02May/21
Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf

Simples Wohlfühlessen: Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf

Der Sommer war gefühlt schon fast da, aber jetzt ist das Wetter doch nochmal kühl und ungemütlich geworden. Das erschwert zwar den üblichen Pandemie-Spaziergang, aber dafür ist es jetzt umso schöner sich zu Hause mit einem Buch in eine Decke zu kuscheln – man muss ja immer das Positive sehen. Und statt auf Salat habe ich ganz automatisch wieder eher Lust auf warme Eintöpfe oder etwas Leckeres aus dem Ofen. So richtig schön mit cremiger Soße und Käse überbacken.

Genau dieses Gelüst befriedigt das heutige Rezept. Die Spitzkohl-Saison fängt gerade langsam an und der hellgrüne Geselle überrascht mich immer wieder damit wie viel Eigengeschmack er mitbringt. Dieser Auflauf war eigentlich nur eine Resteverwertung und ist von den Bestandteilen her nicht gerade experimentell, aber ich war heilfroh, dass ich die Zutaten unterwegs sicherheitshalber mitgeschrieben hatte. Die Kombination aus Kartoffeln und Spitzkohl mit etwas Paprikapulver, Senf und Käse ist schlicht und dabei richtig gut. Eine schöne, bodenständige Abwechslung zu den diversen Ottolenghi-Style und asiatischen Rezepten, die ich in letzter Zeit koche. Unaufgeregt und optisch nicht gerade ein Highlight, aber die inneren Werte überzeugen auf jeden Fall. Gerade an einem kühlen Regentag.

Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf

Schlicht und einfach gut: der aromatische Spitzkohl zusammen mit einer guten Portion Käse machen den Großteil der Arbeit.

Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf

Zutaten

für 2 Portionen

  • 450 g Kartoffeln
  • 1 große oder 2 kleine violette Zwiebeln
  • 400 g Spitzkohl
  • 1 Ei
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • knapp 300 ml Milch
  • Prise geräuchertes Paprikapulver
  • 2 TL gehackte Petersilie (bei TK nur 1 TL)
  • 75 g + 25 g Gouda
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln ca. 25-35 min lang (je nach Größe) gar kochen, dann abgießen, pellen und in Scheiben schneiden.
  2. Die Zwiebeln abziehen und grob hacken. Spitzkohl putzen, Strunk entfernen und in kurze Streifen schneiden. Das Gemüse zusammen etwa 10 min in Butter anbraten bis der Kohl zusammengefallen und leicht gebräunt ist. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.
  3. Das Ei mit dem Senf in einen Messbecher geben und mit Milch auf 300 ml auffüllen. Gründlich verquirlen, dann würzen mit Paprikapulver, Petersilie, 75 g Gouda und etwas Salz.
  4. Das Gemüse in eine Auflaufform geben, mit der Milchmischung übergießen, mit den restlichen 25 g Gouda bestreuen und 35 min lang bei 200°C Umluft backen. Gegen Ende eventuell noch die Grillfunktion zuschalten, für eine extra knusprige Käsekruste.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/05/kartoffel-spitzkohl-auflauf.html
13Apr/21
Bärlauch-Dinkelknoten

Bärlauch-Dinkelknoten – herzhafte Semmeln zum Belegen oder pur Naschen

Die letzte Zeit hatte ich nicht viel Kopf für den Blog, zu viel war los im realen Leben. Aber jetzt hat mich ein kleines grünes Kraut aus dem Blogschlaf erweckt: Bärlauch. Er springt einen ja auch förmlich an, wenn man – wie spätestens seit einem Jahr so oft – mal wieder spazieren geht und plötzlich in einer Wolke Knoblauchgeruch steht. (Bevor ihr dann begeistert draus los sammelt würde ich euch nur bitten erst nachzuschlagen, worauf ihr achten müsst, damit ihr nicht aus Versehen giftige Maiglöckchen oder Herbstzeitlose erwischt.)

