19Jul/16
Sommerbrot

Nur weil Sommer ist: Sommerbrot

Das ist doch kein Carla-Brot! Kein Roggenmehl, keine bauernbrotartige Kompaktheit, keine Kerne oder Nüsse, kaum Vollkorn und kein Sauerteig als Triebmittel? Stattdessen helles Weizenmehl, Hefe und eine fluffig-weiche, luftige Struktur? Was ist hier nur los?

Tja, es ist Sommer. Und ich hatte, völlig untypisch für mich, Lust auf Brot mit Ciabatta-Konsistenz, luftig-locker, weich und flaumig, mit einer schönen Krust – und natürlich trotzdem ganz viel Geschmack. Mein Ciabatta-Rezept oder das wunderbare Pain à l’Ancienne wären natürlich beide exzellent für diesen Zweck gewesen, aber zum einen wollte ich etwas neues ausprobieren und zum anderen keine vier Tage warten. Klar, gut Brot will Weile haben, aber es muss ja auch irgendwie in den Alltag passen. Also brauchte ich ein Rezept, das mit etwas weniger Zeit auskommt und da bot sich das Sommerbrot vom brotdoc an.

Ausnahmsweise hatte ich sogar altbackenes Sauerteigbrot da, dass ich zu Semmelbröseln verarbeiten und als Quellstück für den Teig verwenden konnte. Der Vorteig mit Hefe bekommt 12 h Zeit sich zu entfalten und ich war so frei ihn mit Vollkornmehl anzusetzen. Das zusammen mit dem Klecks Sauerteig-Anstellgut im Hauptteig und einigen Stunden Gehzeit sorgt für ein wirklich herrliches Sommerbrot, das auch für mich genug Geschmack mitbringt. Das wird sicher wiederholt, spätestens beim nächsten Grillen! Dann auch mit der richtigen Hefemenge, ich hatte nämlich versehentlich deutlich zu wenig erwischt und die Gehzeit kreativ nach Gefühl verlängert. Ich schieb’s mal auf die Hitze… Im Rezept findet ihr aber die originalen Angaben.

Und wenn ihr noch was zu trinken dazu braucht, dann werft doch mal einen Blick auf meine Sommergetränke von letztem Jahr. Eistee, Frappés und Cold Brew Coffee sind perfekt für diese Tage!

 

Sommerbrot

Perfekt zum Grillen! Luftig-lockeres Hefe-Weißbrot, das dank Vollkornanteil und Sauerteig-Aromastück eine ganze Menge Geschmack mitbringt.

Sommerbrot

Zutaten für einen Laib:

    Vorteig:
  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 220 g Wasser
  • 0,2 g Frischhefe (etwa zwei Reiskörner groß)
  • Altbrot-Quellstück:
  • 55 g altes Brot, getrocknet und gemahlen
  • 110 g kaltes Wasser
  • Hauptteig:
  • Vorteig
  • Altbrot-Quellstück
  • 168 g kaltes Wasser
  • 350 g Weizenmehl 405
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 20 g Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 12,5 g Salz
  • 5 g Frischhefe

Zubereitung

  1. 12 h vor dem Backen für den Vorteig Mehl, Wasser und Hefe miteinander verrühren. Bei Raumtemperatur 12 h reifen lassen.
  2. Für das Quellstück die Brotbrösel mit dem Wasser verrühren und 10-15 min ausquellen lassen. Es sollte alle Flüssigkeit aufgesogen worden sein.
  3. Für den Hauptteig alle Zutaten für ca. 5 min lang verkneten. Für 20 min ruhen lassen, dann nochmal 5 min kneten. Der Teig sollte merklich weniger klebrig geworden sein, muss aber noch nicht völlig geschmeidig sein.
  4. Für 2-2,5 h gehen lassen (bei sommerlichen Temperaturen reichen vermutlich 2), dabei nach 45 min und 90 min jeweil einmal dehnen und falten.
  5. Den Ofen auf 280°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den fertig gegangenen Teig behutsam auf eine reichlich bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig in eine rechteckige Form ziehen. Die kurzen Seiten des Rechtecks in die Mitte umfalten, dann die vier Ecken des entstandenen Quadrats lang ziehen und in die Mitte falten - werft am besten einen Blick auf das Video des Brotdocs hierzu. Teigling umdrehen und mit Schluss nach unten für 15 min ruhen lassen, bis der Ofen heiß genug ist.
  6. Den Teigling auf den Einschießer wenden, mit Schluss nach oben in den vorgeheizten Ofen schieben und großzügig schwaden. Temperatur sofort auf 240°C reduzieren und in 35-40 min kräftig ausbacken.

