17Jan/22
Pilz-Sesam-Pesto

Nudeln mit Pilz-Sesam-Pesto – inspiriert von Tanja Grandits

Dieses Rezept ist inspiriert von den “Shiitake-Udon mit Pilzpesto” aus dem Buch “Tanja Vegetarisch” von Tanja Grandits. Von dieser Sterneköchin hatte ich schon mal ein anderes Buch, aber der Stil war mir zu “fancy”. In “Tanja Vegetarisch” geht es dagegen um ihre Alltagsküche daheim und die ist deutlich nahbarer und eben vegetarisch. Das Buch gefällt mir im Großen und Ganzen ziemlich gut, auch wenn ich kein Fan davon bin in der Zutatenliste eine Angabe zu finden wie “5 EL Balsamicosauce (Seite 318)” und dann einen halben Liter von dieser Sauce zubereiten zu müssen. Aber meistens kann man die Menge recht gut herunterrechnen. Für Kochanfänger ist das Buch allerdings nicht geeignet, denn die Zubereitung ist oft recht knapp beschrieben – perfekt und übersichtlich, wenn man schon Routine hat, aber eben auch nur dann.

Sehr deutlich merkt man, dass Tanja Grandits momentan Sesam liebt, aber damit trifft sie meinen Geschmack. In diesem Pilz-Pesto sorgt die Sesampaste Tahin für eine wundervolle Cremigkeit und leichte Bitterkeit. Die Kombination mit Zitrone ist recht klassisch, die mit hineinpürierten Pilze nicht gar so sehr, aber das entstehende Pesto ist wirklich köstlich. Übrigens habe ich die Menge hier im Rezept angepasst, denn im Original steht am Schluss im Fließtext man solle die Nudeln mit lediglich einigen Esslöffeln davon vermischen.

Auch am restlichen Rezept habe ich etwas gedreht. Ich verwende nur die einfacher erhältlichen Champignons, statt eine Mischung mit Shiitake-Pilzen, und ergänze einen Schuss Sojasoße. Außerdem mag ich deutlich mehr Pilze als Topping und brate sie in der ohnehin verwendeten Pfanne an, statt extra den Ofen anzuwerfen – beim ersten Mal hatte ich das brav gemacht, aber fand es unnötig. Um es nochmal einfacher zu machen, verwende ich schlicht Spaghetti statt Udon-Nudeln (aber wenn ihr Zeit habt kann euch wärmstens empfehlen sie einmal nach diesem Rezept hier selbst zu machen). Und: ich liebe meine Version, sehr. Ich hoffe, euch schmeckt sie auch.

Nudeln mit Pilz-Sesam-Pesto

Wunderbar cremige Nudeln mit viel Umami dank einer großzügigen Portion Pilzen – ein Feierabendgericht, das glücklich macht.

Pilz-Sesam-Pesto

Zutaten

für 2 Personen

    Pesto:
  • 1 kleine violette Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 g Champignons
  • 15 g frische Petersilie
  • 15 g Sesam
  • 1/2 TL Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Sojasoße
  • 1/2 TL Honig/Ahornsirup
  • 1/2 TL Sesamöl
  • 35 g Tahin (Sesampaste)
  • Salz, Pfeffer
    außerdem:
  • 250 g Champignons
  • 150 g Spaghetti (alternativ Udon-Nudeln)
  • 1 EL gerösteter Sesam
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Für das Pesto Zwiebel und Knoblauch abziehen, grob hacken. Champignons putzen und in Stücke schneiden. Alles zusammen in Olivenöl anbraten, bis die Pilze schön Farbe bekommen haben.
  2. Die Petersilie inklusive Stiele grob zerkleinern, mit in die Pfanne geben und kurz mitdünsten.
  3. Dann alles pürieren zusammen mit Sesam, Zitronenschale, Zitronensaft, Sojasoße, Honig, Sesamöl und Tahin dazu geben und pürieren, bei Bedarf noch etwas Wasser oder Olivenöl zugeben. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft.
  4. Die Spaghetti in reichlich Salzwasser gar kochen.
  5. Derweil die Pilze für das Topping putzen und je nach Größe vierteln, sechsteln oder achteln. In derselben Pfanne wie vorhin kurz kräftig anbraten, bis sie schön gebräunt sind.
  6. Die Nudeln dem Pesto vermischen, die gebratenen Pilze unterheben und mit Sesam und Pfeffer bestreut servieren.
https://herbs-and-chocolate.de/2022/01/nudeln-mit-pilz-sesam-pesto-inspiriert-von-tanja-grandits.html
04Dec/21
vegan Kaffee-Schoko-Taler

Kaffee-Schoko-Taler – saftig, mürb, schokoladig, vegan

Auf Instagram habe ich abstimmen lassen, ob ihr erst das Rezept für diese Kaffee-Schoko-Taler oder Marzipan-Orangen-Kipferl bekommt. Gewonnen haben die Schoko-Fans, aber das Kipferl-Rezept reiche ich bald nach. Falls ihr beim nächsten Mal mit entscheiden möchtet, folgt mir doch auf Instagram – allzu viel los ist dort nicht, aber manchmal packt es mich doch.

