Gyoza, Jiaozi oder doch Mandu? Gedämpfte Teigtaschen
Momentan bin ich aus unerfindlichen Gründen auf dem Stäbchentrip. Mehrmals die Woche muss es irgendwas geben, was man mit Stäbchen essen kann. Vielleicht habe ich die letzte Zeit doch etwas zu viele Videos über die koreanische und japanische (Ess-)Kultur gesehen?
Ich habe das Glück, dass mir meine Eltern schon als kleines Kind Essstäbchen in die Hand gedrückt haben. Sie wurden an einem Ende mit einem Gummi zusammengehalten, ein eingerolltes Stück Papier diente als Abstandshalter und fertig war ein kindgerechtes Zangen-Stäbchen-Irgendwas mit dem ich zu üben konnte. Es gibt sogar ein Bild von mir im Kleinkindalter, wo ich je ein Stäbchen in jeder Hand halte – ich schätze aber, die Nahrungsaufnahme war auf die Weise nicht allzu erfolgreich. Wie dem auch sei, heute kann ich halbwegs ordentlich mit Stäbchen umgehen und es macht mir Spaß, auch wenn mit Soße vermengter Reis manchmal doch noch recht mühsam ist.
Ziemlich einfach mit Stäbchen zu essen sind dagegen Teigtaschen. Ich habe mir letzthin einen kleinen Bambus-Dämpfeinsatz zugelegt und mich zum ersten Mal an japanischen Gyoza versucht. Oder chinesischen Jiaozi, oder koreanischen Mandus, wo genau die Unterschiede liegen weiß ich leider nicht. Mein Vorbild waren auf jeden Fall eher japanische Rezepte, wie z.B. das von Ylva. Allerdings habe ich die Teigtaschen nur gedämpft statt sie zu braten, was glaube ich für Gyoza eher untypisch ist – aber über den Namen wollen wir nicht streiten. Mine Variante hier fand ich auf jeden Fall so gut, dass ich sie gleich an zwei Tagen in Folge gekocht habe. Und mit Stäbchen gegessen, natürlich ;)
Zutaten
für ca. 12 Dumplings/1 volle Mahlzeit:
- 100 g Weizenmehl 405
- 50 g Wasser
- 1/3 TL Salz
- 60 g Spitzkohl oder Chinakohl
- 60 g Karotte
- 60 g braune Champignons
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 1 sonnenblumenkerngroßes Stück frischer Ingwer
- 1/2 EL Sojasoße
- 1/4 TL Sesamöl (das dunkle, geröstete)
- 1/2 TL Salz
- 1 EL Sojasoße
- 1 EL Reisessig (oder anderer heller, eher milder Essig)
- evtl. Sesam und frischer Schnittlauch zum Bestreuen
Zubereitung
- Für den Teig alle Zutaten gründlich verkneten, bis ein sehr geschmeidiger Teig entsteht. Das dauert mindestens 5 min, vermutlich eher 10 min. Zu einer Kugel formen, abdecken und 30-60 min lang ruhen lassen.
- Derweil alle Zutaten für die Füllung sehr fein hacken, ggf. mit einer Reibe oder einer Küchenmaschine. Sojasoße, Sesamöl und Salz untermischen.
- Den Teig in 12 (oder 14) gleichgroße Teile teilen. Jeden Teil zu einem Kreis mit ca. 8 cm Durchmesser ausrollen. (Alternativ den ganzen Teig auf ca. 2 mm Dicke ausrollen und die Kreise mit einem Glas oder ähnlichem ausstechen.) Auf jeden Teigkreis ca. 1 TL Füllung geben und die Teigtasche formen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, in diesem kurzen Video wird eine einfache gezeigt.
- Die Teigtaschen 15 min lang dämpfen. Wenn ihr einen Bambusdämpfeinsatz verwendet könnt ihr etwas Backpapier hineinlegen, damit die Taschen nicht unten anhaften. Währenddessen für den Dip Sojasoße und Essig vermengen.
- Beim Servieren ggf. mit Sesam und Schnittlauch bestreuen.

















