26Jul/16
Gesunde Pancakes Protein

Lieblingspancakes mit frischer Quarkcrème

Negatives Denken ist nicht gut, das weiß ich. Leider gehöre ich trotzdem zu der Sorte Mensch, die gerne mal in eine Gedankenspirale von “Ist doch alles Mist” verfällt. Das ist einer der Gründe, weshalb ich nur am Rande die Nachrichten der Welt verfolge – so viel Schlechtes, so viel Trauriges und so wenig, was ich dagegen tun kann. Das naive, pazifistische Kind in mir fragt dann “Warum sind die Menschen bloß so?” und mein (halbwegs) erwachsenes Ich kann nur ratlos die Schultern zucken.

Üben wir also eine Runde positives Denken. Vergessen wir die zahlreichen Probleme dieser Welt, vergessen wir meine Flüche über meine kaputte Laptop-Tastatur und denken wir stattdessen an einen gemütlichen Sonntagmorgen. Die Sonne scheint, du hast gut geschlafen, es duftet nach Kaffee und du stehst in der Küche. Du gibst Mehl in eine Schüssel, Löffel für Löffel, und schlägst vorsichtig ein frisches Bio-Ei dazu. Noch ein großzügiger Schluck Milch und nach einigen beherzten Kreisen mit dem Schneebesen entsteht ein geschmeidig-zähflüssiger Teig. Ein Apfel wartet schon auf seinen Auftritt, fein gerieben darf er sich – zusammen mit ausgewählten Gewürzen – in den Teig kuscheln. Es zischt leise, als du schließlich kleine Portionen davon in die heiße Pfanne setzt und einen Augenblick später fängt es schon an verführerisch zu duften…

Mit ähnlichen Szenen haben in den letzten Wochen und Monaten ganz viele Wochenendtage für mich angefangen. Genau genommen fast jeder, denn ich habe so extrem leckere Pancakes entdeckt, dass ich sie immer wieder und wieder machen musste. Offiziell heißen sie “Proteinpancakes” (keine große Überraschung, das Rezept stammt von einer Fitness-Youtuberin), aber das Protein stammt nicht aus Pulver, sondern einfach aus dem verwendeten Ei und der dazugehörigen Quarkcrème. Wir sprechen also schlicht von einem recht gesunden Pancake-Rezept, das fix zusammengerührt und in erster Linie einfach soooooo gut ist! Glaubt mir, ich habe viele Varianten durch, mit verschiedenen Gewürzen und unterschiedlichstem Obst und ich werde sie einfach nicht leid. Wenn ein Tag so beginnt, haben negative Gedanken keine Chance.

 

Lieblingspancakes mit Quarkcrème

"Sooooo easy and heeealthy!" Seit über drei Monaten mein absoluter Wochenendfrühstücksfavorit.

Lieblingspancakes mit Quarkcrème

Zutaten für 1-2 Portionen (8 Pancakes):

    Pancakes:
  • 50 g Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)
  • 1 Ei
  • 100 ml Milch
  • Zimt nach Geschmack
  • Prise Salz
  • 1/2 Apfel
  • etwas Rapsöl zum Ausbacken
  • Quarkcrème:
  • 125 g Magerquark
  • 1-2 EL Sprudelwasser
  • ein wenig abgeriebene Zitronenschale
  • ca. 1 TL Honig oder Ahornsirup
  • Zimt und/oder gemahlene Vanille nach Geschmack
  • außerdem:
  • Obst, z.B. Beeren, gebratene Apfelscheiben, Pfirsich...
  • evtl. Nüsse zum darüberstreuen

Zubereitung

  1. Für die Pancakes Mehl mit Ei, Milch, Zimt und der Prise Salz verquirlen. Den Apfel reiben und unter den Teig mischen.
  2. Eine Pfanne mit ein wenig Öl ausstreichen, erhitzen und den Teig darin zu Pancakes ausbacken. Dazu je ca. 1-2 EL Teig in die Pfanne setzen. Sobald oben Bläschen erscheinen den Pancake wenden und von der anderen Seite ebenfalls kurz goldbraun backen.
  3. Für die Quarkcrème den Magerquark mit etwas Sprudelwasser cremig rühren. Etwas abgeriebene Zitronenschale dazugeben und mit Honig/Ahornsirup, Zimt und/oder gemahlener Vanille abschmecken.
  4. Schließlich die Pancakes mit der Quarkcrème, Obst und ggf. weiteren Zutaten anrichten. Wenn ihr einen Pancake-Turm bauen wollt, sollten die Pancakes schon ein klein wenig abgekühlt sein. Einfacher zu essen ist es aber, wenn ihr sie schlicht nebeneinander arrangiert.

