25Jun/16
Asiatischer Erdnuss-Dip

Zu Summer Rolls oder einfach pur: Asiatischer Erdnuss-Dip

Sommer, Sonne, Strand und Meer! Naja, fast, zumindest die erste Hälfte stimmt. Ich bin kein ausgeprägter Sommerfan, aber so ein paar heiße Tage mit viel Sonne, lauen Sommerabenden und Gewittern, die diesen ganz besonderen Duft verbreiten, sind schon toll. Die Temperaturen im Büro sind dann zwar suboptimal, aber irgendwelche Opfer muss man ja bringen. Dafür schmecken Eistee, Orangen-Minz-Frappé oder Iced Cappuccino mit Cold Brew Coffee bei diesem Wetter umso besser. Von Eis in diversen Varianten muss ich gar nicht erst anfangen, oder?

Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen habe ich auch bei recht hohen Temperaturen keine großen Probleme mit meinem Appetit. Allerdings darf das Essen gerne lauwarm oder kalt sein und am besten noch mehr Rohkost und frisches Gemüse enthalten, als ich ohnehin schon immer reinpacke. Da sind asiatische Sommerrollen perfekt: Man schneidet diverses Gemüse in längliche Stifte, drapiert es zu einem schönen bunten Teller und direkt am Tisch panscht man fröhlich im Wasser und versucht aus den klebrigen Reispapierkreisen möglichst formvollendete Rollen zu zaubern. Macht richtig Spaß! Noch bin ich dabei auszuprobieren, was in den Rollen besonders gut schmeckt, deshalb habe ich heute erst mal nur einen Dip für euch.

Ein Dip, der alles besser macht, was ihr hinein tunkt. Ich habe ihn auch schon mit einfach nur Rohkoststicks gegessen. Und pur. Als Soße zu gebratenem Gemüse ist er sicher auch genial. Und zu Reis. Oder Nudeln. Schon allein wegen diesem Dip werde ich die nächste Zeit bestimmt noch einige Male Sommerrollen essen wollen. Falls ihr einen Tipp habt, was ich unbedingt einwickelt sollte, gerne her damit!

 

Asiatischer Erdnuss-Dip

Ein super cremiger Dip, der einfach alles besser macht. Perfekt zu Sommerrollen, gebratenem Gemüse oder schlicht Rohkoststicks.

Asiatischer Erdnuss-Dip

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 4 EL Erdnussbutter (cremig oder crunchy)
  • 2,5 EL Sojasoße
  • 1,5 EL Honig/Ahornsirup
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 0,5 TL Sambal Oelek
  • 3-6 EL Wasser

Zubereitung

  1. Erdnussbutter verrühren mit der Sojasoße, dem Honig/Sirup und Zitronensaft.
  2. Knoblauchzehe abziehen, sehr fein hacken oder zerdrücken. Zusammen mit dem Sambal Oelek unter den Dip mischen.
  3. Zuletzt nach und nach etwas Wasser unterrühren, bis euch die Konsistenz gefällt. Wenn ihr den Dip lauwarm haben möchtet, verwendet einfach heißes Wasser.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/06/asiatischer-erdnuss-dip.html

 

21Jun/16
160620_BohnenFetaSumach3_01

Gebratene weiße Bohnen mit Feta, Sauerampfer und Sumach

Mit Rezepten von Yotam Ottolenghi macht man einfach nichts falsch. Ich meine, was habe ich jetzt schon alles nachgekocht, was ausnahmslos richtig gut war? Pasta mit Joghurt und Erbsen, karamellisierter und gratinierter Chicorée, Mee Goreng, Zitronen-Auberginen-Risotto – ok, meine eigene Shakshuka-Variante hat mir etwas besser geschmeckt, aber nur ein wenig. Falls euch Yotam Ottolenghi kein Begriff ist, werft unbedingt mal einen Blick in seine Kochbücher (und lasst euch bitte nicht von den Covern oder den altbackenen deutschen Namen abschrecken). Seine Zutatenlisten sind manchmal etwas länglich, aber er hat eine tolle Art verschiedene Aromen zu kombinieren.

