Schokokuchen mit Sauerteig – 089 kulinarisch präsentiert nicht-fastentaugliches

10Mar/19
Schokokuchen mit Sauerteig

Schon wieder ein Schokokuchen! Ja, ich weiß, wir hatten erst einen mit Sahnelikör. Aber dieser hier geht geschmacklich in eine ganz andere Richtung, denn er wird tatsächlich mit Sauerteig gemacht. Nicht als alleiniges Triebmittel, aber der Teig wird doch ordentlich versäuert. Klingt etwas merkwürdig, aber auch spannend? Genau das war mein Gedankengang.

Der perfekte Anlass, um mich an diesen Kuchen zu wagen, war die neue Runde von unserer Münchner-Blogger-Kochgruppe “089 kulinarisch – so is(s)t München”. Letztes Mal haben wir euch ja ein vegetarisches Weihnachtsmenü serviert, diesmal gibt es wieder eine geballte Ladung Kurvenpflege. Wir präsentieren euch “Genussvolles für alle, denen die Fastenzeit egal ist”. Es wird high carb, high fat, high sugar! Wenn ihr also besonders gute Vorsätze habt, dann speichert euch den Beitrag vielleicht erst mal ab und schaut in ein paar Wochen wieder vorbei. Euch ist die Fastenzeit egal? Perfekt, dann ran an den Speck:

Mein Kuchen wird mit frischem, lebendigem Sauerteig gebacken, den ich auch zum Brotbacken verwende. Das amerikanische Originalrezept gibt keine genaueren Anweisungen zur Vorbereitung, außer, dass man 240 g reifen Sauerteig verwenden soll. Ich habe deshalb mein Roggenanstellgut in zwei Schritten mit Weizenmehl gefüttert und bei warmen Temperaturen geführt, damit der Geschmack etwas milder und nicht zu dominant wird. Im fertigen Kuchen äußert sich das durch eine ganz dezent säuerliche Note und gibt eine tolle aromatische Tiefe und Komplexität. Sehr fein! Die Konsistenz des Kuchens ist ebenfalls ein Traum, schön saftig, aber nicht browniemäßig klätschig. Er kam wirklich super an bei allen, die probiert haben – ein Kollege hat schon mehrfach erwartungsvoll nachgefragt, wann ich den denn mal wieder backe.

 

Schokokuchen mit Sauerteig

Saftiger, aber nicht klätschiger Schokokuchen, der dank dem Sauerteig einen sehr interessanten, komplexen Unterton bekommt.

Schokokuchen mit Sauerteig

Zutaten

für eine 26 cm Springform

    Sauerteig (ergibt ca. 240 g reifen Weizensauerteig)
  • 5 g Anstellgut (bei mir Roggen)
  • 18 + 100 g Weizenvollkornmehl
  • 18 + 100 g Wasser
    Kuchenteig:
  • Sauerteig
  • 230 ml Milch
  • 240 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 170 g Rapsöl
  • 65 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 2 TL Vanillextrakt
  • 0,5 TL Salz
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver (optional)
  • 1,5 TL Backpulver
  • 2 Bio-Eier
    Zum Überziehen:
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre oder -Schokolade

Zubereitung

  1. Am Vortag für den Sauerteig die 5 g Anstellgut aus dem Kühlschrank mit 18 g Weizenvollkornmehl und 18 g lauwarmem Wasser vermengen. Bei warmer Raumtemperatur (ca. 26°C, in der Nähe einer Heizung) für ca. 4 h stehen lassen, bis sich viele Bläschen gebildet haben.
  2. Zum Sauerteigansatz weitere 100 g Weizenvolkornmehl und 100 g Wasser hinzufügen und bei Raumtemperatur (ca. 20-22°C) über Nacht (8-12 h) reifen lassen.
  3. Am Backtag für den Kuchenteig den Sauerteig vermischen mit Milch und Mehl. Locker abgedeckt bei warmer Raumtemperatur 2-3 h reifen lassen. Der Teig könnte durchaus leicht aufgehen, bei mir haben sich sogar wieder sichtbare Bläschen gebildet. Primär geht es uns aber um den Geschmack.
  4. In einer separaten Schüssel Zucker vermischen mit Rapsöl, Kakaopulver, Vanilleextrakt, Salz und ggf. Instant-Kaffeepulver. Nacheinander die Eier zugeben und gründlich unterrühren. Aber nicht wundern, die Masse wird nicht schön homogen werden.
  5. Die Schokoladenmischung zur Mehl-Sauerteig-Mischung geben und verrühren, bis sich alles schön verbunden hat - das dauert etwas. In eine gefettete Springform gießen.
  6. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft für ca. 40 min backen, bis ein hineingestecktes Holzstäbchen sauber wieder herauskommt.
  7. Den Kuchen auskühlen lassen. Kuvertüre schmelzen und den Kuchen damit überziehen und nach Belieben mit gemahlenen Nüssen oder Kakaonips verzieren.
https://herbs-and-chocolate.de/2019/03/schokokuchen-sauerteig.html

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