21Aug/16
Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Feierabendküche: Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Manchmal schleichen sich neue Lieblingsrezepte in meinen Alltag ein, werden wieder und wieder gekocht und schaffen es doch nie auf den Blog. Besonders oft trifft das schnelle Feierabendgerichte, weil die eben meistens gekocht werden, wenn es schnell gehen muss und dann die Muße zum hübsch Herrichten und Photographieren fehlt. Schade drum – deshalb habe ich dieses Wochenende extra ein schnelles Feierabendgericht gekocht und abgelichtet, das es dieses Jahr schon x-mal bei mir gab und das ich euch wärmstens ans Herz legen möchte.

Ein cremiges Pastagericht ist einfach Seelenfutter für mich und für die besondere Cremigkeit sorgt hier Avocado. Das ist nichts neues, vor zwei Jahren habe ich schon mal ein Avocado-Rucola-Pesto verbloggt (und dabei auch den tollen Trick erwähnt, wie man reife Avocados erkennt). Was ich unterdessen noch lieber zu Nudeln esse ist eine Art Guacomole mit Zucchini. Nicht sehr fancy, nicht sehr außergewöhnlich, aber schnell gemacht, ausnehmend lecker und die pürierte Zucchini macht die Avocadocreme etwas leichter. Sommeressen ganz nach meinem Geschmack.

Hier nun also ein ganz simples, alltagstaugliches Rezept. Der eine oder andere warme Tag kommt bestimmt noch und schöne Zucchini und Tomaten sind auch noch zu bekommen. Und noch ein kleiner Bonus-Haushaltstipp am Rande: Avocadohälften (ohne Schale und Kern) lassen sich wunderbar einfrieren. Extrem praktisch für spontane Avocadocreme-Nudel-Gelüste!

 

Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Schnelles, sommerliches Seelenfutter - perfekt nach einem langen Arbeitstag oder auch einfach mal so.

Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Zutaten für 2 Personen:

  • 160 g Vollkornspaghetti
  • 2 kleine (oder eine große) Zucchini
  • 1 reife Avocado (am besten die Sorte "Hass")
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein Schuss Zitronensaft
  • Cumin, Paprikapulver, Chilipulver
  • eine Handvoll Cocktailtomaten
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Das Wasser mit etwas Salz für die Nudeln aufsetzen, sobald es kocht die Spaghetti hineingeben und nach Packungsanweisung gar kochen.
  2. Derweil die Zucchini in Würfel mit ca. 0,5 cm Kantenlänge schneiden und in 1 EL Olivenöl kräftig anbraten, sodass sie schön braun werden. Alternativ, für die ganz faule Variante, die Zucchini halbieren, in Scheiben schneiden und für ca. 5 min mit zu den Nudeln in den Topf werfen. Das macht noch etwas weniger Arbeit und Abwasch, es fehlen aber die Röstaromen. Die Zucchini schwimmen oben auf, man kann sie also gut noch vor den Nudeln wieder abfischen.
  3. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben. Zusammen mit der Hälfte der Zucchiniwürfel, der abgezogenen Knoblauchzehe, einem Schuss Zitronensaft und ca. 4-8 EL Nudelwasser pürieren. Die Wassermenge kann natürlich angepasst werden, je nachdem welche Konsistenz ihr gerne haben möchtet und ob ihr die Zucchini gebraten oder mitgekocht habt. Abschmecken mit Cumin, Paprika- und Chilipulver sowie Salz und Pfeffer und bei Bedarf noch etwas mehr Zitronensaft und/oder Olivenöl.
  4. Die Cocktailtomaten waschen, halbieren (oder vierteln) und bereitstellen. Die Spaghetti mit der Avocadocreme vermengen, die restliche Zucchini und die Tomaten unterheben. Vor dem Servieren noch etwas Pfeffer frisch darübermahlen.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/08/feierabendkuche-spaghetti-zucchini-avocadocreme.html

 

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15Aug/16
Nektarinenmarmelade

