17Jan/20
Vegetarischer Ceasar Salad

Ceasar-Style Salad ohne Sardellen auf Joghurtbasis

Eigentlich ist ja noch Winter und nicht Salate-Zeit. Eigentlich haben gerade weder Tomaten noch Paprika Saison. Eigentlich braucht man für eine vegetarische Ernährung keinerlei Ersatzprodukte. Trotzdem habe ich heute ein Rezept für euch für einen köstlichen Salat im Ceasar-Style, mit einem Dressing auf Joghurtbasis, Tomaten, Paprika und optional sogar einem vegetarischen Steak-Ersatz.

Ich vertrage in letzter Zeit einige Lebensmittel nicht mehr so gut und leider gehören dazu unter anderem Hülsenfrüchte und Kohlsorten – perfekt für vegetarische Rezepte im Winter also… Während ich nach und nach teste was in welchen Mengen geht, muss ich ansonsten einen möglichst großen Bogen um alles machen, was eventuell ungut sein könnte. Saisonalität steht bei mir gerade also weiter hinten auf der Prioritäten-Liste. Und nachdem die letzten Tage so warm waren und es gefühlt schon beinahe Sommer (ok, eher Frühling) ist, kam die Lust auf einen knackigen, bunten Salat mit cremigem Dressing.

Ich weiß gar nicht, wann ich schon mal einen originalen Ceasar Salat gegessen habe, aber ich hatte plötzlich einen Jieper darauf. Worcestersoße war aber nicht im Haus, Sardellen natürlich sowieso nicht und auf Mayonnaise hatte ich auch keine Lust, also habe ich improvisiert und es kam ein richtig leckeres Dressing dabei heraus. Das “Steak” obendrauf ist eine nette Ergänzung, aber definitiv nicht essentiell für den Salat, das Dressing spielt die Hauptrolle und ich habe euch einen ganzen Strauß an leckeren Topping-Ideen aufgeschrieben. Mahlzeit!

Ceasar-Style Salad auf Joghurtbasis

Einfaches Rezept für Ceasar Dressing, dass ohne Sardellen auskommt und statt Mayonnaise auf Joghurt basiert.

Vegetarischer Ceasar Salad

Zutaten

    Salat:
  • verschiedene Salate, z.B. Romanasalat, Eisberg, etwas Radicchio
  • 1 kleine Karotte
  • Handvoll Cocktailtomaten
  • nach Belieben: rote Paprika, gehobelter Hartkäse, gekochtes Ei, vegetarisches “Steak”, getrocknete Tomaten, Kapern, schwarze Oliven, Croutons…
    Dressing:
  • 2-3 EL Skyr oder Joghurt
  • 2 EL geriebener Parmesan (oder ähnlicher Hartkäse, wenn euch das tierische Lab stört)
  • 1 TL Sojasoße
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Olivenöl
  • 1/2 TL Flüssigkeit aus einem Glas Kapern
  • 1/2 TL mittelscharfer Senf
  • 1 EL gehackte Petersilie (frisch oder TK)
  • Knoblauchpulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Salate waschen und zerteilen. Karotte waschen, ggf. schälen und grob raspeln. Cocktailtomaten waschen und halbieren.
  2. Für das Dressing alle Zutaten verrühren und abschmecken, eventuell mit Wasser strecken, falls es sehr zähflüssig wird – das hängt vom Skyr/Joghurt ab.
  3. Das Dressing gründlich mit dem Salat vermischen, bis alle Blätter ordentlich bedeckt sind. Dann den Salat nach Belieben mit weiteren Zutaten toppen, einige Ideen oben.
https://herbs-and-chocolate.de/2020/01/vegetarischer-ceasar-salad-joghurt.html

12Jan/20
Käsestangen Mürbteig Rosmarin

Knabberei: Rosmarin-Käsestangen aus Mürbteig

Was steuert man zu einem Party-Buffet bei, wenn etwas vorspeisenmäßiges gewünscht ist? Ich wollte natürlich etwas selbstgekochtes bzw. -gebackenes mitbringen und meine erste Idee war: Käse. Viel Käse, bitte. Gedanklich war ich bei diesen Blätterteigstangen mit Käse, die man fertig kaufen kann.

