorativ hineinschlichten. Mit dem Anisschnaps beträufeln.
  • Crème fraîche mit dem geriebenen Gouda und dem in Stückchen geschnittenen Blauschimmelkäse verrühren. Nach Bedarf Sahne zugeben, damit eine geschmeidige Masse entsteht. Mit Pfeffer würzen und auf den Fenchel streichen.
  • Im Ofen bei 200° C 15-20 Minuten goldgelb überbacken.

Anmerkung

Dazu passt knuspriges Ciabatta und ein Tomatensalat.

https://herbs-and-chocolate.de/2016/02/uberbackener-fenchel-blauschimmelkase.html

 

Guten Appetit!

 

12Feb/16
Pancakes Vollkorn Julia Chestnut and Sage

Gegen gebrochene Herzen: Pancakes von Julia

Ich sitze immer noch zwischen, auf und neben diversen Kisten – aber jetzt in einer anderen Wohnung in einer anderen Stadt. Und statt die Kisten einzuräumen, räume ich sie jetzt aus. Derweil hat Julia von Chestnut & Sage einen wunderschönen Beitrag vorbereitet, der meine halb euphorisch und halb melancholische Umzugsstimmung sehr gut widerspiegelt. Ganz so leicht ist es mir nicht gefallen, Augsburg den Rücken zu kehren…

Ich könnte jetzt schwärmen von Julias tollen Photos, ihren stimmungsvollen und poetischen Texten und natürlich ihren Kochkünsten, die ich sogar schon einmal persönlich genießen durfte. Aber klickt doch einfach selbst einmal zu ihr rüber und weidet euch an farbenfrohen Salaten und leckeren Broten, durchstöbert ausgewählte Links und holt euch Lust auf eine Reise nach Lissabon. Jeder Beitrag von ihr ist ein kleines Kunstwerk und eines davon darf jetzt auch meinen Blog schmücken. Liebe Julia, ich danke dir sehr für diesen wunderschönen Gastbeitrag!


Eine Stadt verlassen, das ist wie Liebeskummer haben.“ Ich habe das hinter mir gelassen: Das Nicht-Wahrhaben-Wollen, den Kummer, die Sehnsucht, die Tränen – sie sind getrocknet. Denn ich habe meine Stadt verlassen, und bin wieder zu ihr zurück gekehrt. Warum ich ihr den Rücken kehrte? Ich wusste sie nicht zu schätzen, wusste nicht, dass sie es ist, in der ich leben wollte, dass sie es ist, die mir ein Zuhause gibt. Und dass sie mich wieder aufnimmt, obwohl die Zeit an uns beiden nicht spurlos vorbeigegangen ist, zeigt, dass alte Liebe nicht rostet: Ich sammelte Berufserfahrung. Sie bekam eine neue Straßenbahnlinie. Ich wuchs an meinen Aufgaben. Sie eröffnete neue Bars und Restaurants. Wir beide lernten neue Menschen kennen, die mich zu der machen, die ich bin, die die Stadt zu dem machen, was ich als Heimat bezeichne. Und auch wenn wir uns nicht jeden Tag gut leiden können, so bin ich doch jede Woche froh, wenn ich wieder nach Hause komme, wenn ich aus meinem Wohnzimmer den beleuchteten Ulrich sehe, wenn ich weiß, dass meine Liebsten nur wenige Minuten entfernt sind. Und weil diese kleine Stadt eben nicht für jeden gemacht ist, winke ich heute zu Carla herüber, die nicht nur virtuell meine Nachbarin ist, sondern auch so, tatsächlich, im wahren Leben. Denn Carla geht es so, wie es mir vor noch nicht all zu langer Zeit ging: Sie hat Liebeskummer. Wegen ihrer Stadt. In die sie jetzt wieder zurück kehrt. Machs gut liebe Carla! Auf dass Dich Deine Stadt wieder begrüßt, willkommen heißt, in die Arme schließt und Dir Deinen Fortgang verziehen hat.

 

Pancakes von Julia

Adaptiert von Erin Alderson. Der Teig ist ohne Zucker, da ich als Topping Ahornsirup verwende.

Pancakes Vollkorn Julia Chestnut and Sage

Zutaten

für Pancakes für einen - denn alleine leidet man immer noch am besten:

  • 50 g Mehl
  • 20 g gemahlene Walnüsse
  • 1/4 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise salz
  • 1 Ei, Größe S
  • 70 ml Milch
  • 1/2 TL Orangenabrieb

Zubereitung

  • Vermischt zuerst die trockenen Zutaten miteinander, vermischt dann Milch und das Ei miteinander und gebt den Orangenabrieb dazu. Gebt die Milch-Mischung in die trockene Mischung und vermischt geschwind alles zu einem homogenen Teig.
  • Erhitzt Butter bei mittlerer Hitze in einer Pfanne. Wenn die Pfanne heiß ist, und die Butter leise brutzelt, gebt 3 Teigklekse in die Pfanne. Bratet sie für 2 Minuten von jeder Seite, achtet darauf, dass sie nicht anbrennen. Nehmt die Pancakes aus der Pfanne und verarbeitet den restlichen Teig wie eben beschrieben.
  • Stapelt die Pancakes auf einen Teller, garniert sie mit Orangenschnitzen und Walnüssen und begießt alles überschwänglich mit Ahornsirup.
https://herbs-and-chocolate.de/2016/02/pancakes-walnuss-orange.html

 