Mein erstes Mal! Nektarinenmarmelade

In unserem Kühlschrank steht ein Glas billige Erdbeermarmelade, dass Anfang 2014 abgelaufen ist. Es wohnte schon bei meinem Freund, bevor wir uns überhaupt kannten. Keine Sorge, natürlich schimmelt es nicht – geöffnet ist es ohnhin erst seit etwa eineinhalb Jahren. Jetzt könnt ihr euch vermutlich grob vorstellen, wie viel bzw. eher wenig Marmelade wir essen. Schon aus meinem Elternhaus kenne ich das Problem, dass auch wirklich köstliche Marmeladen, die Verwandte und Freunde selbst gemacht und mitgebracht haben, ewig stehen, weil einfach niemand davon isst. Ich glaube, nur ein einziges Mal kochte meine Mutter Brombeermarmelade, weil der Strauch gar so viele Früchte produziert hatte – ab dem nächsten Jahr schwenkte sie dann auf Brombeerlikör um, weil der deutlich besser weggeht ;)

In der Marmeladenherstellung bin ich also ein völlig unbeschriebenes Blatt. Nun habe ich seit einigen Monaten angefangen ab und an Marmelade zu essen, als kleines Nachtisch-Brot oder im Müsli, und war von den gekauften prompt ziemlich enttäuscht. Viel zu süß und pappig, viel zu wenig fruchtig! Etwas spät, nämlich erst vor gut einer Wochen, kam mir dann schließlich die Erkenntnis, dass ich ja auch selbst welche kochen könnte. Soll ja nicht so schwer sein und momentan bekommt man doch wunderschöne Früchte.

Also habe ich Rezepte, Anleitungen und Tipps studiert, meine kleinen Einmachgläser herausgekramt und es gewagt meine erste Marmelade zu kochen. Und sie wurde richtig, richtig lecker! Das Rezept ist denkbar simpel, aber ich habe versucht möglichst alle Marmeladen-Anfängertipps mit aufzunehmen, die ich gefunden habe. Wenn ihr schon erfahren seid und noch Profitipps habt: gerne her damit! Ich werde auf jeden Fall wieder Marmelade produzieren, ich habe schon einige Ideen im Kopf. Sobald der Vorrat wieder zur Neige geht – irgendwann.

 

Nektarinenmarmelade

Wunderbar fruchtig und für Marmeladen-Anfänger geeignet.

Nektarinenmarmelade

Zutaten für ca. 1000-1100 ml Marmelade

  • 1 (großzügiges) kg Nektarinen
  • 330 g Zucker
  • 25 g (1 Pkch.) Gelierfix 3:1
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung

  1. Eine kleine Untertasse im Kühlschrank oder Gefrierfach kalt stellen - die brauchen wir für die Gelierprobe später. Die sauber gespülten und trockenen Marmeladengläser im Ofen sterilisieren (bei 150°C Umluft ca. 5 min, ohne Vorheizen eher 10 min), dann aufrecht auf ein feuchtes Küchehandtuch bereitstellen. Die Deckel 10 min lang abkochen und gut trocknen lassen.
  2. Nektarinen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Damit die Marmelade später gut essbar ist, sollten die Stücke wirklich klein sein. 1000 g abwiegen und in einen Topf mit mindestens 3 l Fassungsvermögen geben.
  3. 2 EL Zucker mit dem Gelierfix mischen und unter die Nektarinen mischen, genauso den Esslöffel Zitronensaft. Den restlichen Zucker bereit stellen. Die Vanilleschote längs halbieren und ebenfalls zu den Nektarinen geben.
  4. Das Fruchtgemisch unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Induktionsherdbesitzer sollten nicht die höchste Stufe nehmen, das Erhitzen darf ruhig 5-10 min dauern, damit die Früchte Zeit haben Wasser zu ziehen.
  5. Wenn die Früchte kochen den restlichen Zucker dazu geben und weitere ca. 3 min kochen. Das gekühlte Tellerchen von Schritt 1 nehmen, ein wenig von der Marmelade-to-be darauf geben und kurz abwarten, ob sie beim Abkühlen schon geliert. Falls nein noch ein wenig weiterkochen, falls ja könnt ihr sie abfüllen.
  6. Die heiße Marmelade so randvoll wie möglich in die bereitgestellten Gläser füllen, während sie auf dem feuchten Küchenhandtuch stehen (das soll verhindern, dass sie springen). Derweil könnt ihr die Vanilleschote herausfischen, wenn sie euch begegnet. Falls ihr kleckert, säubert den Rand des entsprechenden Glases noch einmal mit einem sauberen Tuch. Dann sofort den Deckel aufschrauben, das Glas umdrehen und 5 min lang auf dem Kopf stehen lassen, dann wieder umdrehen. Falls das Abfüllen sich etwas hinzieht, die restliche Marmelade im Topf nochmal kurz erhitzen. Sie sollte wirklich heiß abgefüllt werden, damit sie lange hält.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/08/mein-erstes-mal-nektarinenmarmelade.html

