11Apr/14

Pasta mit grünem Spargel

Spargel ist toll, da braucht es gar nicht viel dazu. In diesem Fall nur Schmand, Zitrone, ein wenig selbst gezogener Rucola und dazu Nudeln. Übrigens ist mir bei der Zubereitung von diesem Gericht klar geworden, dass meine gerade erst neu gekaufte Keramikpfanne dabei ist kaputt zu gehen… :/ Geschmeckt hat es trotzdem.

Pasta mit grünem Spargel

Pasta mit grünem Spargel

Zutaten

für 2 Personen

  • 200 g Nudeln
  • 500 g grünen Spargel
  • 1/2 Zwiebel
  • 3 EL Schmand
  • 1/4 Bio-Zitrone (wir brauchen auch die Schale)
  • eine Handvoll Rucola
  • Salz, Pfeffer
  • Rapsöl
  • optional: frisch geriebener Parmesan oder Fleur de Sel

Zubereitung

  1. Spargel putzen, ggf. teilweise schälen (bei grünem Spargel muss das längst nicht immer sein) und anschließend garen. Ihr könnt ihn entweder mit einem Dünsteinsatz oder direkt in Wasser kochen, oder ihr macht es wie ich in der Mikrowelle: den Spargel in eine Form mit Deckel geben, je eine Prise Salz und Zucker darüber streuen und etwas Wasser (ca. 100 ml) hineingeben, sodass der Boden der Form gut bedeckt ist. Dann bei 900 Watt ca. 9 min in die Mikrowelle, bis der Spargel gerade weich, aber nicht labbrig ist. Ich liebe diese Methode! Durch das wenige Wasser geht wenig Geschmack verloren und praktisch finde ich sie auch. Aber egal wie ihr den Spargel gart: fangt beim Abgießen ca. 80 ml Spargelsud auf.
  2. Spargelstangen in ca. 4 cm lange Stücke schneiden, Zwiebel abziehen und hacken und beides in Öl anbraten.
  3. Mit dem Spargelsud ablöschen, Schmand unterrühren. Mit etwas Abrieb der Zitronenschale, ein gepresstem Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Rucola grob zerkleinern und untermischen.
  4. Mit den gekochten Nudeln anrichten. Wer will kann ein bisschen frisch geriebenen Parmesan darüber streuen oder alternativ etwas Fleur de Sel.
https://herbs-and-chocolate.de/2014/04/pasta-mit-grunem-sparge.html

09Apr/14

Thai-Curry zum zweiten – Pilze, Paprika und Brokkoli

Nachdem mein erster Curry-Versuch so erfolgreich war, hab ich mich wieder daran gewagt – diesmal kam das Gemüse rein, das eben noch im Kühlschrank war, ergänzt durch tiefgefrorenen Brokkoli. Zwar konnte ich mir Paprika und Champignons in Kombination mit der Kokosmilch vorher nicht so wirklich gut vorstellen, aber das war bei der Kombination aus Süßkartoffel und Bohnen erst mal genauso. Und ich habe so oft gelesen, dass man in ein Curry alles an Gemüse packen kann, was gerade da ist, dass ich das auch ausprobieren wollte.

Und siehe da: es schmeckt richtig gut! :) Meinen Freund konnte ich damit nun auch von Currys überzeugen, die Süßkartoffeln waren nicht so sein Fall. Ich fand die Süßkartoffel-Variante dagegen fast besser, aber super lecker sind beide. Vegan auch, nebenbei, und fix gemacht. Also: Gemüsereste-Curry ist sehr empfehlenswert!

Thai-Curry gelb-grün

für 2 Personen
100 g Basmatireis
1/2 gelbe Paprika
200 g Champignons
200 g Brokkoliröschen (TK)
1 Zwiebel
200 ml ungesüßte Kokosmilch
100 ml Wasser
2 TL grüne Currypaste
ein wenig Tomatenmark
Salz
Rapsöl
  1. Brokkoli auftauen, Paprika und Pilze putzen und alles drei in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und in Halbringe schneiden.
  2. Reis aufsetzen.
  3. Öl erhitzen, Currypaste einrühren und kurz braten lassen. Gemüse dazu geben und weiter braten, bis es etwas Farbe bekommen hat.
  4. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen und ca. 5 min offen köcheln lassen. Wenn ihr es eher flüssig wollt, dann könnt ihr auch zeitweise einen Deckel drauf tun.
  5. Abschmecken mit Salz und ein wenig Tomatenmark. Wenn ihr es intensiver mögt könnt ihr noch mit Currypaste, -pulver oder Paprikapulver nachhelfen.
  6. Reis abgießen und alles anrichten.
08Apr/14

Nussmilch selbst gemacht (und Verwertung der Reste)