Ich habe kürzlich über mundraub.org eine neue Bärlauch-Ansammlungen ganz in meiner Nähe entdeckt. Und jetzt schon gründlich ausgenutzt, denn die Saison ist kurz! Nach fleißigem Ernten und diversen verschiedenen Rezepten wollte ich mal etwas mit Bärlauch backen, aber hatte keine Lust auf den “klassischen” Weg mit Pesto, dass zwischen Teigstücke gestrichen wird. Stattdessen schwebte mir eher etwas Richtung Pizzaknoten vor, schön herzhaft-würzig und ein Gebäck, dass sowohl pur als auch mit Belag gut schmeckt. Und das wurde es dann auch, in einer veganen Variante und mit einer hübschen, dezenten Grünfärbung.

Grundlage für den Teig war ganz grob mein Focaccia-Rezept. Allerdings mit etwas weniger Flüssigkeit und Dinkelmehl statt Weizen. Dazu kam der Bärlauch, Hefeflocken für ein schön würzig-käsiges Aroma und auch noch etwas Senf, inspiriert von einem Bärlauch-Scones-Rezept, dass Christina auf feines Gemüse gerade frisch gepostet hatte. Das Ergebnis ist richtig gut – als Grundlage für Käse, Guacamole, Frischkäse, tomatigen Aufstrich oder auch schlicht und einfach pur. Das nächste Picknick kann kommen!

Bärlauch-Dinkelknoten

Locker-würzige Dinkelsemmeln mit püriertem Bärlauch, perfekt mit herzhaftem Belag oder einfach pur.

Bärlauch-Dinkelknoten

Zutaten

10 kleine Semmelchen

  • Achtung: Lange Gare im Kühlschrank über ca. 24 h.
    Teig:
  • 50 g Bärlauch
  • 165 g Wasser
  • 300 g Dinkelmehl 1050
  • 2,5 EL Hefeflocken
  • 5 g Salz
  • 0,5 g (1/4 TL) Trockenhefe
  • 20 g Olivenöl
  • 1 EL körniger Senf
    Zum Bestreuen
  • Olivenöl
  • Fleur de Sel
  • Sesam

Zubereitung

  1. Am Vortag den Bärlauch zusammen mit dem Wasser pürieren. Mit den restlichen Zutaten zu einem weichen Teig verkneten. Er wird zu diesem Zeitpunkt noch leicht kleben, aber das ist in Ordnung.
  2. Den Teig an einem warmen Ort 80 min lang gehen lassen, dabei alle 20 min falten (also den Teig mit feuchten Fingern von vier Seiten her nach innen klappen). Gegen Ende sollte er jetzt nicht mehr kleben.
  3. Für ca. 24 h abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Am Backtag den Teig in 10 Teile aufteilen. Jedes Stück zu einer dünnen Wurst ausrollen, einen Knoten formen und die Enden unten drunter stecken. Auf ein Blech setzen und nochmal 1 h gehen lassen. Derweil den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Die Teiglinge mit Olivenöl bestreichen und mit Fleur de Sel und Sesam bestreuen. 20 min backen, bis die Semmeln leicht gebräunt sind.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/04/barlauch-dinkel-brotchen-vegan.html
14Mar/21
Udon-Nudeln mit Rotkohl und Blumenkohl

Gebratene Udon-Nudeln mit Rotkohl und Blumenkohl

Seit zwei Wochen arbeite ich jetzt im neuen Job. Naturgemäß ist vieles anders, als ich es gewohnt war – die Leute, die Strukturen, teils auch die Inhalte. Es gibt viel zu erfragen und zu lernen und gerade nachdem ich zuvor sechs Wochen frei hatte, muss sich erst ein neuer Rhythmus einpendeln. Das ist spannend und macht Spaß, aber kostet natürlich auch einiges an Energie. In der Küche konzentriere ich mich deshalb jetzt oft auf altbewährte Feierabendküche, freue mich im Zweifelsfall über die noch eingefrorene Bolognesesoße und verlege größere Kochaktionen eher aufs Wochenende.

Dieses Rezept mit Udon-Nudeln funktioniert tatsächlich für beide Fälle, sowohl als schnelles Werktag-Abendessen wie auch als zelebriertes Sonntagsgericht. Es stammt (wie schon der Kuchen im letzten Post) aus dem Buch “Asien vegetarisch” von Meera Sodha. Im Grunde werden Rotkohl und Blumenkohl im Ofen gebacken und dann kurz in der Pfanne vermischt mit angebratenen Frühlingszwiebeln, Udon-Nudeln und Gewürzen. Mit fertig gekauften Nudeln ist das sehr fix gemacht, aber wenn ihr etwas mehr Zeit und Aufwand investieren wollt, sind selbstgemachte nochmal ein gutes Stück besser. Die dicken japanischen Weizennudeln haben eine etwas festere, fast schon leicht zähe Konsistenz, die ich sehr liebe.