Nun, an selbstgemachten Blätterteig habe ich mich dann doch nicht gewagt, sondern mich für einen deutlich einfacheren Mürbteig entschieden. Zum Glück, denn letztendlich war ich an besagtem Tag nicht wirklich fit und hätte keine Lust gehabt stundenlang immer wieder Butter in Teig einzuschlagen. Ich musste abends meinen Mann samt Käsestangen alleine zur Party schicken, aber immerhin das Feedback zum Mitbringsel wurde an mich weitergereicht: sie wurden sehr gelobt und ratz-fatz verputzt.

Ich muss sagen, sie waren auch wirklich super. Der mit ordentlich Käse angereicherte Teig war sehr würzig und herrlich mürbe – aber trotzdem nicht so mürbe, dass die Stangen zerfallen würden. Wie so oft habe ich das Originalrezept leicht abgewandelt, in diesem Fall kam unter anderem Rosmarin dazu, den ich eine wunderbare Ergänzung finde. Auch die Kombination aus mäßig intensivem Gouda und sehr reifem Cheddar macht sich wirklich gut und sorgt für ordentlich Charakter, anderer Käse funktioniert aber sicherlich auch sehr gut. Für die nächste Party seid ihr mit diesem Rezept auf jeden Fall gewappnet.

Käse-Mürbteigstangen mit Rosmarin

Herrlich mürbe Käsestangen. Eine wunderbare Knabberei für Partys, vor dem Fernseher oder als herzhafter Snack zwischendurch.

Käsestangen Mürbteig Rosmarin

Zutaten

für ca. 40 Stück / 2 Bleche

    Teig:
  • 120 g Käse nach Wahl (bei mir 40 g sehr reifer Cheddar und 80 g Gouda)
  • 240 g Weizenmehl
  • 120 g kalte Butter in kleinen Stücken
  • 1 Ei
  • 60 g Sauerrahm
  • 0,5 TL Salz
  • 1 TL Rosmarin
  • 2-3 Umdrehungen Pfeffer
    Bestreichen:
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL geschmacksneutrales Rapsöl
  • 1 EL Milch
  • Sesam und/oder Schwarzkümmel/Nigella

Zubereitung

  1. Käse reiben. Mit den restlichen Zutaten für den Teig zügig zu einem Mürbteig verkneten. Zu einer Kugel formen und leicht flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und in die Mitte eine tiefe Linie hineindrücken (als spätere Sollbruchstelle). Für 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Hälfte des Teigs an der Sollbruchstelle abbrechen und auf der bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 3-5 mm Dicke ausrollen. In schmale Streifen schneiden, diese ein wenig einzwirbeln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. (Wer mag kann natürlich auch Rauten schneiden oder Keksformen ausstechen.)
  3. Zucker, Öl und Milch verquirlen. Das Gebäck damit bestreichen und mit Sesam oder Nigella (oder beidem) bestreuen. Die Stangen für ca. 15-20 min goldgelb backen.
  4. Mit der zweiten Hälfte des Teigs genauso verfahren. Da es ein Mürbteig ist, ist es wichtig, ihn nicht zu warm werden zu lasssen, um ihn gut verarbeiten zu können – deshalb die Aufteilung auf zwei Ladungen.
  5. Nach dem Abkühlen in einer luftdichten Dose aufbewahren.
https://herbs-and-chocolate.de/2020/01/rosmarin-kasestangen-murbteig.html
10Jan/20

Handytasche mit Einsteckfach selbst nähen – für Dummies (wie mich)

Ich fühle mich wirklich nicht sonderlich kompetent beim Nähen, aber unterdessen habe ich doch schon einiges an Kleinigkeiten gemacht: Tops tailliert und Hosen gekürzt, einen Hoodie in eine Reißverschlussjacke verwandelt, einen Klapp-Geldbeutel, ein Kosmetiktäschchen und einen Knisterhasen als Babyspielzeug genäht. Den Anfang machte vor einer ganzen Weile eine eigene Handyhülle. Die allererste Version entstand noch per Hand, ab der zweiten konnte ich dann auf eine geliehene Nähmaschine zurückgreifen. (Danke nochmal, liebe Feed mes!)