Nussmilch zu kaufen ist teuer und selber machen ist sowieso viel spannender. Letzthin hab ich mir ja einen Mixer gekauft, einen von Braun für etwa 60 Euro. Das ist natürlich kein Hochleistungsgerät, aber ich wollte trotzdem den Versuch wagen wie gut er sich schlägt. Spoiler: es funktioniert einwandfrei ;)

Haselnuss-“Milch”

für 0,5 l
50 g Haselnüsse
0,2 + 0,5 l Wasser
Prise Salz
ca. 1/2 TL Zucker (nach Geschmack)
Gerätschaftn:
Mixer
feines Wäschenetz (z.B. von DM)
Gefäß (bei mir war es ein simpler Messbecher)
  1. Haselnüsse ca. 2 h lang in Wasser einweichen, dann abgießen. Die Einweichzeit hängt von der Nusssorte ab – bei Mandeln sollten es beispielsweise eher 6-8 h sein.
  2. Die Nüsse zusammen mit 0,5 l frischem Wasser in den Mixer geben und so lange mixen, bis die Nusspartikel ganz, ganz klein sind. Ich habe das in zwei Anläufen gemacht, erst eine Weile mixen lassen, dann einige Minuten stehen lassen, und dann nochmal gemixt. Vermutlich hätte es die Pause aber gar nicht gebraucht. Achtet ein bisschen darauf wie warm euer Mixer und euer Nussgemisch wird – ein allzu warmer Mixer ist kein gutes Zeichen ;)
  3. Den Inhalt des Mixers durch das Wäschenetz in euer Gefäß gießen, dabei bleiben die Nussteilchen im Netz zurück. Deshalb muss es ein feines sein – meines ist von DM, die gibt es dort günstig im 2er-Pack. Das Netz samt Inhalt zusammendrehen und sehr gründlich alles an Flüssigkeit rauspressen was geht. Jetzt habt ihr eure Nussmilch im Gefäß und den Nusstrester im Wäschenetz.
  4. Nussmilch abschmecken mit etwas Salz und Zucker oder anderem Süßungsmittel.

Es war erstaunlich simpel. Mein Mixer hat sich wacker geschlagen und die übrigen “gemahlenen” Nüsse sind wirklich fein. Die Milch schmeckt leicht nach Haselnuss, ist nicht zu wässrig und natürlich, nachdem ich den Zucker selbst dosiert habe, nicht zu süß. Sie hat auch gar nicht diese strohige Geschmacksnote, die ich bei gekauften Pflanzenmilchsorten bisher immer mit drin hatte. Hat also wunderbar geklappt :)

Resteverwertung: Pizza mit Haselnussaroma

Nachdem der Trester viel zu schade zum wegwerfen ist, hab ich ihn zum Backen verwendet. In der Regel wird man Haselnüsse eher in Kekse oder Kuchen packen, aber bei mir war es Pizza. Weil ich wollte eh Pizza machen. Also warum nicht mit Haselnüssen im Teig? ;) Mein Pizza-Grundrezept findet ihr hier. Ich hab einfach den Nusstrester gewogen und entsprechend weniger normales Weizenmehl genommen. Grünen Spargel als Belag hat mir das Kaufland leider nicht gegönnt, also gab es Spinat, Champignons und Zwiebel. Die Tomatensoße hab ich mit Thymian und zerquetschtem Knoblauch gewürzt und obendrauf kam Käse.

Die Haselnüsse hat man nur ganz dezent heraus geschmeckt, eigentlich nur wenn man wusste, dass sie drin sind – auf die Menge Mehl hätten es mehr sein müssen. Und vielleicht nicht Tomatensoße, sondern eher etwas sahneartiges, aber die passierten Tomaten wollten dezimiert werden. Und man hätte noch gehackte Haselnüsse drüber streuen können, aber dafür war ich zu ich zu hungrig, es war schon sehr spät. Trotzdem, diese Art der Nusstresterverwertung hat Potential!

 

31Mar/14
Bärlauch-Pesto

Saisonal: Bärlauch-Pesto

Ich kann mich dem Bärlauch-Hype doch nicht verschließen… Deshalb hab ich heute Bärlauch-Pesto gemacht, inspiriert von diesem Rezept. Mein Bärlauch war ganz schön scharf, dementsprechend hat es auch das Pesto in sich, aber es ist trotzdem ausgesprochen lecker! Vorrausgesetzt man mag Knoblauch ;) Ich hab es in drei Portionen aufgeteilt, zwei wurden eingefroren und eine steht im Kühlschrank, die wird vorraussichtlich Donnerstag vernichtet. Über Gnocchi und Bohnen vielleicht, mal sehen.

 

Bärlauch-Pesto

Giftgrün und voller Geschmack.