Bemerkung

Im Original werden Blaubeeren in die Pancakes eingebacken, das sieht auch optisch sehr hübsch aus. Und dass ihr bei den Gewürzen auch fröhlich variieren könnt, brauche ich nicht extra zu erwähnen, oder?

http://herbs-and-chocolate.de/2016/07/proteinpancakes-quarkcreme.html

 

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19Jul/16
Sommerbrot

Nur weil Sommer ist: Sommerbrot

Das ist doch kein Carla-Brot! Kein Roggenmehl, keine bauernbrotartige Kompaktheit, keine Kerne oder Nüsse, kaum Vollkorn und kein Sauerteig als Triebmittel? Stattdessen helles Weizenmehl, Hefe und eine fluffig-weiche, luftige Struktur? Was ist hier nur los?

Tja, es ist Sommer. Und ich hatte, völlig untypisch für mich, Lust auf Brot mit Ciabatta-Konsistenz, luftig-locker, weich und flaumig, mit einer schönen Krust – und natürlich trotzdem ganz viel Geschmack. Mein Ciabatta-Rezept oder das wunderbare Pain à l’Ancienne wären natürlich beide exzellent für diesen Zweck gewesen, aber zum einen wollte ich etwas neues ausprobieren und zum anderen keine vier Tage warten. Klar, gut Brot will Weile haben, aber es muss ja auch irgendwie in den Alltag passen. Also brauchte ich ein Rezept, das mit etwas weniger Zeit auskommt und da bot sich das Sommerbrot vom brotdoc an.

Ausnahmsweise hatte ich sogar altbackenes Sauerteigbrot da, dass ich zu Semmelbröseln verarbeiten und als Quellstück für den Teig verwenden konnte. Der Vorteig mit Hefe bekommt 12 h Zeit sich zu entfalten und ich war so frei ihn mit Vollkornmehl anzusetzen. Das zusammen mit dem Klecks Sauerteig-Anstellgut im Hauptteig und einigen Stunden Gehzeit sorgt für ein wirklich herrliches Sommerbrot, das auch für mich genug Geschmack mitbringt. Das wird sicher wiederholt, spätestens beim nächsten Grillen! Dann auch mit der richtigen Hefemenge, ich hatte nämlich versehentlich deutlich zu wenig erwischt und die Gehzeit kreativ nach Gefühl verlängert. Ich schieb’s mal auf die Hitze… Im Rezept findet ihr aber die originalen Angaben.

Und wenn ihr noch was zu trinken dazu braucht, dann werft doch mal einen Blick auf meine Sommergetränke von letztem Jahr. Eistee, Frappés und Cold Brew Coffee sind perfekt für diese Tage!

 

Sommerbrot

Perfekt zum Grillen! Luftig-lockeres Hefe-Weißbrot, das dank Vollkornanteil und Sauerteig-Aromastück eine ganze Menge Geschmack mitbringt.

Sommerbrot

Zutaten für einen Laib:

    Vorteig:
  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 220 g Wasser
  • 0,2 g Frischhefe (etwa zwei Reiskörner groß)
  • Altbrot-Quellstück:
  • 55 g altes Brot, getrocknet und gemahlen
  • 110 g kaltes Wasser
  • Hauptteig:
  • Vorteig
  • Altbrot-Quellstück
  • 168 g kaltes Wasser
  • 350 g Weizenmehl 405
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 20 g Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 12,5 g Salz
  • 5 g Frischhefe

Zubereitung

  1. 12 h vor dem Backen für den Vorteig Mehl, Wasser und Hefe miteinander verrühren. Bei Raumtemperatur 12 h reifen lassen.
  2. Für das Quellstück die Brotbrösel mit dem Wasser verrühren und 10-15 min ausquellen lassen. Es sollte alle Flüssigkeit aufgesogen worden sein.
  3. Für den Hauptteig alle Zutaten für ca. 5 min lang verkneten. Für 20 min ruhen lassen, dann nochmal 5 min kneten. Der Teig sollte merklich weniger klebrig geworden sein, muss aber noch nicht völlig geschmeidig sein.
  4. Für 2-2,5 h gehen lassen (bei sommerlichen Temperaturen reichen vermutlich 2), dabei nach 45 min und 90 min jeweil einmal dehnen und falten.
  5. Den Ofen auf 280°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den fertig gegangenen Teig behutsam auf eine reichlich bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig in eine rechteckige Form ziehen. Die kurzen Seiten des Rechtecks in die Mitte umfalten, dann die vier Ecken des entstandenen Quadrats lang ziehen und in die Mitte falten - werft am besten einen Blick auf das Video des Brotdocs hierzu. Teigling umdrehen und mit Schluss nach unten für 15 min ruhen lassen, bis der Ofen heiß genug ist.
  6. Den Teigling auf den Einschießer wenden, mit Schluss nach oben in den vorgeheizten Ofen schieben und großzügig schwaden. Temperatur sofort auf 240°C reduzieren und in 35-40 min kräftig ausbacken.