Meine Handyhülle habe ich unterdessen schon mehrfach genäht, weil der Stoff irgendwann an den Ecken sehr abgestoßen aussieht und ersetzt werden will. Ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem simplen “Design”: Das Handy wird ganz schlicht von oben hineingeschoben und die vordere Tasche nutze ich, um meine Kopfhörer unterzubringen. Der ganze Schnitt ist unkompliziert und anfängertauglich, auch wenn man als unerfahrener Nähling natürlich erst mal die Grundkonzepte wie “rechts auf rechts” lernen muss. Die ursprüngliche Anleitung ohne vordere Tasche hatte ich von “kinderleicht und schön”, leider scheinen dort aber keine Bilder mehr vorhanden zu sein. Ein Grund mehr meine eigene Variante mit euch zu teilen!

Bei der ersten Hülle hatte ich noch einen Knopf und ein Gummiband als Verschluss angebracht, aber das hat sich als überflüssig herausgestellt. Seitdem gibt es also nur die Einstecktasche, wechselnde Stofffarben und das niedliche Schäfchen als Applikation. Das stammt von einem gemusterten Stoff, den ich mit Bügelvlies verstärke und dann das Schäfchen ausschneide. Für meine Verhältnisse ist diese Hülle ziemlich bunt und verspielt, aber trotzdem nähe ich sie immer wieder nach genau diesem Schema.

Handytasche mit Einsteckfach

Nähen für Dummies mit ausführlicher Schritt-für-Schritt-Anleitung. Geht mit etwas Geduld auch nur per Hand, ganz ohne Nähmaschine!

Handytasche mit Einsteckfach

Zutaten

  • 1x Innenstoff (bei mir schlicht schwarz)
  • 1x Außenstoff (bei mir grün)
  • 1x mittelstarkes Bügelvlies
  • 1x Stoff für die Außentasche (bei mir alter Jeansstoff)
  • optional Applikation
  • oder alternativ gemusterter Stoff und ein kleines Stück mittelstarkes Bügelvlies
    außerdem
  • Nadel, Stecknadeln und farblich passender Faden
  • Papier und Stift für den Zuschnitt
  • Papier- und Stoffschere