Bei dieser Gelegenheit empfehle ich euch nochmal meine Weihnachtsgebäck-Übersicht. Dieses Rezept hier könnte man auch wunderbar so dekorieren wie die extrem niedlichen Rentier-Plätzchen von letztem Jahr – große Empfehlung, wenn ihr etwas mehr Zeit ins Dekorieren investieren wollt!

Als ich überlegt habe welche Plätzchen ich dieses Jahr backen möchte, fiel es mir besonders schwer mich für eine schokoladige Sorte zu entscheiden. Natürlich könnte ich mehrere ähnliche backen, aber ich mag eigentlich viel Abwechslung. Schließlich landete ich wieder bei den Schoko-Kaffee-Schnecken, die ich seit 2017 treu jedes Jahr gebacken hatte und deren Teig ich liebe. Warum nicht einen Teil dieses erprobten Rezepts abwandeln und den Kakao-Teig noch schokoladiger machen? Der helle Teig war für mich ohnehin immer eher für die Optik als geschmackliches Highlight.

Also verwendete ich das Rezept für den Schokoteig der Schnecken. Als Bonus wollte ich sie vegan backen und entschied mich das Ei durch etwas Stärke für Bindung und Apfelmus für Feuchtigkeit zu ersetzen. Ansonsten blieb ich bei der bewährten Methode eine Teigrolle in Scheiben zu schneiden, das ist so herrlich wenig Aufwand. Durch den halben Schokoladenüberzug werden die Plätzchen dann zwar noch etwas mehr Arbeit, aber ich würde definitiv nicht darauf verzichten wollen. Falls es schnell gehen soll, könnte man die Plätzchen auch dicht nebeneinander legen und mit geschmolzener Kuvertüre viele Linien darüber träufeln – sicher auch hübsch und lecker.

Kaffee-Schoko-Taler

Einfache und schnell gemachte Plätzchen für vegane Schokoladen- und Kaffeeliebhaber. Toll schokoladig, aber nicht zu süß.

vegan Kaffee-Schoko-Taler

Zutaten

    Teig:
  • 200 g Mehl
  • 100 g Margarine (bei mir Alsan)
  • 50 g Puderzucker
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Speisestärke
  • 1,5 TL Instant-Kaffeepulver
  • 2 EL Kaffee- oder Haselnusslikör
  • 1 EL Apfelmus (oder noch 1 EL Likör)
  • Prise gemahlene Vanille
  • Prise Salz
    Außerdem
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten. Ihr könnt zimmerwarme Butter verwenden, dann geht dieser Schritt etwas einfacher, aber dann solltet ihr die anschließende Kühlzeit verlängern.
  2. Den Teig zu einer langen Rolle mit ca. 4-5 cm Durchmesser formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 min kühl stellen.
  3. Derweil den Ofen vorheizen auf 170°C Umluft.
  4. Die Teigrolle sollte jetzt schön fest geworden sein. Aus der Folie wickeln, in 5 mm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand auf ein Backpapier belegtes Backblech legen.
  5. Im vorgeheizten Ofen 10-12 min lang backen. Anschließend abkühlen lassen.
  6. Die Kuvertüre grob hacken, im Wasserbad schmelzen und mit Hilfe von einem Pinsel die Taler halb mit Schokolade überziehen.

Anmerkung

Tipp: Verziert die Plätzchen doch so wie diese niedlichen Rentier-Plätzchen mit einem kleinen Brezelgeweih und einer roten Nase.

https://herbs-and-chocolate.de/2021/12/kaffee-schoko-taler-vegan.html
26Nov/21
Veganer Stollen

Uromas Quarkstollen, aber vegan

Ich bin schon voll in Weihnachtsstimmung. Etwas arg früh dieses Jahr, aber der Gedanke an Lichterketten, Kerzen, Adventsgebäck und Gemütlichkeit bereitet mir gerade sehr viel Freude und das nutze ich gerne aus. Immerhin ist kommenden Sonntag ja auch schon der erste Advent. Nachdem die Adventskalender längst fertig gebastelt sind, ist der nächste logische Schritt mit dem Backen anzufangen. Dominosteine habe ich schon produziert, genauer gesagt sind sie schon wieder aufgegessen. Als nächstes hatte ich Lust auf Stollen.

