27May/24
Linsen-Wraps

Super simple Linsen-Wraps

Vielleicht habe ich ein wenig hinter dem Mond gelebt, aber bis vor Kurzem war mir nicht klar, dass man aus roten Linsen ganz einfach “Pfannkuchen” backen kann. Sie werden wunderbar geschmeidig, lassen sich mit allem Möglichen füllen und problemlos auch über Nacht aufbewahren (und dann beispielsweise als Mittagessen mit ins Büro nehmen).

Gesehen habe ich sie zum ersten mal auf dem Profil @gigi_goes_vegan auf Instagram, aber man findet zahlreiche ähnliche Rezepte online. Die Linsen werden eingeweicht, püriert und ausgebacken und das war es auch schon. Das Einweichen muss nicht mal über Nacht sein, sondern eine Stunde genügt. In ihrer puren Form schmecken sie schlicht nach – naja, Linsen eben. Dezent genug um Grundlage für so ziemlich jede Füllung zu sein, die euch einfällt, egal ob Kichererbsencurry oder Schokocrème. Ich habe schon verschiedene Varianten durch, auf dem Foto unten habe ich mich für Frischkäse, meine liebste selbstgemachte Seitanwurst, Tomaten, Gurke und Oliven entschieden. Natürlich kann man auch zusätzlich noch Gewürze in den Teig geben.

Für mich sind sie vor allem wahnsinnig praktisch, denn Linsen habe ich immer daheim. Wenn ich keine Lust habe groß zu kochen, aber auch keine Lust auf Brotzeit oder Salat, dann ist so ein Wrap eine feine Sache. Und eine ordentliche Ladung Protein bringen sie auch noch mit. Ich will bald unbedingt ausprobieren sie wie Quesadillas zu füllen, der geschmolzene Käse kann sie eigentlich nur besser machen…

Linsen-Wraps

Geschmeidige Wraps, die schnell und einfach ausgebacken sind – perfekt um herzhaft oder süß gefüllt zu werden.

Linsen-Wraps

Zutaten

für 4-5 Wraps / 2 Personen

  • 150 g rote Linsen
  • 360 g Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • optional Gewürze wie Knoblauchpulver, Hefeflocken, Cumin…

Zubereitung

  • Die roten Linsen mehrere Male gründlich abspülen. Mit dem Wasser vermischen und für mindestens 1 h stehen lassen. Die Linsen quellen dabei auf.
  • Eingeweichte Linsen zusammen mit dem Einweichwasser und Salz in einem Mixer gründlich pürieren, bis ein homogener, recht flüssiger Teig entstanden ist.
  • In einer beschichteten Pfanne ohne oder mit sehr wenig Fett ausbacken. Am besten den Teig mit dem Rücken einer Schöpfkelle mit Kreisbewegungen verstreichen, er fließt nicht so schön wie Pfannkuchenteig. Vor dem Wenden geduldig warten bis sich der Wrap von den Außenkanten her gut ablösen lässt.
  • Auf einen Teller legen und nach Belieben füllen. Falls der Wrap direkt nach dem Braten etwas hart ist (das passiert je nach Hitze) einfach 1-2 min warten, dann sollte er wunderbar weich sein und sich ohne Probleme falten und rollen lassen.
https://herbs-and-chocolate.de/2024/05/super-simple-linsen-wraps.html
16Apr/24
Spinat-Käsespätzle mit Bärlauch

Spinatspätzle mit Bärlauch und viel Käse

Neben viel Sauerteigpizza gab es in letzter Zeit häufiger selbstgemachte Käsespätzle – mein Spätzlesieb freut sich sehr, dass es so oft zum Einsatz kommen darf. Stein des Anstoßes waren die Ziegenkäse-Spätzle mit Salbei von Tanja Grandits aus ihrem Buch “Tanja Vegetarisch”, aber recht schnell hat sich die übliche Eigendynamik entwickelt und meine aktuelle Variante ist nur bei den Spätzle selbst noch nahe am Original.

Der Ziegenkäse wurde ersetzt von der Idee eine Art Käsefondue als Grundidee für die Käsesoße zu verwenden. In diesem Fall benutze ich gern Bergkäse und Gouda sowie einen Schluck Sherry (damit ich nicht extra eine Flasche Weißwein anbrechen muss). Etwas zusätzliche Zwiebel hat aber noch niemandem geschadet, also kommt die auch mit in die Pfanne. Frische Röstzwiebeln für oben drauf wären sicher auch hervorragend, aber dazu hat meine Motivation bisher nicht gereicht.