 

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06Aug/16
Brotsalat Panzanella Sauerteigbrot

Weit herum gekommenes Brot und ein Brotsalat

Altes Brot ist ein Problem, dass ich eigentlich nie habe. Kaum ist es vollständig ausgekühlt, wird es schon in Scheiben geschnitten und eingefroren. Nachdem ich nicht täglich Brot esse und ein Laib mir sehr lange reicht, hat sich diese Taktik für mich sehr bewährt.

Wie kam es nun dazu, dass ich plötzlich eineinhalb Scheiben altbackenes Sauerteigbrot hatte? Naja, wir waren wandern und ich hatte u.a. einige Scheiben Brot dabei. Spontan versorgten wir uns auf dem Weg dann doch mit Brezen, es wurde weniger Brot gegessen, als ich gedacht hatte, und als wir daheim die Rucksäcke auspackten hielt ich die Reste in der Hand. Zweieinhab Scheiben feines Sauerteigbrot, dass über zwei Tage und 1.500 Höhenmeter getragen worden war. Das habe ich nicht jeden Tag in meiner Küche.

Was also tun damit? Eine Scheibe verarbeitete ich zu Semmelbröseln und verwendete sie für ein neues Brotrezept. Ansonsten brauchte ich ohnehin noch ein Mittagessen für den nächsten Tag und die Tomaten lachten mich an – also wurde es Brotsalat, inspiriert von der italienischen Panzanella aber eben mit Sauerteigbrot. Und er wurde köstlich! Vielleicht muss ich häufiger Brot über Berge tragen ;)

 

Brotsalat

Resteverwertung kann so gut sein! Was könnte altbackenem Brot besseres passieren, als in diesem Salat zu landen?

Brotsalat

Zutaten für 1 Person:

  • 1-2 Scheiben altbackenes Brot (bei mir Neudorfer Sauerteigbrot)
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1/4 Zwiebel
  • 1 TL Olivenöl
  • 175 g Tomaten
  • 1/4 Gurke
  • frisches Basilikum nach Belieben
  • Prise Zucker
  • 1-2 EL Balsamico-Essig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Das Brot in Würfel mit ca. 1 cm Kantenlänge schneiden. In einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten, bis die Würfel schön gebräunt und knusprig sind.
  2. Knoblauch und Zwiebel abziehen und fein hacken. Zusammen mit dem Teelöffel Olivenöl zum Brot in die Pfanne geben und bei niedriger Hitze für 2 min dünsten lassen. (Ihr könnt sie auch roh zugeben, aber ich mag vor allem Zwiebeln im Salat lieber ganz leicht angeschwitzt.)
  3. Die Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden, genauso die Gurke. Den Pfanneninhalt dazugeben und alles vermischen.
  4. Basilikumblätter grob hacken und zugeben. Mit einer Prise Zucker, Balsamico und Salz und Pfeffer abschmecken. Der Salat muss vor dem Servieren mindestens 1 h durchziehen, direkt davor solltet ihr ihn dann nochmal abschmecken.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/08/brotsalat-altes-sauerteigbrot.html

 

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