Dieses Gericht hier ist auch wieder so eines, bei dem ich mir beim Lesen kaum vorstellen konnte, wie es schmeckt. Weiße Bohnen zu braten und mit Feta zu kombinieren – klar, warum nicht. Auf die Idee mit dem Sauerampfer kommt man vielleicht auch noch, wobei ich mich diese Menge nie getraut hätte. Aber dann noch Sumach und Dill mit hinein? Pfeffer ist übrigens keiner dran und obwohl ich noch dachte “kannste ja auch später noch drübermahlen” habe ich ihn kein Stück vermisst. Genauer gesagt habe ich ihn dann sogar komplett vergessen.

Wie ihr merkt bin ich ein bisschen begeistert, schon allein für dieses Rezept hat es sich gelohnt mir Sauerampfer in den Balkonkasten zu pflanzen. Ich habe es recht genau nachgekocht, lediglich die optionale Chili habe ich rausgelassen, Bohnen aus der Dose verwendet und – wie immer bei Ottolenghi-Rezepten – die Fettmenge verringert. Als Beilage gab es schnelles Fladenbrot aus der Pfanne, aber jegliches helle Brot passt dazu. In dieser Form absolut feierabendtauglich und richtig, richtig gut. Versprochen!

 

Gebratene weiße Bohnen mit Feta, Sauerampfer und Sumach

Viel frische Kräuter und eine wunderbare Kombination von Aromen aus verschiedenen Orten der Welt - ein Gericht ganz wie man es von Ottlenghi kennt.

Gebratene weiße Bohnen mit Feta, Sauerampfer und Sumach

Zutaten für eine Person:

  • 1 kleine Dose dicke, weiße Bohnen (ca. 240 g Abtropfgewicht)
  • 50 g Sauerampfer (ja, das sieht sehr viel aus)
  • 1 winzige oder 1/4 normale Knoblauchzehe
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 40 g Feta
  • 0,5 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL gemahlener Sumach
  • 1 TL gehackter Dill
  • Stich Butter
  • Olivenöl

Zubereitung

  1. Die Bohnen abgießen, abspülen und gründlich abtropfen lassen.
  2. Sauerampfer waschen und in breite Streifen schneiden, eventuell eine kleine Menge in feine Streifen schneiden für die Deko am Schluss. Die Knoblauchzehe abziehen und sehr fein hacken oder zerdrücken, die Frühlingszwiebeln putzen und längs in feine Streifen schneiden.
  3. Die dicken Bohnen in Butter und Olivenöl kräftig anbraten, bis sie goldbraun werden und kleine Bläschen werfen. Dabei nicht zu viel rühren, um sie nicht zu sehr zu zerdrücken. Kurz vor Ende der Garzeit den Sauerampfer, Knoblauch und die Frühlingszwiebeln dazugeben und 1-2 min mitbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen, mit Salz würzen und ein wenig abkühlen lassen.
  4. Dann den Feta mit in die Pfanne bröseln, außerdem Zitronensaft, Sumach und Dill zugeben und nocheinmal mit Salz abschmecken. Beim Servieren ggf. mit noch etwas Olivenöl beträufeln.

Bemerkung

Falls kein Sauerampfer aufzutreiben ist, empfiehlt Ottlenghi stattdessen Blattspinat und die doppelte Menge Zitronensaft. Das Rezept stammt aus dem Buch "Genussvoll vegetarisch".

http://herbs-and-chocolate.de/2016/06/bohnen-feta-sauerampfer-sumach-ottolenghi.html
12Jun/16
Gyoza Jiaozi vegetarisch

Gyoza, Jiaozi oder doch Mandu? Gedämpfte Teigtaschen

Momentan bin ich aus unerfindlichen Gründen auf dem Stäbchentrip. Mehrmals die Woche muss es irgendwas geben, was man mit Stäbchen essen kann. Vielleicht habe ich die letzte Zeit doch etwas zu viele Videos über die koreanische und japanische (Ess-)Kultur gesehen?