Als besonderen Bonus habe ich letztes Mal einen Teil des Spinats durch Bärlauch ersetzt. Nur zu empfehlen! Ich wohne seit meinem letzten Umzug leider etwas weiter weg von meiner liebsten Sammelstelle, aber der Ausflug hat sich definitiv gelohnt. Ansonsten schmecken die Käsespätzle aber auch nur mit Spinat, sowohl frischer als auch tiefgekühlter. Etwas Rucola statt dem Bärlauch könnte ich mir tatsächlich auch gut vorstellen, vielleicht teste ich das noch. Es wird nämlich ganz bestimmt bald wieder Käsespätzle geben.

Grüne Käsespätzle (mit Bärlauch und Spinat)

Frische Spätzle in einer cremigen Soße mit ganz viel Käse – echtes Wohlfühlessen.

Spinat-Käsespätzle mit Bärlauch

Zutaten

für 2 hungrige Personen

    Spätzle
  • 200 g Spinat (TK oder frisch, ggf. 120 g Spinat und 80 g Bärlauch)
  • 3 Eier
  • 250 g Weizenmehl 405
  • 1 gestrichener TL Salz
  • etwas geriebener Muskat
    Käsesoße
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe (falls kein Bärlauch verwendet wird)
  • 1 EL Sherry
  • 1 EL Mehl
  • 150-200 ml Milch
  • 100 g Bergkäse (gerieben oder klein geschnitten)
  • 100 g Gouda (gerieben oder klein geschnitten)
  • Salz, Pfeffer
  • geschmacksneutrales Öl

Zubereitung

  • Für die Spätzle Spinat/Bärlauch und Eier in einen Mixer geben und pürieren. Zum Mehl geben, mit Salz und Muskat würzen und zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  • Den Teig portionsweise zu Spätzle verarbeiten, z.B. durch ein Spätzlesieb in kochendes Wasser streichen. Sobald die Spätzle oben auf schwimmen (in der Regel innerhalb von 1 min) sind sie gar – abschöpfen und die nächste Portion zubereiten.
  • Für die Käsesoße Schalotten und ggf. Knoblauchzehe abziehen und hacken. In etwas Öl andünsten, gerne leicht bräunen lassen.
  • Mit Sherry ablöschen und kurz verkochen lassen, dann 100 ml Milch angießen, den Käse unterrühren und schmelzen lassen. Es kann jetzt noch leicht klumpig sein.
  • Spätzle unterrühren; die darin enthaltene Stärke sollte dafür sorgen, dass sich jetzt alles schön miteinander verbindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Bedarf noch etwas mehr Milch zugeben, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.
https://herbs-and-chocolate.de/2024/04/spinatspatzle-mit-barlauch-und-viel-kase.html
23Feb/24
Sauerteigpizza

Sauerteigpizza – der neue Wochenendfavorit

Mein Sauerteig ist aktuell wieder regelmäßig im Einsatz, um mich mit leckerem Brot zu versorgen. Aber natürlich kann er noch viel mehr als nur das! Nach dem unglaublich guten Stollen der letzten Weihnachtszeit hat sich jetzt Sauerteigpizza fast zu einem kleinen Wochenendritual entwickelt.

Das Rezept, das ursprünglich Vorbild war, stammt von Karin und Torsten von Wallygusto, aber wie so oft habe ich zahlreiche Details abgewandelt. Bei ihnen ist es ein Dinkelteig, ich bin dagegen auf Weizen umgeschwenkt, weil der Teig so noch elastischer wird. Den Vollkornanteil habe ich behalten, aber ihn auf den Sauerteig geschoben, weil mein Anstellgut ohnehin Vollkornmehl gewohnt ist und das Getreide so noch etwas Zeit zum Quellen bekommt bevor geknetet wird. Und schließlich finde ich es hilfreich am Backtag selbst den Teig erst in Kugeln aufzuteilen und diese noch 1 h auf Temperatur kommen zu lassen. Ich habe den Eindruck, dass so noch etwas mehr Luft im Teig bleibt und er sich etwas besser ausziehen lässt. Dann nur noch den Ofen vorheizen so heiß er geht und es entsteht garantiert eine köstliche Pizza.

Beim Belag bin ich sehr klassisch und schlicht unterwegs: gute Dosentomaten und guter Mozzarella sind die Basis, dazu etwas Oregano, Knoblauch (weil der einfach sein muss) und obendrauf gerne Zwiebeln und eine der tollen veganen Salami-Alternativen, die man unterdessen im Supermarkt findet. Aber es gibt natürlich unzählige weitere Möglichkeiten eine Pizza zu belegen – lasst eurer Phantasie freien Lauf! In diesem Rezept geht es primär um den wunderbaren Teig.