Zubereitung

  1. Für die Applikation, falls ihr keine fertige verwendet, die entsprechende Stelle aus dem gemusterten Stoff großzügig ausschneiden. Ein passendes Stück Bügelvlies auf die Rückseite aufbügeln (damit der Stoff nicht ausfranst) und anschließend mit einer feinen Schere das Motiv exakt an den Kanten entlang ausschneiden.
  2. Für die Tasche ein Stück Stoff mit der Breite Handybreite + Handytiefe + 2 cm Nahtzugabe und Länge Handyhöhe ausschneiden. Eine kurze Seite des Stoffs für die Außentasche ungefähr zu einem Viertel auf die linke (= unschöne) Seite umschlagen und feststecken, das wird die obere Kante der Tasche. Ich habe den Stoff schräg umgeschlagen, weil ich eine schräge Kante wollte. Ca. 0,5 cm von der Kante entfernt mit geradem Stich festnähen, anschließend den überflüssigen Stoff abschneiden, dabei aber nicht an die Naht kommen.
  3. Jetzt die Applikation auf die Tasche aufnähen - denkt beim Positonieren aber daran, dass beim Fertigstellen von außen jeweils ca. 0,5 - 1cm Nahtzugabe wegfallen, denkt also eher "von der Mitte her".
  4. Weitere Stoffzuschnitte vorbereiten. Die Breite der Stoffstücke ist jeweils Handybreite + Handytiefe + 2 cm Nahtzugabe, die Länge variiert. Vom Innenstoff und vom Bügelvlies jeweils ein Stück mit der Länge (Handyhöhe x 2) + 2 cm Nahtzugabe zuschneiden. Vom Außenstoff ein Stück zuschneiden, dass nochmal 2 cm länger ist, anschließend dieses Stück in der Länge halbieren. Eure Stoffstücke sehen jetzt so aus (vlnr: Außentasche, zwei Außenstoffstücke, Innenstoff, Bügelvlies):
  5. Nun wird die Außenseite zusammengesetzt. Eine der Außenstoff-Hälften auf den Tisch legen, wobei die schöne Seite nach oben zeigt, und das vorbereitete Taschenstück auflegen, ebenfalls mit der schönen Seite nach oben. Ihr bekommt jetzt schon einen Eindruck davon, wie eure Handytasche aussehen wird. Nun die zweite Hälfte des Außenstoff obenauf legen, diesmal aber mit der schönen Seite nach unten. Von außen sichtbar sind jetzt nur noch die unschönen Seiten - im Nähslagon heißt das "rechts auf rechts legen".
  6. Das untere Ende der drei Stoffschichten feststecken und mit geradem Stich zusammen nähen (wieder ca. 0,5 cm von der Stoffkante entfernt).
  7. Den zusammengenähten Außenstoff aufklappen und kurz mit einem Bügeleisen die entstandene Nahtkante so umbügeln, dass sie Richtung hintere Hälfte (also die Hälfte ohne aufgenähte Tasche) weist.
  8. Auf die Rückseite des zusammengenähten Außenstoffs (also die mit der Nahtkante) nun das Bügelvlies auflegen und aufbügeln. Jetzt solltet ihr eine schöne Außenseite haben, mit zukünftiger Einstecktasche und Applikation und auf der anderen Seite das Bügelvlies, das die Nahtkante versteckt.
  9. Jetzt wird die Hülle zusammengesetzt. Den Außenstoff mit der Bügelvlies-Seite nach unten auf den Tisch legen und den Innenstoff mit der schönen Seite nach unten darauf platzieren. Die schönen Seiten weisen wieder zueinander, also "rechts auf rechts".
  10. Die beiden kurzen Seiten feststecken und anschließend mit geradem Stich festnähen.
  11. Den entstandenen "Schlauch" auffalten und so umlagern, dass die beiden frischen Nähte direkt aufeinander liegen, das bedeutet automatisch auch, dass Außenstoff auf Außenstoff und Innenstoff auf Innenstoff liegt. Nach wie vor weisen die schönen Stoffseiten nach innen und sind nicht sichtbar.
  12. Nahtzugaben jeweils zum Außenstoff hinbügeln.
  13. Die beiden langen Kanten des Stoff-Rechtecks zunächst aufeinander feststecken und dann festnähen, dabei aber auf einer Seite des Innenstoffs ein ca. 6 m langes Nahtstück frei lassen - die sogenannte Wendeöffnung, die wir gleich zum Wenden brauchen werden.
  14. An den vier Ecken nun vorsichtig kleine Dreiecke wegschneiden, dabei aber nicht an die Naht kommen. Das ist nötig, damit die Ecken bei der fertigen Tasche schön aussehen.
  15. Nun das ganze Gebilde durch die Wendeöffnung stülpen und die Ecken sauber ausarbeiten, z.B. mithilfe von einem Stift, den ihr hineinschiebt und damit die Ecken nach außen drückt. Die Wendeöffnung von außen per Hand zunähen und als letzten Schritt den Innenstoff in den Außenstoff schieben. Noch einmal mit dem Bügeleisen drüber gehen - und fertig!
https://herbs-and-chocolate.de/2020/01/handytasche-selbst-nahen-einsteckfach.html

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01Jan/20
Alkoholfreier Gin selbstgemacht

Alkoholfreier Gin selbstgemacht – cheers!

Als Einstieg ins neue Jahr habe ich etwas Besonderes für euch: alkoholfreien Gin. Und zwar selbstgemacht!

Wenn man in einem Laden nach alkoholfreiem Gin fragt, wird man gerne mal schief angeschaut. Aber ja, es gibt ihn und er ist super für alle, die die Aromen der Botanicals lieben, aber gerade keinen Alkohol trinken dürfen oder wollen. Auf genau dieses Thema kam ich vor Kurzem mit einer Freundin und wir beschlossen – so schwer kann es doch eigentlich nicht sein, den Geschmack von Botanicals in Wasser zu bekommen?