Bemerkung

Neu im Thema Brot backen? Werft einen Blick auf meinen Einführungspost zum Thema Sauerteig und Brotbacken, in dem ich einige Grundtechniken und Begriffe erkläre.

http://herbs-and-chocolate.de/2016/07/sommerbrot-brot-zum-grillen.html

 

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09Jul/16
Indisches Auberginen-Curry Baingan Bharta

Indisches Auberginen-Curry: Baingan Bharta

Ich mag indisches Essen und habe schon ein Weilchen den Vorsatz mehr Rezepte daheim nachzukochen. Aber trotz einiger sehr vielversprechender Ansätze, schmeckte es häufig eher nicht so wie im Restaurant. (Nachdem ich noch nie in Indien war, ist das der einzige Vergleich, den ich ziehen kann ;) Gut auf jeden Fall, keine Frage, aber einfach anders. Und ich glaube jetzt endlich den Grund gefunden zu haben: Es braucht einfach viel Gewürze. So richtig viel. Und nochmal doppelt so viel, wie ihr euch jetzt vorstellt. Gut, erschwerend kommt sicher dazu, dass ich doch eher sparsam mit Fett umgehe und es ist eben Geschmacksträger… Aber es geht durchaus auch ohne tassenweise Ghee.

Dieses Auberginen-Curry hat mir ein Licht aufgehen lassen, denn ich habe mich ausnahmsweise brav am die angegebenen Mengen Gewürze gehalten. Aus verschiedenen Rezepten zwar, aber ich habe abgemessen! Normalerweise würze ich nach Gefühl, jeder mag es ja auch ein bisschen anders. Für indische Rezepte muss ich mein Gefühl wohl neu kalibrieren, denn das hier schmeckt endlich so würzig-intensiv wie man es aus dem Restaurant kennt. Dazu die butterweiche Aubergine, ein wenig frische Tomate und ein Klecks säuerlicher Joghurt – himmlisch!

Ich merke also vor: Bei meinen nächsten Versuchen aus dem Dunstkreis der indischen Küche einfach großzügiger mit den Gewürzen sein.

 

Indisches Auberginen-Curry

Butterweiche Aubergine, intensive Gewürze und ein Klecks frischer Joghurt - ein Curry zum Verlieben.

Indisches Auberginen-Curry

Zutaten für eine Person:

  • 1/2 Aubergine
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1/4 TL gehackter Ingwer
  • 1/2 TL Cumin
  • 1 großzügiger TL Curry
  • 1/4 TL Garam Masala
  • 150 g gehackte Tomaten
  • ca. 1/4 TL Salz
  • 1 geh. EL Joghurt (vegan: Sojajoghurt mit ein wenig Zitronensaft)
  • Chilipulver
  • Rapsöl
  • Butter/Margerine

Zubereitung

  1. Aubergine waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Einsalzen und so für 15-20 min liegen lassen, dabei sollte Wasser aus der Aubergine austreten. Dieses "weinen lassen" entzieht der Aubergine Bitterstoffe, sorgt aber vor allem für eine schönere Konsistenz. Nach dieser Zeit die Auberginenscheiben etwas ausdrücken und mit gründlich abtropfen.
  2. Die Auberginenscheiben mit ein wenig Öl bestreichen und im Ofen bei 180°C für ca. 10-15 min rösten, bis sie gar sind. Mein Ofen kann eine Kombination aus Grill und Umluft, das ist perfekt dafür. Bei einfacher Ober-/Unterhitze oder nur Umluft müsst ihr der Aubergine ggf. etwas mehr Zeit lassen, sie soll wirklich schön gar sein. Schließlich aus dem Ofen nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Die Zwiebel abziehen und in Halbringe schneiden. In etwas Butter oder Margerine dünsten, bis sie schön weich ist. Derweil den Knoblauch abziehen und hacken, den Ingwer sehr fein hacken oder reiben, die Gewürze abmessen und bereitstellen.
  4. Wenn die Zwiebel weich ist Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben und kurz anrösten. Die Auberginenstücke dazugeben, mit den Tomaten ablöschen und einige Minuten köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist.
  5. Abschmecken mit Salz, Joghurt und Chilipulver.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/07/auberginen-curry-indisch-baingan-bharta.html