Sauerteigpizza

Etwas Zeiteinsatz wird belohnt mit einem köstlichen, fluffigen und knusprigen Teig – besser als in so manchem Restaurant.

Sauerteigpizza

Zutaten

für 3 kleine Pizzen/2 großzügige Portionen

    Sauerteig:
  • 15 g Anstellgut (aktiv, kürzlich aufgefrischt)
  • 100 g lauwarmes Wasser
  • 100 g Weizenvollkornmehl
    Für den Hauptteig:
  • Sauerteig
  • 230 g Weizenmehl 405
  • 105 g lauwarmes Wasser
  • 4 g Salz
  • 2 EL Olivenöl
    Belag:
  • 200 g passierte oder fein gehackte Dosentomaten (sehr gut sind z.B. die der Marke “Mutti”)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • getrockneter Oregano
  • 1/4 TL Salz
  • Pfeffer
  • 1 Kugel guter Mozarella
  • nach Belieben Champignons, Zwiebeln, Mais, Knoblauch, Veggie-Salami

Zubereitung

  • Am Vortag für den Sauerteig alle Zutaten miteinander vermengen und 2,5 h lang bei Werner Raumtemperatur ruhen lassen. (Falls das Anstellgut nicht sonderlich aktiv ist eher 6-8 h, dann wird der Geschmack der Pizza etwas säuerlicher und weniger mild sein.)
  • Für den Hauptteig alle Zutaten für ca. 7 min verkneten bis ein schön elastischer Teig entstanden ist. Für 1,5 h bei warmer Raumtemperatur gegen lassen, dabei nach 45 min einmal dehnen und falten.
  • Anschließend für 12-24 h in den Kühlschrank stellen.
  • Am Backtag den Teig dritteln (jedes Stück hat dabei gut 180 g), schonend zu Kugeln formen und diese abgedeckt bei warmer Raumtemperatur 1 h gehen lassen. Derweil dem Ofen inklusive einem Blech auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen (oder, falls möglich, gerne auch noch heißer).
  • Die Tomaten vermischen mit der gepressten Knoblauchzehe, Oregano, Salz und Pfeffer. Mozzarella in Stücke schneiden und weitere Zutaten nach Belieben vorbereiten.
  • Eine Teigkugel nach der anderen zu einem Fladen ausziehen, belegen mit Tomatensoße, Mozzarella und sonstigen Zutaten und im vorgeheizten Ofen auf dem heißen Blech ca. 8-10 min backen bis der Käse appetitlich gebräunt ist.
https://herbs-and-chocolate.de/2024/02/sauerteigpizza.html
18Jan/24
Vegane Dinkel-Pancakes

Zum Neustart: Fluffige vegane Pancakes

Gefühlt hat das Jahr gerade erst angefangen und doch ist bald schon der erste Monat wieder vorbei. Für mich fühlt es sich nach wie vor sehr nach einem Neustart an, so ganz anders als die letzten Jahre. Auf eine gute Art, aber trotzdem ungewohnt. Lassen wir es also langsam angehen, ja?

Zum Start in etwas neues, schönes und ruhiges bietet sich ein gemütliches Frühstück an. Ich hätte ein Pancake-Rezept anzubieten, in diesem Fall vegane Pancakes, die schnell zusammengerührt sind und schön fluffig werden. Nichts gegen meine saftigen Bananenwaffeln, deren Teig sich auch einwandfrei in der Pfanne ausbacken lässt, aber manchmal möchte ich eher diese ganz luftige Variante haben, die sich wie ein kleines Kissen anfühlt. Vegan hat das nie so richtig geklappt, bis ich irgendwann ein anderes Waffelrezept gesehen und spontan in Pancakes umgewandelt habe.

Statt Vollkornmehl wie im Original verwende ich helles, aber an sich dürfte die Mehlsorte und Type kaum eine Rolle spielen. Nehmt was ihr zur Hand habt und euch schmeckt. Nachdem ich kein Apfelmus da hatte, habe ich mich für geriebenen Apfel entschieden und festgestellt, dass das wunderbar funktioniert – also falls ihr nicht extra ein Glas Apfelmus oder -mark aufmachen wollt, ist das eine super Option. (Update Mai 2024: Oder ihr lasst es tatsächlich einfach weg, nach einigen Experimenten kann ich jetzt sagen, dass ich keinen merklichen Unterschied feststelle.) Damit die Konsistenz vom Teig passt, nehme ich dann weniger Milch als im Waffelrezept und fertig ist der Pancake-Teig. Dazu könnt ihr natürlich essen was auch immer ihr wollt. Favoriten von mir sind auf jeden Fall Früchte aller Art, Ahornsirup, Nuss-Nougat-Crème, Nussmus und Marmelade.