Solltet auch Ihr etwas vermisst – Eure Stadt, Eure Liebsten – macht Euch eine Portion Pancakes, schaut Euch Eure Lieblingsserie an, vergrabt Euch und schmiedet dann Pläne um so schnell wie möglich wieder fröhlich zu werden.
Liebe Grüße!
Julia

 

 

08Feb/16
Herzhafte Kartoffelwaffeln

Fräulein M. zu Gast mit Kartoffelwaffeln

Ich sitze gerade zwischen, auf und neben diversen Kisten, kämpfe mit Luftpolsterfolie und Klebeband und arbeite Listen ab, was noch erledigt werden muss – der ganz normale Umzugswahnsinn eben. Der Großteil der Küche ist schon leer, meine Kamera samt Stativ irgendwo verstaut und viel Muse zum Kochen und Photographieren bleibt gerade auch nicht. Also habe ich mir höchstkompetente Unterstützung ins Boot geholt, damit hier die nächste Zeit trotzdem ein bisschen was passiert.

Bitte begrüßt heute Ramona vom Blog Fräulein M. kocht (Blog nicht mehr online)! *Trommelwirbel* Ramona kenne ich persönlich vom Augsburger Bloggerstammtisch, den sie ins Leben gerufen hat, aber schon viel länger lese ich ihren wundervollen Blog. Schaut unbedingt mal rüber, vor allem Ramonas Frühstückskreationen sind schon quasi berühmt! Wie wäre es mit Grieß-Quarkauflauf mit Birnen und Mohn, einem Ei in der Semmel oder einem Blick in die so überhaupt nicht monotone Sammlung von Alltagsfrühstück-Varianten? Liebe Ramona, vielen lieben Dank für deine Umzugsunterstützung!


Obacht, Umzugshelferin Fräulein M. meldet sich zum Dienst. Damit sich Herbs & Chocolate nicht vernachlässigt fühlt, während Carla umzieht, darf ich mich an dieser Stelle als Vertretungsschreiberling vorstellen. Gestatten? Ramona vom Blog Fräulein M. kocht, die sich rießig für Carla freut, dass sie demnächst einen tollen Neustart hinlegen kann!

Als Foodbloggerkollegin habe ich euch heute natürlich auch ein Rezept mitgebracht – ich dachte mir, mit Waffeln mache ich bestimmt nichts falsch, oder? Einst bildete sich mein Herzensmann nämlich ein Waffeleisen ein. Ein belgisches natürlich, für eckige, dicke Waffeln. Überlegt, gesehen, eingepackt. Tja und seit dem? Es ist wohl an einer Hand abzählbar wie oft wir es benutzt haben. Weitergeben kann man es natürlich auch nicht. Was wäre schließlich, wenn dann der Waffelzieps auf einmal kommt.

Naja, ich vermute fast, ihr habt auch solche Geräte. Die einfach da sein müssen, auch wenn sie nicht regelmäßig benutzt werden. Gell, wir sind da keine Ausnahme?!? Immerhin hat das Waffeleisen neulich wieder Verwendung gefunden. Zwar nicht im klassischen Sinn für süße Teile, sondern eben Herzhafte – quasi als Power- und Soulfoodsnack für umzugsangestrengte Menschen. So wie Carla momentan eben. Da braucht man zwischendurch einfach mal so eine kleine Schlemmerauszeit.

Murphys Law hat mich übrigens im Stich gelassen. Nachdem die ersten Waffeln super wurden, ging die zweite Runde ordentlich daneben (es ist doch eigentlich immer andersrum?!).

 

Kartoffelwaffeln

Herzhafte Kartoffelwaffeln von Fräulein M. kocht

Herzhafte Kartoffelwaffeln

Zutaten

für viele Kartoffelwaffeln (4 Personen)

  • 1,5 kg mehlige Kartoffeln
  • gerieben Muskatnuss
  • 2 EL Petersilie, gehackt
  • 2 EL Kresse
  • 2 Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 200 ml Milch

Zubereitung

  • Die Kartoffeln garen, abgießen und etwas abkühlen lassen. Sobald sie euch nicht mehr zu heiß sind, pellen, in Stücke schneiden und komplett auskühlen lassen.
  • Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen und nun kräftig zerstampfen (kleinere Stücke machen nichts, aber ein richtiger Stampf darf es nicht mehr sein). Kräuter, Eier, Backpulver und Milch untermischen. Das ist jetzt eine ziemlich klebrige Angelegenheit, daher bei der weiteren Verarbeitung die Hände immer gut befeuchten.
  • Das Waffeleisen auf höchste Stufe aufheizen, die Flächen ölen. Mit feuchten Händen etwas von der Kartoffelmasse abnehmen, leicht platt drücken, auf das Waffeleisen legen, Deckel schließen und golden backen. Die Flächen jedes Mal leicht einölen und Waffeln anschließend auf einem Kuchengitter deponieren.
https://herbs-and-chocolate.de/2016/02/herzhafte-kartoffelwaffeln.html

 

Noch ein inoffizieller Tipp: Mir waren die Waffeln nach dem backen fast noch ein wenig zu weich, daher habe ich sie reihum einfach nochmal kurz ins Waffeleisen gelegt, dadurch wurde die Außenflächen der Waffeln noch ein klein bisschen röscher, innen blieben sie aber schön weich.

Mit was ihr sie dann esst, ist ganz euch überlassen. Wie wäre es mit Ofengemüse und Kräuterquark? Oder Salat? Da findet ihr bestimmt was Leckeres! Außerdem könnt ihr übrig gebliebene Waffeln am nächsten Tag einfach kurz toasten, um sie nochmal etwas aufzuknuspern.