 

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30Jun/16
Bento vegetarisch Mittagessen zum Mitnehmen

Bento-Highlights #3: Viele Linsen, Breze und eine neue Lunchbox

Ein weiterer Monat, eine weitere Bento-Zusammenfassung! Die Bilder sind in der üblichen Handy-Instagram-Qualität und das Essen genau so hübsch angerichtet, wie ich es im Alltag untergebracht habe. Und um solches Alltagsessen geht es gerade auch bei Bento Helke, über 500 (!) Bentos haben sie dort gesammelt und rufen zu diesem Anlass dazu auf, dass auch andere ihre Mittagessen zeigen. Quasi das Mitgebrachte “statt Currywurst”, wobei die bei mir ja ohnehin keine Option ist ;) Ich komme übrigens erst auf ca. 170 Bentos, mit denen vor Instagram sind es vielleicht an die 200. Da geht noch was!

 

Bento Lunchbox Bento Lunchbox

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Monat gab es viele Linsen. Dreimal Dal aus braunen Linsen (da hatte ich eine etwas arg große Portion gekocht…) und dreimal Beluga-Linsen als Salatzutat. Ich habe jedes Mal andere Dinge dazu kombiniert, das Dal gab es z.B. einmal mit rotem Reis, einmal mit Kartoffeln und einmal mit Kichererbsenpfannkuchen. So hat es sich nicht wie zu oft dasselbe Essen angefühlt.

 

June_20__2016_at_0115PM

Schon mehrfach gemacht, aber ich finde es immer wieder hübsch: Ein kleiner, natürlich selbstgemachter Bagel im großen Fach der Lunchbots Bento Cinco, dazu ein bisschen Rohkost und irgendeine Art Aufstrich oder Belag. Bei dieser Box habe ich einige Rucola-Blätter unter den Bagel gelegt und die Karottenblümchen auch in andere Fächer drapiert. Das macht die Box gleich viel hübscher – der Unterschied ist enorm!

 

Salat im Glas Mittagessen mitnehmen

Diesen Monat gab es wieder einige Salate im Glas. Mit Nudeln, mit Linsen und geröstetem Brot, mit Pesto und Bulgur. Der große Vorteil bei den Salat-Gläsern ist für mich, dass es doch schneller geht als eine hübsche Box mit geschnitztem Gemüse zusammenzustellen. Der große Nachteil ist, dass es keinen Nachtisch gibt…

 

Bento Life without Plastic

…und umso toller finde ich meine neue Box, eine runde Box von Onyx, die ich bei Kivanta bestellt habe (genau dieselbe gibt es auch von der Marke Life Without Plastic). Sie kann mit zwei Einsätzen aufgeteilt werden in zwei oder vier Bereiche und vor allem die Zweiteilung finde ich super für Salate plus im letzten Viertel einem kleinen Nachtisch oder etwas Brot. Ich liebe sie jetzt schon! Eingeweiht wurde sie mit asiatischem Nudelsalat mit Tofu.

 

Bento Lunchbox Mittagessen to-go

Zuletzt ein etwas untypisches Bento: Mit Breze! Die Passform ist nicht ganz optimal, aber mit ein bisschen Tetris-Spielerei passte sie irgendwie rein. Und die Optik ist mal was anderes, oder? ;)

Ich hoffe, diese Zusammenstellung hat euch wieder gefallen und ihr konntet die eine oder andere Inspiration daraus mitnehmen. Ein paar mehr Infos findet ihr auch auf meiner allgemeinen Seite über Mittag fürs Büro.

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