Fluffige Dinkel-Pancakes

Fluffige vegane Pancakes aus einfachen Zutaten, perfekt für ein gemütliches Sonntagsfrühstück.

Vegane Dinkel-Pancakes

Zutaten

für 2 Personen

  • 200 g Dinkelmehl 630 (alternativ höhere Type oder Vollkorn, Weizen geht auch)
  • 50 g Zucker
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • Prise Salz
  • 230 g Milch (nach Wahl)
  • optional: 30 g geriebener Apfel oder Apfelmark oder -mus
  • 1 EL neutrales Öl
  • etwas Vanilleextrakt
  • Öl zum Ausbacken

Zubereitung

  • Mehl vermischen mit Zucker, Backpulver und Salz.
  • Milch, geriebenen Apfel, Öl und Vanilleextrakt zugeben und mit einem Schneebesen zu einem homogenen Teig vermischen.
  • In einer sparsam gefetteten Pfanne ausbacken: 2-3 EL Teig in die heiße Pfanne geben. Sobald viele Bläschen zu sehen sind wenden und von der anderen Seite noch kurz anbraten, bis sie appetitlich gebräunt ist. Bei Bedarf die Hitze etwas reduzieren, sie werden recht schnell dunkel.
https://herbs-and-chocolate.de/2024/01/zum-neustart-fluffige-vegane-pancakes.html
17Dec/23
Zitronige Marzipanplätzchen mit Zimtguss

Zitronige Marzipanplätzchen mit Zimt-Glasur

Meine Weihnachtsbäckerei war dieses Jahr nicht sehr exzessiv. Es gab den Sauerteigstollen, den ich kürzlich verbloggt habe, dann Dominosteine, meine geliebten Kaffee-Schoko-Taler und schließlich Marzipanplätzchen. In Katzenform, weil das die einzigen Ausstecher sind, die ich aktuell besitze. Aber wer kann schon etwas gegen Plätzchen in süßester Katzenform haben?

Vorlage war ein Rezept für zitronige Marzipanplätzchen. Der Teig war relativ gut zu verarbeiten, es empfiehlt sich aber beim Ausrollen nicht zu sparsam mit dem Mehl zu sein. Der Zimtguss mit Rum war eine spontane Ergänzung von mir, weil ich den Teig schon zitronig genug fand und noch etwas mehr weihnachtliche Gewürze unterbringen wollte. Und ehrlich gesagt auch weil die Farbe perfekt für Katzen passt… Genauso spontan habe ich dann meine Vorräte durchgesehen und Kokosraspeln und gemahlene Mandeln gefunden, die sich sehr gut als Akzente für das “Fell” eignen. Die fertigen Plätzchen sind schön saftig und mürb mit einer starken Zitronennote – eine tolle Ergänzung auf dem Plätzchenteller und damit in gewisser Weise eine Alternative zu meinen Zitronenbusserln.

Damit wünsche ich euch schöne Feiertage, hoffentlich gute Erholung im Kreise eurer Liebsten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Lasst es euch gut gehen und passt auf euch auf.

Zitronige Marzipanplätzchen mit Zimt-Glasur

Erfrischende, vegane Mürbteigplätzchen mit weihnachtlichem Zuckerguss.

Zitronige Marzipanplätzchen mit Zimtguss

Zutaten

für ca. 2 Bleche

  • 150 g Marzipanrohmasse
  • Schale und 45 ml Saft einer kleinen Biozitrone
  • 100 g Butter
  • etwas Vanilleextrakt
  • 200 g Mehl
  • 75 g Zucker
    Guss:
  • 100 g Puderzucker
  • 1 TL Zimt
  • 1-2 EL Rum oder Zitronensaft

Zubereitung

  • Marzipanrohmasse grob reiben oder klein schneiden. Schale der Zitrone abreiben, Saft auspressen. Butter erwärmen. Alles drei zusammen mit dem Vanilleextrakt vermischen.
  • Mehl und Zucker unterkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. In Frischhaltefolie gewickelt für mindestens 30 min im Kühlschrank lagern.
  • Auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 3-5 mm Dicke ausrollen, Plätzchen ausstechen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft für 8-12 min backen, bis sie an den Kanten anfangen leicht braun zu werden. Auskühlen lassen.
  • Für den Guss Puderzucker und Zimt vermengen, dann in kleinen Portionen Rum oder Zitronensaft unterrühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Die Plätzchen damit überziehen, ggf. noch mit gemahlenen Nüssen oder Kokosraspeln bestreuen.
https://herbs-and-chocolate.de/2023/12/zitronige-marzipanplatzchen-mit-zimt-glasur.html