Ich habe mich für die selbstgemachten Udon an einem Rezept von Julia von Chestnut & Sage orientiert und ich muss mir einen Satz aus ihrem Blogartikel klauen, der auch perfekt auf mein Rezept hier zutrifft: “Ein Gericht, das so zufrieden macht, wie es eben nur eine Schale voll dampfender Nudeln vermag”. Das Gemüse kommt toll zur Geltung, Wärme und Frische sind schön ausbalanciert und dazu kommt das besondere Mundgefühl der Nudeln. Schlicht und einfach köstlich, ein Satt- und Glücklichmacher. Falls ihr übrigens keine Fans von eingelegtem Ingwer seid, würde ich empfehlen stattdessen noch etwas mehr Limetten- oder Zitronensaft über das fertige Gericht zu träufeln.

Udon-Nudeln mit Rotkohl und Blumenkohl

Die dicken japanischen Weizennudeln werden mit im Ofen gebackenen Gemüse zu einem frischen und schnell gemachten Pfannengericht kombiniert.

Udon-Nudeln mit Rotkohl und Blumenkohl

Zutaten

2-3 Portionen

    Udon-Nudeln:
  • 250 g Weizenmehl 405
  • 12 g Salz
  • 120 g Wasser
    Pfannengericht:
  • 500 g Rotkohl (ein halber sehr kleiner)
  • 500 g Blumenkohl
  • 2 + 2 EL helle Sojasoße
  • Udon-Nudeln von oben oder 400 g frische Udon-Nudeln
  • 8 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Currypulver
  • 2 EL Mirin oder trockener Sherry
  • 2 EL Limettensaft oder Zitronensaft
  • Rapsöl
    zum Servieren
  • japanischer eingelegter Ingwer
  • Sesam

Zubereitung

  1. Für die selbstgemachten Nudeln Mehl, Salz und Wasser 10 min lang geduldig verkneten, bis ein homogener, fester und elastischer Teig entsteht, der keinesfalls klebt. Abgedeckt für 1 h ruhen lassen.
  2. Den Teig in eine Plastiktüte geben und 5 min lang darauf herumtreten. Dieses sehr intensive Kneten sorgt mit für die interessante Konsistenz der Nudeln später.
  3. Danach auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf 2 mm Dicke ausrollen. Nochmal mit Mehl bestäuben, die Teigfläche zickzackartig zusammenfalten und in 2 mm dicke Streifen schneiden. Nicht dicker, die Nudeln quellen beim Kochen noch auf.
  4. Die Nudeln auseinander fieseln, in kochendes Wasser geben. Nach 6 min abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, dabei wird auch die äußere Schicht Stärke abgewaschen. Bereit stellen für später.
  5. Für das Pfannengericht den Rotkohl waschen und in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Den Blumenkohl in Röschen teilen. Beides auf jeweils einem Backblech ausbreiten, dann 2 EL Rapsöl mit 2 EL heller Sojasoße vermischen und das Gemüse damit beträufeln.
  6. Im Ofen bei 230°C Umluft für 15 min rösten, bis der Blumenkohl weich ist und schön gebräunte Stellen hat. Ihn aus dem Ofen nehmen, den Rotkohl nochmal 20 min länger im Ofen lassen, bis auch er an den Rändern gebräunt ist.
  7. Die Frühlingszwiebeln putzen und diagonal in 4 cm lange Stücke schneiden. Den Knoblauch abziehen und zerdrücken oder fein hacken. Beides in einer Pfanne mit etwas Öl für 2-3 min braten.
  8. Die Udon-Nudeln mit in die Pfanne geben und mit dem Öl vermischen. Currypulver und Mirin unterrühren, dann Rotkohl und Blumenkohl zugeben und 2 min braten, bis alles warm ist und die Nudeln etwas Farbe annehmen. Die restlichen 2 EL helle Sojasoße und den Limettensaft untermischen.
  9. Servieren mit eingelegtem Ingwer und Sesam.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/03/udon-nudeln-rotkohl-blumenkohl.html
26Feb/21
Veganer Nuss-Apfelkuchen