Unsere Recherche führt uns am Gin-Sirup von Herrn Grün vorbei zu einem Artikel vom Deutschlandfunk Nova, der beschrieb wie man ohne Destille ein Hydrolat herstellen kann. Nachdem wir unseren alkoholfreien Gin ohnehin mit süßem Tonic Water trinken wollten, beschlossen wir uns an der Destillier-Methode zu versuchen. Und zu unserer Überraschung funktioniert sie erstaunlich gut. Es dauert zwar etwas, bis man den Aufbau zusammengestellt hat und man braucht eine ordentliche Menge Eis, aber dafür muss man nicht mühsam durch Kaffeefilter abseien. Noch ein Vorteil: das Hydrolat soll sich relativ gut halten.

Wichtig zu wissen: Alkoholfreier Gin schmeckt pur erst mal recht mau, wie parfümiertes Wasser – was er ja auch ist. Ohne einen Geschmacksträger wie Alkohol oder Zucker kommen die Aromen kaum zur Geltung. Er ist gedacht zum Mischen mit Tonic oder etwas anderem zuckerhaltigen. Auch dann ist der Geschmackseindruck ohne Alkohol natürlich etwas anders als beim Original, aber die Botanicals kommen trotzdem sehr gut zur Geltung.

Unsere drei verschiedenen Botanical-Kombinationen sind natürlich nur eine Inspiration. Das Schöne an dieser Methode ist ja gerade, dass man wunderbar variieren und experimentieren kann. Wir haben uns bei unserem Gin Nummer 1 vom Herrn Grün Sirup und dem Gin “The Duke” inspirieren lassen, bei unserem Sommer-Gin vom kräutrig-mediterranen Geschmacksprofil von Gin Mare und beim Winter-Gin haben wir komplett improvisiert. Viel Spaß damit!

Alkoholfreier Gin – selbstgemacht

Es ist gar nicht so schwer selbst alkoholfreien Gin herzustellen. Die Möglichkeiten mit verschiedenen Botanicals zu experimentieren sind endlos!

Alkoholfreier Gin selbstgemacht

Zutaten

für ca. 400 ml Gin

    Material:
  • 1 großer Topf mit Deckel
  • ein Dämpfeinsatz aus Metall (oder ähnliches)
  • 1 kleines Schälchen zum Auffangen des Hydrolats
  • 1-2 Fläschchen
  • Trichter zum Abfüllen
  • 2 kg Eis
    Botanicals Gin Nummer 1 (ausgewogen klassisch):
  • 20 g Wacholderbeeren
  • 6 grüne Kardamomkapseln (geöffnet)
  • 6 TL gemischte Blüten (z.B. Lavendel-, Orangen-, Kornblumen-, Veilchen-, Thymianblüten)
  • 1 TL ganze Koriandersamen
  • 4 cm Zimtstange
  • 1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 TL Abrieb einer Bio-Orange
  • Abrieb 1/2 Bergamotte (frisch) (alternativ doppelt so viel Zitronen- und Orangen-Abrieb)
  • 1/4 frische Bergamotte in schmalen Spalten (alternativ Zitrone)
    Botanicals Sommer-Gin (kühl, kräuterig):
  • 10 g Wacholder
  • 1 Lorbeerblatt, grob gehackt
  • 2 Salbeiblätter, grob gehackt
  • 1 Zweig Thymian, grob gehackt
  • 2 Zweige Rosmarin, grob gehackt
  • 3 g bunter Pfeffer
  • 1/2 TL Anissamen (ganz)
  • 1/4 frische Bergamotte, in schmalen Scheiben
  • 2 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 2 cl Orangenblüten-Wasser
    Botanicals Winter-Gin (warm, winterliche Gewürze):
  • 10 g Wacholder
  • 5 Nelken
  • 6 cm Zimtstange
  • 3 Sternanis
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen (ganz)
  • 1 TL Piment (ganz)
  • Schale einer ganzen Bio-Orange
  • 1/2 Orange in schmalen Scheiben
  • 1 TL Abrieb einer Zitronenschale
  • 2 cm Ingwer