Alle meine Rezepte für feines Weihnachtsgebäck wie hübsche und einfache Plätzchen, Lebkuchen, winterliche Hefeschnecken und mehr findet ihr übrigens unter dem Tag “weihnachtlich”.

Das Familienrezept meiner Uroma ist schon lange auf dem Blog und ich liebe es. Der Quarkstollen wird toll saftig und hält lange frisch. Dieses Jahr wollte ich versuchen ihn vegan zu backen und das hat wunderbar geklappt. Einen kleinen Nachteil hatte ich: ich wollte keine vegane Quark-Alternative nutzen, denn die habe ich nur auf Sojabasis gefunden und das vertrage ich nicht so gut. Aber Haferjoghurt gibt es unterdessen ja zu Hauf und auch wenn mich der Geschmack pur nicht so sehr begeistert, eignet sich das etwas süßliche Aroma sehr gut für Gebäck und Süßspeisen. Da er etwas flüssiger ist als Quark, habe ich die Mengen der anderen Zutaten teilweise etwas angepasst.

Ansonsten gab es nicht viel zu tun. Die Butter ersetze ich einfach mit veganer Margarine, Alsan in diesem Fall. Das Ei hätte ich vermutlich einfach komplett weglassen können, habe mich aber dazu entschieden doch etwas Stärke und einen Löffel Apfelmus mit in den Teig zu geben. Ich habe sogar den Eindruck, dass diese vegane Variante noch saftiger ist als das Original – vielleicht habe ich aber auch nur die Backzeit diese Jahr noch besser erwischt. In jedem Fall werte ich es als vollen Erfolg!

Veganer Quarkstollen

Mein Familienrezept in einer veganen Variante mit Pflanzenjoghurt, die dem Original in nichts nachsteht.

Veganer Stollen

Zutaten

für einen Stollen

  • 50 g gehackte Mandeln
  • 125 g Rosinen
  • 50 g Orangeat
  • 50 g Zitronat (alternativ nochmal 50 g Orangeat)
  • 1,5 EL Rum
  • 75 g weiche Margarine (bei mir Alsan)
  • 100 g Zucker
  • 125 g Hafer- oder Sojajoghurt
  • 1 EL Apfelmus
  • 1/4 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 250 g Mehl (plus mehr zum Arbeiten)
  • 1 EL Speisestärke
  • 1/2 Pkch. Backpulver
  • 10 g Vanillezucker
  • Prise Muskat
  • Prise Salz
    Zum Bestreichen:
  • 30 g Margarine
  • ordentlich Puderzucker

Zubereitung

  1. Mandeln, Rosinen, Orangeat und Zitronat mit dem Rum vermischen und 30-120 min ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Die Trockenfrüchte sollen die gesamte Feuchtigkeit aufsaugen.
  2. Ofen auf 250 °C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Das ist wichtig, damit der Stollen besser in Form bleibt.
  3. Die Margarine zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, dann Pflanzenjoghurt, Apfelmus und die Zitronenschale unterrühren.
  4. In einer großen Schüssel Mehl vermischen mit Stärke, Backpulver, Vanillezucker, Muskat und Salz. Die eingeweichten Trockenfrüchte und Mandeln unter die Mehlmischung heben, dann die Margarine-Mischung dazugeben und vermengen, bis ein schöner Teig entstanden ist.
  5. Den Teig auf einer bemehlten Oberfläche zu einem Rechteck ausziehen und zu einem Stollen formen, indem ihr von zwei gegenüberliegenden Seiten je knapp ein Drittel der Teigplatte zur Mitte faltet, sodass sie sich zum Großteil überlappen – ein bisschen wie bei einem schlampigen Geschäftsbrief. Alternativ könnt ihr ihn aber auch einfach mit den Händen in die Form eines langen Brots bringen. Formt ihn auf jeden Fall eher hoch, er wird beim Backen noch in die Breite laufen.
  6. In den vorgeheizten Ofen schieben, die Temperatur sofort auf 180°C herunterdrehen und 60 min lang backen. Falls er droht zu dunkel zu werden mit Alufolie abdecken. Wenn sich der Stollen beim Klopfen an die Unterseite hohl anhört ist er durch.
  7. Zum Bestreichen die Margarine schmelzen, auf dem noch warmen Stollen verteilen und sofort dick mit Puderzucker bestreuen.
  8. Abkühlen lassen und luftdicht verpackt aufbewahren. Er sollte sich einige Wochen lang halten und schmeckt nach einigen Tagen Durchziehen noch besser als direkt nach dem Backen.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/11/quarkstollen-vegan.html
28Oct/21
Nudeln mit Kürbissoße und Rosenkohl