Bärlauch-Pesto

Zutaten

  • 100 g frischer Bärlauch
  • 45 g Cashewkerne
  • 1,5 EL Sonnenblumenkerne
  • 50 ml Olivenöl
  • 50 ml Wasser
  • ein klein wenig Gemüsebrühenpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Bärlauch waschen, etwas zerkleinern und in eine Schüssel oder einen Mixer geben. Ich hab die Stiele mitverwendet.
  2. Cashewkerne und Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett ganz leicht anrösten und zum Bärlauch geben.
  3. Olivenöl, Wasser, Gemüsebrühenpulver, Salz und Zitronensaft dazu. Nehmt lieber erst mal weniger, nachwürzen könnt ihr ja ohne Probleme noch. Der Gemüsebrühenanteil sorgt für einen herzhafteren Geschmack (für den man dann kein Hefeextrakt und keinen Käse braucht) und macht das Ganze nicht gar so fettig, wie wenn man nur Olivenöl nehmen würde.
  4. Alles mixen bzw. mit einem Pürierstab pürieren bis zur gewünschten Konsistenz und nochmal abschmecken.
https://herbs-and-chocolate.de/2014/03/saisonal-barlauch-pesto.html

30Mar/14

Zwei erste Male: Süßkartoffeln und Curry

Das erste Mal hat einfach einen besonderen Charme. Heute hatte ich gleich zwei davon: zum ersten Mal hab ich selbst Süßkartoffeln verarbeitet und zum ersten Mal selbst Curry gekocht. Veganes Curry sogar, weil ich Kokosmilch verwendet hab.

Das Einkaufen war nicht ganz trivial. Ich hatte schon fleißig die ganze Gemüseabteilung vom großen Kaufland durchkämmt auf der Suche nach einer schönen, dicken Süßkartoffel. Schließlich hab ich doch mal nachgefragt, ob sie denn sowas verkaufen. Gesagt wurde mir “ja” und gezeigt wurde mir – ein Sack Kartoffeln. Es stand “Gourmet-Kartoffeln” drauf und farblich sahen sie tatsächlich so ähnlich aus wie Süßkartoffeln, leicht rosafarben. Aber nirgendwo stand was von Süßkartoffeln. Ich kannte die bisher nur deutlich größer und anders geformt, diese Kartoffeln waren recht klein und schön rund, sehr hübsche, normale Kartoffeln. Außerdem war es ein 2,5 kg Sack und ich habe gerade mal eine einzige, 500 g schwere Süßkartoffel gebraucht.

Suesskartoffel
Meine Süßkartoffel. War sie nicht hübsch? :)

Langer Rede kurzer Sinn: ich bin dann noch zu einem anderen Laden, von dem ich wusste, dass sie Süßkartoffeln haben. Der eher kleine Lidl direkt bei mir ums Eck. Schon etwas merkwürdig, dass die was haben, was der Kaufland nicht hat… Egal, das heutige Abendessen war gerettet.

Süßkartoffel-Bohnen-Curry

Suesskartoffel-Bohnen-Curry

 für 2 Personen

125 g Basmatireis
1 große Süßkartoffel (ca. 500 g)
250 g Bohnen (TK)
1/2 Stange Lauch
200 ml ungesüßte Kokosmilch
200 ml Wasser
2 TL grüne Currypaste
Currypulver, Paprikapulver edelsüß, Tomatenmark
Salz
Rapsöl

  1. Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden. Achtung, die sind ziemlich hart, ich musste ganz schön arbeiten. Lauch putzen und in Ringe schneiden. Bohnen auftauen.
  2. Reis aufsetzen.
  3. Öl erhitzen, Currypaste einrühren und kurz braten lassen. Gemüse dazu geben und weiter braten, bis es etwas Farbe bekommen hat.
  4. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen, Deckel drauf und ca. 5 min köcheln lassen. Ggf. Deckel zwischendurch abnehmen, je nachdem wie wässrig es noch ist.
  5. Abschmecken mit Salz, etwas Curry- und Paprikapulver und ein wenig Tomatenmark.
  6. Reis abgießen und alles anrichten.
Mein Fazit: Curry ist einfach und lecker und mir fallen tausende Variationsmöglichkeiten ein. OK, vielleicht nicht ganz tausend, aber sehr viele auf jeden Fall ;) Die Süßkartoffeln schmecken mir auch gut und die Kokosmilch hat ebenfalls sehr gut gepasst. Das hat mich ein bisschen überrascht, weil ich eigentlich weder den süßlichen Geschmack von gekochten Karotten mag noch Kokos in herzhaften Gerichten – aber es war einfach stimmig. Sowas in der Art wird es sicherlich wieder geben :) Achja: ich hatte 1,5 TL Currypaste verwendet und das fertige Gericht war überhaupt nicht scharf, deshalb habe ich gleich 2 TL ins Rezept geschrieben. Aber das hängt sicher ohnehin sehr von der Marke eurer Currypaste ab.