Zubereitung

  1. Zunächst die Botanicals vorbereiten und in einem Schälchen bereitstellen.
  2. In den großen Topf 1 Liter Wasser geben – sofern der Dämpfeinsatz hoch genug ist, dass so viel Wasser hineinpasst ohne ihn zu überschwemmen. Ansonsten zunächst weniger Wasser nehmen und später im Prozess nachfüllen.
  3. Die Botanicals ins Wasser geben und kurz verrühren. Den Dämpfeinsatz darüber einsetzen und darauf ein kleines Schälchen in die Mitte stellen (in unserem Fall waren es drei Schälchen, weil der Dämpfeinsatz leider einen Griff direkt in der Mitte hatte).
  4. Den Deckel des Topfes verkehrt herum auf den Topf setzen und die Deckel-Mulde mit Eis bedecken.
  5. Jetzt den Inhalt langsam zum Kochen bringen, wir haben Stufe 6/7 von 10 dafür verwendet. Wenn das aromatisierte Wasser kocht steigt Wasserdampf auf, der kondensiert am kalten Deckel und tropft am Deckelgriff entlang in das Schälchen in der Mitte – das ist das Hydrolat.
  6. Auf diese Weise destillieren, bis nur noch eine fingerbreit Flüssigkeit im Topf zurück geblieben ist. Dabei das Eis auf dem Deckel immer wieder ersetzen, sobald es vollständig geschmolzen ist. Zwischendurch ggf. das bisher gesammelte Hydrolat schon umfüllen auch gerne direkt auf Eis probieren. Am Anfang des Prozesses bekommt ihr vorwiegend florale Noten, später wird der Geschmack voller, Wacholder und Zimt etc. kommen mehr durch und irgendwann verliert es geschmacklich die Balance.
  7. Für uns ergab die Menge etwa 400 ml alkoholfreien Gin und wir haben viermal das Eis auf dem Deckel ersetzt. Schließlich abfüllen, abkühlen lassen (dabei unbedingt die Flaschen schließen, damit möglichst wenig flüchtige Aromen verloren gehen) und mit Eis und Tonic Water verkosten.
https://herbs-and-chocolate.de/2020/01/alkoholfreier-gin-selbstgemacht.html
27Dec/19

So war 2019 – Foodblogbilanz

Was für ein spannendes Jahr. Spannend vor allem im echten Leben – was für den Blog leider bedeutet hat, dass er hinten anstehen musste. Im Frühjahr habe ich mich verlobt, im Herbst meinen Lieblingsnerd geheiratet und kurz vor Weihnachten habe ich mir noch Freiheit von der Brille (aka eine Augenlaser-OP) selbst geschenkt. Ich habe dieses Jahr sehr viel gebastelt und mir Aquarellfarben gekauft und damit Kindheitshobbys wiederbelebt, die mir auch im Erwachsenenalter super viel Spaß machen. Ich habe auch wieder wesentlich mehr Bücher gelesen und daran viel Freude gehabt – ebenfalls ein altes Hobby, das eingeschlafen war.

Es war in Summe definitiv ein sehr gutes Jahr. Aber wie war es denn blog- und kochtechnisch? Dieses Jahr rufen Sabrina und Steffen von feed me up before you go-go zur Foodblogbilanz auf.

1. Was war 2019 dein erfolgreichster Blogartikel?

Indisches Auberginen-Curry Baingan Bharta

Der erfolgreichste im Sinne von am meisten aufgerufene sind immer noch meine Geldpralinen – also nicht mal was kulinarisches, sondern ein DIY. Seit das einmal auf Pinterest richtig populär wurde, kommen da immer noch eine Menge Leute vorbei.

Auf Platz zwei folgt dann mein indisches Auberginen-Curry Baingan Bharta. Das hat mich sehr überrascht, aber es ist auch wirklich ein super Rezept. Das ich definitiv mal wieder kochen sollte…

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Ok, meine Braut- und Bräutigam-Cake-Pops sind naturgemäß auf Platz eins. Die waren übrigens auch backtechnisch sehr interessant (und haben mich definitiv aus meiner Komfortzone gekickt.)