Apfelkuchen mit Nussmus und Tonka-Bohne – Winter-Version eines Kuchens

Und da ist der Februar auch schon wieder vorbei. Gefühlt habe ich nur einmal geblinzelt und gleichzeitig ist wahnsinnig viel passiert in den letzten vier Wochen – unter anderem habe ich mir einen seit Jahren gehegten Wunsch erfüllt und bin sehr, sehr glücklich darüber. Allzu viel Lust auf Fotografieren und Bloggen hatte ich nicht, aber gekocht und gebacken habe ich viel und einige der besonders guten Rezepte werde ich sicher in der nächsten Zeit nochmal kochen und euch vorstellen.

Jetzt gibt es erst mal einen Kuchen, bei dem ich mir viel künstlerische Freiheit genommen habe. Im Grunde habe ich den Dinkelkuchen mit Pflaumen und Ingwer aus dem Buch “Asien vegetarisch” von Meera Sodha nachbacken wollen. Aber mit Äpfeln statt Pflaumen, weil die gerade nun ja wirklich keine Saison haben. Statt Sonnenblumenkernmus habe ich gemischtes Nussmus von einer lieben Freundin verwendet und den Ingwer habe ich ersetzt durch Tonka-Bohne. Insgesamt wird der Geschmack mit diesen Abwandlungen also in eine deutlich andere Richtung gehen als im Original.

Der Grundteig an sich ist aber – wenn man vom anderen Nussmus absieht – gleich geblieben und der ist richtig gut. Wunderbar saftig, aber nicht klätschig und herrlich nussig. Was für eine geniale Idee statt Öl oder Butter einfach Nussmus zu verwenden! Auch mit meinen persönlichen Abwandlungen bin ich sehr zufrieden, die Tonkabohne passt ausgezeichnet zu dem sehr nussigen Teig und der Apfel sorgt für eine leicht säuerlich-frische Note. In Summe großartig und ein Kuchen, den ich jederzeit gerne wieder essen möchte. Im Sommer wird es ihn bestimmt auch mal im Original mit Pflaumen und Ingwer geben, aber meine Winter-Variante muss sich ganz absolut nicht verstecken.

Apfelkuchen mit Nussmus und Tonka-Bohne

Ein herrlich saftiger und extra nussiger Apfelkuchen, der auch lauwarm gegessen werden kann.

Veganer Nuss-Apfelkuchen

Zutaten

für eine kleine 18 cm Springform

  • 2 EL gemahlene Leinsamen
  • 6 EL Wasser
  • 1 kleiner säuerlicher Apfel
  • 120 g gemischtes Nussmus
  • 80 g brauner Zucker
  • 80 g Apfelmus
  • 1/4 TL Vanillepaste
  • 1/4 TL geriebene Tonka-Bohne
  • 100 g Dinkelmehl (bei mir Type 630 und 1050 gemischt)
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • Prise Salz
  • 1 EL brauner Zucker

Zubereitung

  1. Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Die Springform fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
  2. Leinsamen vermischen mit dem Wasser und bereit stellen. Den Apfel waschen, entkernen, in Spalten schneiden und ebenfalls bereit stellen.
  3. Nussmus vermischen mit Zucker, Apfelmus, Vanillepaste und der geriebenen Tonkabohne. Mehl, Mandeln, Backpulver, Natron und die Prise Salz zugeben und kurz verrühren, bis alles gerade so vermischt ist, dann die gequollenen Leinsamen unterziehen.
  4. Den Teig in die Springform füllen und glatt streichen. Die Apfelspalten darauf anordnen und mit 1 EL Zucker bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen für ca. 45 min backen, bis der Kuchen goldbraun ist und ein in die Mitte hineingestecktes Holzstäbchen sauber wieder herauskommt.
  6. Darf auch gerne lauwarm serviert werden.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/02/apfelkuchen-nussmus-tonka.html
28Jan/21
Blumenkohl-Puffer mit Joghurt

Orientalische Blumenkohl-Puffer aus dem Buch “Palästina”

Das Rezept hier habe ich euch schon angeteastert, als ich das Kochbuch “Falastin” vorgestellt habe. Die optisch so unscheinbaren Puffer gab es bei mir jetzt schon diverse Male und immer wieder waren sowohl mein Mann als auch ich wieder überrascht, wie lecker sie sind. Sie schmecken pur oder mit Joghurt-Dip oder Hummus, warm oder auf Raumtemperatur, mit Brot oder Salat oder zu Kartoffelspalten, als Vorspeise, Snack oder als simples Hauptgericht. Sprich sie können so ziemlich alles sein was ihr wollt und als Bonuspunkt machen sie auch noch wenig Arbeit.