Bemerkung

Neu im Thema Brot backen? Werft einen Blick auf meinen Einführungspost zum Thema Sauerteig und Brotbacken, in dem ich einige Grundtechniken und Begriffe erkläre.

http://herbs-and-chocolate.de/2016/07/sommerbrot-brot-zum-grillen.html

 

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09Jul/16
Indisches Auberginen-Curry Baingan Bharta

Indisches Auberginen-Curry: Baingan Bharta

Ich mag indisches Essen und habe schon ein Weilchen den Vorsatz mehr Rezepte daheim nachzukochen. Aber trotz einiger sehr vielversprechender Ansätze, schmeckte es häufig eher nicht so wie im Restaurant. (Nachdem ich noch nie in Indien war, ist das der einzige Vergleich, den ich ziehen kann ;) Gut auf jeden Fall, keine Frage, aber einfach anders. Und ich glaube jetzt endlich den Grund gefunden zu haben: Es braucht einfach viel Gewürze. So richtig viel. Und nochmal doppelt so viel, wie ihr euch jetzt vorstellt. Gut, erschwerend kommt sicher dazu, dass ich doch eher sparsam mit Fett umgehe und es ist eben Geschmacksträger… Aber es geht durchaus auch ohne tassenweise Ghee.

Dieses Auberginen-Curry hat mir ein Licht aufgehen lassen, denn ich habe mich ausnahmsweise brav am die angegebenen Mengen Gewürze gehalten. Aus verschiedenen Rezepten zwar, aber ich habe abgemessen! Normalerweise würze ich nach Gefühl, jeder mag es ja auch ein bisschen anders. Für indische Rezepte muss ich mein Gefühl wohl neu kalibrieren, denn das hier schmeckt endlich so würzig-intensiv wie man es aus dem Restaurant kennt. Dazu die butterweiche Aubergine, ein wenig frische Tomate und ein Klecks säuerlicher Joghurt – himmlisch!

Ich merke also vor: Bei meinen nächsten Versuchen aus dem Dunstkreis der indischen Küche einfach großzügiger mit den Gewürzen sein.

 

Indisches Auberginen-Curry

Butterweiche Aubergine, intensive Gewürze und ein Klecks frischer Joghurt - ein Curry zum Verlieben.

Indisches Auberginen-Curry

Zutaten für eine Person:

  • 1/2 Aubergine
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1/4 TL gehackter Ingwer
  • 1/2 TL Cumin
  • 1 großzügiger TL Curry
  • 1/4 TL Garam Masala
  • 150 g gehackte Tomaten
  • ca. 1/4 TL Salz
  • 1 geh. EL Joghurt (vegan: Sojajoghurt mit ein wenig Zitronensaft)
  • Chilipulver
  • Rapsöl
  • Butter/Margerine

Zubereitung

  1. Aubergine waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Einsalzen und so für 15-20 min liegen lassen, dabei sollte Wasser aus der Aubergine austreten. Dieses "weinen lassen" entzieht der Aubergine Bitterstoffe, sorgt aber vor allem für eine schönere Konsistenz. Nach dieser Zeit die Auberginenscheiben etwas ausdrücken und mit gründlich abtropfen.
  2. Die Auberginenscheiben mit ein wenig Öl bestreichen und im Ofen bei 180°C für ca. 10-15 min rösten, bis sie gar sind. Mein Ofen kann eine Kombination aus Grill und Umluft, das ist perfekt dafür. Bei einfacher Ober-/Unterhitze oder nur Umluft müsst ihr der Aubergine ggf. etwas mehr Zeit lassen, sie soll wirklich schön gar sein. Schließlich aus dem Ofen nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Die Zwiebel abziehen und in Halbringe schneiden. In etwas Butter oder Margerine dünsten, bis sie schön weich ist. Derweil den Knoblauch abziehen und hacken, den Ingwer sehr fein hacken oder reiben, die Gewürze abmessen und bereitstellen.
  4. Wenn die Zwiebel weich ist Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben und kurz anrösten. Die Auberginenstücke dazugeben, mit den Tomaten ablöschen und einige Minuten köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist.
  5. Abschmecken mit Salz, Joghurt und Chilipulver.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/07/auberginen-curry-indisch-baingan-bharta.html

 

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