Den Schokokuchen mit Sauerteig fand ich persönlich ebenfalls super spannend und einfach köstlich, das war ein dicker Erfolg. Außerdem war er Teil unserer 089-Bloggerrunde, die mir dieses Jahr auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Eher unauffällig, aber für mich sehr interessant, waren die Sauerteig-Cracker. (Der Sauerteig zieht sich durch.) Sie schmecken soooo gut, sind einfach zu machen und eine tolle Möglichkeit übrigen Sauerteig aufzubrauchen.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Da habe ich mal wieder Schwierigkeiten welche zu nennen. Allgemein war ich dieses Jahr auch recht bloglesefaul, zur Unterhaltung lese ich eher Bücher. Wann immer ich irgendwo ein Gericht sehe, das mich reizt, notiere ich mir das direkt – aber so richtig im Gedächtnis geblieben ist mir nichts.

4. Welches der Rezepte, die du 2019 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Insgesamt am häufigsten gekocht habe ich sicherlich meinen Vietnamesischen Glasnudelsalat, von dem ich mich (zuzüglich Wassermelone) diesen Sommer quasi vollständig ernährt habe – aber den hatte ich schon 2017 verbloggt. Aus diesem Jahr liefern sich das Zucchini-Tomaten-Hirsotto und die Blumenkohl-Kokossuppe mit Cumin ein Kopf-an-Kopf-Rennen – beides ausgezeichnete Rezepte, die ich wieder und wieder gekocht habe. Ich vermute aber, dass das Hirsotto gewinnen würde, wenn ich nachzählen könnte.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2019 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Lustlosigkeit. Lustlosigkeit neue Rezepte zu kochen, Lustlosigkeit sie in Szene zu setzen, hübsch zu machen, zu photographieren, mir einen Text zu überlegen, die Bilder nachzubearbeiten, den Beitrag auf Social Media zu verteilen etc. So richtig gelöst habe ich es nicht, aber akzeptiert. Wenn ich keine Lust habe, dann blogge ich eben nicht. Und wenn ich ein Rezept unbedingt teilen will, aber das Photo ist mies (siehe den Blumenkohlauflauf von Ottolenghi…), naja, dann ist das Photo eben mies. Vollends zufrieden bin ich dann nicht, aber das hier ist nun mal kein Hochglanzmagazin, sondern ein privater Hobbyblog und zu einem guten Teil immer noch “nur” mein eigenes Rezept-Notizbuch.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Da fällt mir nicht viel etwas ein, dieses Jahr bin ich kulinarisch sehr auf ausgetretenen Pfaden unterwegs gewesen und das hat mich überhaupt nicht gestört. Vielleicht ist das die größte Entdeckung des Jahres, dass es nicht immer was neues sein muss? Aber ich habe immerhin Zimt in einem herzhaften Gericht richtig lecker gefunden und seitdem tatsächlich immer wieder mal in ähnlichen Fällen verwendet. Das ist definitiv eine neue Erkenntnis für mich. Und den Preis für den unerwartetesten Geschmack würde ich gerne dem Blumenkohlauflauf nach Ottolenghi verleihen – da drin ist so viel mehr los als man auf den ersten Blick glauben würde.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

So richtig lustige Suchbegriffe sind mir nicht aufgefallen. Aber warum sucht man nach “lauch für süßes sushi”? Nichts gegen süßes Sushi, das ist köstlich, aber wieso will man das mit Lauch kombinieren? Auch einen schönen Suchbegriff finde ich “semmelknödel mal anders”, da war wohl jemand auf der Suche nach neuer Inspiration – ich kann’s ihm nicht verdenken. Und meine mit Feta gefüllten Semmelknödel mit Oliven-Tomatensoße sind auch wirklich lecker, viel besser als das historische Photo vermuten lässt.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2020?

Mehr Zeit für den Blog. Und damit meine ich eigentlich mehr Lust dazu mehr Zeit in den Blog zu investieren. Deshalb werde ich die DIY-Sparte, die sich minimal eingeschlichen hat, im nächsten Jahr vorsichtig erweitern. Das Arbeiten mit Papier, Farbe und Stoff macht mir aktuell sehr viel Freude und ich würde gerne darüber schreiben und meine kleinen Projekte mit euch teilen. Der Fokus wird vermutlich auf Essen bleiben, allzu viel bastele ich dann doch nicht, aber ich denke das Stückchen mehr Freiheit wird mir wieder neue Lust aufs Bloggen machen.

Und damit wünsche ich euch einen wunderschönen Jahresausklang, einen guten Rutsch und einen tollen Start ins neue Jahr!