Im Original wird frischer Blumenkohl verwendet, der als erstes blanchiert wird. Ich spare mir das und verwende tiefgekühlten. Damit muss man wirklich nur den gewürzten Teig anrühren, ein bisschen Gemüse schnippeln und die Puffer ausbraten. Wenn ihr Elan und Zeit habt, könnt ihr einen Minz-Joghurt dazu reichen, oder ihr nehmt einfach Naturjoghurt oder schlicht einen Spritzer Zitrone. Ein sehr dankbares Rezept, das schon in mein Standard-Repertoire gewandert ist.

Mit dem Wort “Puffer” hadere ich übrigens noch. Aber wie nennt man sie sonst auf Deutsch? Im englischen Original sind es “fritters”, das gefällt mir gut. Die deutschen “Bratlinge” wären eine sehr nahe Übersetzung, klingen in meinen Ohren aber ziemlich angestaubt und unattraktiv. “Pflanzerl” sind da schon sympathischer, aber doch ein sehr regionaler Ausdruck und außerdem denke ich da automatisch an Hackfleisch. Für den Moment bleibe ich also bei den “Puffern” – alternative Ideen sind willkommen! Vielleicht habt ihr das Buch auch auf Deutsch und könnt nachschlagen, wie die Übersetzer damit umgegangen sind? Aber wie auch immer sie heißen sollen, eigentlich kommt es ja auf den Geschmack an und ich verspreche, der wird euch überzeugen.

Blumenkohl-Puffer mit Cumin

Optisch unscheinbar bringen diese Puffer ordentlich Geschmack mit und machen sich super als Vorspeise, Snack oder auch zum satt essen.

Blumenkohl-Puffer mit Joghurt

Zutaten

für 10 Stück / ca. 2-3 Portionen

  • 300 g TK-Blumenkohl
  • 120 g Mehl
  • 1,5 TL Cumin
  • 0,75 TL Zimt
  • 0,5 TL Kurkuma
  • 0,5 TL Backpulver
  • 1,25 TL Salz
  • Pfeffer
  • 20 g gehackte Petersilie
  • 1-2 Zwiebeln (ca. 100 g)
  • 2 Eier
  • 40-80 ml Wasser
  • Olivenöl
    Minz-Joghurt (optional):
  • 250 g Joghurt
  • 6 gehackte Blättchen Minze
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 0,5 TL Salz

Zubereitung

  1. Den Blumenkohl auftauen lassen. Falls ihr stattdessen frischen verwendet, kocht die Röschen für 4 Minuten in Salzwasser, damit sie gar sind.
  2. Mehl vermischen mit den Gewürzen, Backpulver, Salz, einer großzügigen Ladung Pfeffer und der Petersilie. Die Zwiebeln abziehen, fein hacken und ebenfalls zugeben.
  3. Die Eier in die Mehlmischung aufschlagen und mit einem Löffel anfangen sie in das Mehl einzurühren. Nach und nach Wasser zugeben, je nach Größe der Eier braucht ihr 3-8 EL, bis ein leicht flüssiger, aber noch sehr zäher Teig entsteht.
  4. Den aufgetauten Blumenkohl grob hacken bzw. zerdrücken, die Stücke dürfen gern um 1 cm groß sein. Unter den angerührten Teig mischen.
  5. In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen und den Teig darin zu ca. 8-10 Puffern ausbraten, jeweils ca. 2,5 min pro Seite. Sofort heiß oder später auf Raumtemperatur servieren.
  6. Für den Joghurt alle Zutaten vermischen. Alternativ schlicht Naturjoghurt oder nur ein paar Spritzer Zitronensaft zu den Puffern reichen.
https://herbs-and-chocolate.de/2021/01/orientalische-blumenkohl-puffer-palastina.html