Nudeln mit cremiger Kürbissoße und geröstetem Rosenkohl

Herbst! Immer noch meine liebste Jahreszeit und der Oktober vermutlich mein liebster Monat. Orange-rote Blätter sind einfach wunderschön, gerade wenn sie im Sonnenlicht leuchten. Kühle Temperaturen sind perfekt um den Kuschelpulli hervorzuholen oder sich bei Kerzenschein mit einem Buch unter eine Decke zu verziehen und die Welt eine Weile zu vergessen.

Kulinarisch fest verankert im Herbst ist der Kürbis. Nach dem köstlichen indischen Kürbis-Curry von letztem Jahr und diversen Experimenten mit Süßkartoffeln über den Sommer schließe ich langsam Frieden mit orangenem, süßlich schmeckendem Gemüse. Herr Ottolenghi hat mit einem gewissen Rezept mit Nudeln und Joghurtsoße auch dazu beigetragen, aber das stelle ich euch vielleicht ein andermal vor. Letzthin hatte ich sogar explizit Lust auf Kürbis und wurde inspiriert von einem Rezept von Sabrina und Steffen auf Feed me up before you go-go. Ihre Pasta mit Grünkohl und gebackenem Kürbis habe ich dann aber doch recht frei interpretiert.

Statt Grünkohl gesellt sich bei mir Rosenkohl dazu, der mit dem restlichen Gemüse im Ofen gegart wird – sehr praktisch, so spart man Zeit und eine Pfanne ein. Beibehalten habe ich die Soße aus püriertem Ofen-Kürbis, sie wird toll cremig und der frische Ingwer sorgt für etwas Schärfe und Frische, die sehr gut passt. In meiner Version kommen noch mehr Gewürze dazu, mein geliebter Cumin sowie etwas Säure und Süße. Obendrüber dann noch ein paar knackige Erdnüsse (die ich für die Fotos prompt vergessen habe…) und fertig ist ein wärmender Teller voll Nudeln, der jeden Herbsttag noch ein bisschen schöner macht.

Nudeln mit cremiger Kürbissoße und geröstetem Rosenkohl

Ein wunderbar herbstliches Nudelgericht, für das sämtliches Gemüse ganz einfach im Ofen geröstet wird.

Nudeln mit Kürbissoße und Rosenkohl

Zutaten

für 3 Personen

  • 600 g Kürbis (bei mir Hokkaido, der muss auch nicht geschält werden)
  • 500 g Rosenkohl
  • 1-2 rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g Nudeln
  • 2 EL Erdnüsse
  • 1,5 cm Ingwer
  • 100 ml Milch (bei mir Hafer)
  • 80 ml Nudelkochwasser
  • 1/2 TL Cumin
  • 1/4 TL Paprikapulver
  • Prise Muskat
  • 1 TL Balsamico-Essig
  • 1 TL Ahornsirup
  • ca. 1/2 – 1 TL Sojasoße
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung

  1. Kürbis entkernen, je nach Sorte ggf. schälen, und in ca. 1,5 cm breite Spalten schneiden. Mit etwas Olivenöl vermischen und auf ein Backblech ausbreiten.
  2. Rosenkohl waschen, putzen und vierteln. Die Zwiebel abziehen und in dünne Spalten schneiden, die Knoblauchzehe abziehen und hacken. Alles drei zusammen mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl vermischen und ebenfalls auf einem Backblech ausbreiten.
  3. Das Gemüse bei 220°C Umluft für ca. 20 min im Ofen backen, bis der Kürbis gar und alles stellenweise schön gebräunt ist.
  4. Derweil die Nudeln in reichlich Salzwasser gar kochen und abgießen. Die Erdnüsse hacken und bereitstellen. Den Ingwer schälen.
  5. Wenn das Gemüse fertig ist, den Kürbis zusammen mit Milch, Nudelkochwasser und Ingwer in einen Mixer geben und pürieren bis eine cremige Soße entsteht. Würzen und abschmecken mit Cumin, Paprikapulver, Muskat, Balsamico-Essig, Ahornsirup, Sojasoße, etwa 1/4 – 1/2 TL Salz und Pfeffer.
  6. Die gekochten Nudeln mit der Soße und dem gerösteten Rosenkohl, Zwiebel und Knoblauch vermischen. Mit Erdnüssen bestreut servieren.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/10/nudeln-kurbissosse-rosenkohl.html
16Oct/21
Zwiebel-Bauernbrot

Zwiebel-Bauernbrot für den World Bread Day 2021

Es ist wieder soweit, heute ist World Bread Day! Wie jedes Jahr am 16. Oktober sammelt Zorra von kochtopf.me weltweit Rezepte, um dieses alltägliche Lebensmittel ein bisschen mehr wertzuschätzen und seine ganze Vielfalt zu feiern.