Ich habe das Glück, dass mir meine Eltern schon als kleines Kind Essstäbchen in die Hand gedrückt haben. Sie wurden an einem Ende mit einem Gummi zusammengehalten, ein eingerolltes Stück Papier diente als Abstandshalter und fertig war ein kindgerechtes Zangen-Stäbchen-Irgendwas mit dem ich zu üben konnte. Es gibt sogar ein Bild von mir im Kleinkindalter, wo ich je ein Stäbchen in jeder Hand halte – ich schätze aber, die Nahrungsaufnahme war auf die Weise nicht allzu erfolgreich. Wie dem auch sei, heute kann ich halbwegs ordentlich mit Stäbchen umgehen und es macht mir Spaß, auch wenn mit Soße vermengter Reis manchmal doch noch recht mühsam ist.

Ziemlich einfach mit Stäbchen zu essen sind dagegen Teigtaschen. Ich habe mir letzthin einen kleinen Bambus-Dämpfeinsatz zugelegt und mich zum ersten Mal an japanischen Gyoza versucht. Oder chinesischen Jiaozi, oder koreanischen Mandus, wo genau die Unterschiede liegen weiß ich leider nicht. Mein Vorbild waren auf jeden Fall eher japanische Rezepte, wie z.B. das von Ylva. Allerdings habe ich die Teigtaschen nur gedämpft statt sie zu braten, was glaube ich für Gyoza eher untypisch ist – aber über den Namen wollen wir nicht streiten. Mine Variante hier fand ich auf jeden Fall so gut, dass ich sie gleich an zwei Tagen in Folge gekocht habe. Und mit Stäbchen gegessen, natürlich ;)

 

Vegetarische Gyoza/Jiaozi

Asiatische Teigtaschen mit Gemüsefüllung, schonend gedämpft und mit einem würzigen Dip serviert.

Vegetarische Gyoza/Jiaozi

Zutaten für ca. 12 Dumplings/1 volle Mahlzeit:

    Teig:
  • 100 g Weizenmehl 405
  • 50 g Wasser
  • 1/3 TL Salz
  • Füllung:
  • 60 g Spitzkohl oder Chinakohl
  • 60 g Karotte
  • 60 g braune Champignons
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 sonnenblumenkerngroßes Stück frischer Ingwer
  • 1/2 EL Sojasoße
  • 1/4 TL Sesamöl (das dunkle, geröstete)
  • 1/2 TL Salz
  • Dip:
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL Reisessig (oder anderer heller, eher milder Essig)
  • evtl. Sesam und frischer Schnittlauch zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten gründlich verkneten, bis ein sehr geschmeidiger Teig entsteht. Das dauert mindestens 5 min, vermutlich eher 10 min. Zu einer Kugel formen, abdecken und 30-60 min lang ruhen lassen.
  2. Derweil alle Zutaten für die Füllung sehr fein hacken, ggf. mit einer Reibe oder einer Küchenmaschine. Sojasoße, Sesamöl und Salz untermischen.
  3. Den Teig in 12 (oder 14) gleichgroße Teile teilen. Jeden Teil zu einem Kreis mit ca. 8 cm Durchmesser ausrollen. (Alternativ den ganzen Teig auf ca. 2 mm Dicke ausrollen und die Kreise mit einem Glas oder ähnlichem ausstechen.) Auf jeden Teigkreis ca. 1 TL Füllung geben und die Teigtasche formen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, in diesem kurzen Video wird eine einfache gezeigt.
  4. Die Teigtaschen 15 min lang dämpfen. Wenn ihr einen Bambusdämpfeinsatz verwendet könnt ihr etwas Backpapier hineinlegen, damit die Taschen nicht unten anhaften. Währenddessen für den Dip Sojasoße und Essig vermengen.
  5. Beim Servieren ggf. mit Sesam und Schnittlauch bestreuen.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/06/gyoza-jiaozi-vegetarisch.html