Banner World Bread Day, October 16, 2021

Und Vielfalt ist ein gutes Stichwort für mich. Schon beim World Bread Day 2018 habe ich festgestellt, dass ich trotz immenser Variationsmöglichkeiten doch zunehmend dieselben Rezepte backe. Wenn man mal ein gutes Hausbrot hat – vielleicht auch drei, vier verschiedene, die man durchwechselt – dann ist es einfach bequem dabei zu bleiben. Trotzdem lohnt es sich die eigene Komfortzone ab und an zu verlassen, dann dabei lässt sich eine Menge lernen und auch der ein oder andere Schatz entdecken. Mein neues Hausbrot (das Dinkelroggenbrot mit Kürbiskernen) hätte ich sonst zum Beispiel nie entdeckt. Es gibt so viele tolle Brotrezepte da draußen!

Ich habe mich diesmal ein einem Rezept von brotwein orientiert, um ein Zwiebelbrot zu backen. Die halbe Menge ergab bei mir einen schönen kleinen Laib Brot, der mit den herrlich würzigen Zwiebeln perfekt zum Käsefondue passte. Die Mehlsorten habe ich etwas angepasst und das Brot im Topf gebacken, was immer noch meine liebste Backmethode ist. Alternativ habe ich euch aber auch die freigeschobene Version beschrieben. Ein köstliches Brot, für das es sich sehr gelohnt hat ausgetretene Pfade zu verlassen und das ich gerne in mein Repertoire mit aufnehme. Gerade wenn am Backtag selbst nicht so viel Zeit ist, kommt einem die recht kurze Stock- und Stückgare zu Gute und tut dem Ergebnis keinen Abbruch.

Zwiebel-Bauernbrot

Herrlich würziges Roggenmischbrot mit einer großzügigen Ladung gebratener Zwiebeln.

Zwiebel-Bauernbrot

Zutaten

für eher kleinen 1 Laib

    Sauerteig:
  • 10 g Anstellgut
  • 138 g Roggenvollkornmehl
  • 140 g Wasser
    Zwiebeln:
  • 3 Gemüsezwiebeln (ca. 400 g)
  • 1 EL neutrales Öl
    Hauptteig:
  • Sauerteig
  • 150 g Wasser
  • 180 g Weizenmehl 405
  • 83 g Weizenvollkornmehl
  • 8 g Salz
  • Zwiebeln

Zubereitung

  1. Für den Sauerteig alle Zutaten vermischen und 16 h bei Raumtemperatur reifen lassen (optional mit fallender Temperatur, siehe unten verlinktes Back-Einmaleins).
  2. Für die Zwiebeln die Zwiebeln abziehen, hacken und in etwas Öl für ca. 15-25 min geduldig bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie ein dunkles Goldbraun annehmen. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
  3. Für den Hauptteig Sauerteig vermischen mit dem Wasser, dann Mehle und Salz zugeben und für ca. 5 min verkneten, bis ein leicht klebriger Teig entsteht, der aber langsam zusammen kommt. Dann die Zwiebeln gleichmäßig unterkneten.
  4. 30 min ruhen lassen, dann rundwirken und mit Schluss nach unten in ein Gärkörbchen setzen. Nochmal 60 min gehen lassen, derweil den Ofen vorheizen auf 250°C Ober-Unterhitze, bei mir inkl. gusseisernem Topf.
  5. Das Brot mit Schluss nach oben in den heißen Topf geben, die Temperatur auf 210°C zurückdrehen und mit Deckel 30 min backen. Dann den Deckel entfernen und nochmal 20 min backen. Ohne Topf das Brot mit Schluss nach oben in den heißen Ofen einschießen und leicht schwaden. Nach 10 min den Schwaden ablassen, die Temperatur auf 210°C senken und das Brot 40 min lang fertig backen.

Anmerkung

Neu im Thema Brot backen? Eine Erklärung der wichtigsten Begriffe und Grundlagen findet ihr in meinem persönlichen Einmaleins der Brotbäckerei.

https://herbs-and-chocolate.de/2021/10/zwiebel-bauernbrot.html