16Apr/14

Sellerieschnitzel mit DER Currywurstsoße

Ich hatte Lust auf was paniertes. Und auf Currywurst. Also gab es panierte Selleriescheiben mit der Currywurstsoße. Bei dieser genialen Soße ist es schon fast egal was man dazu isst, genau so soll eine Currywurstsoße schmecken und deshalb ist es die Currywurstsoße. Das Rezept stammt übrigens aus dem besten meiner Kochbücher – es ist von Mama. Das Sellerieschnitzel hat mir fast ein wenig Leid getan, dass ihm die Show gestohlen wurde, es war nämlich auch an sich schon sehr fein und wird in der Art sicher wieder mal auf meinem Teller landen. Ich hab es vegan paniert, ohne Ei, das hat wunderbar funktioniert. Dazu gab es einfach Salat. Eigentlich waren Pommes geplant, aber auf die hatte ich dann doch keine Lust mehr.

Die Currywurstsoße

Currywurstsoße
für 2 Personen
150 ml Ketchup
1/2 Zwiebel
ein wenig Tomatenmark
1,5 TL Balsamicoessig
Honig/Agavendicksaft o.ä.
1 gestr. TL Currypulver
etwas Chilipulver
1/4 TL Sojasoße
Rapsöl
Wasser
  1. Zwiebeln abziehen, fein hacken und im Öl glasig dünsten. Sie dürfen ruhig auch stellenweise leicht braun werden. 
  2. Das Tomatenmark unterrühren und mit etwas Wasser ablöschen. Ketchup dazu geben und Balsamico, Honig/Agavendicksaft (lieber erst mal wenig, ihr könnt ja noch nachdosieren), Currypulver, eine Prise Chilipulver und Sojasoße unterrühren.
  3. Erwärmt die Soße, bis sie anfängt leicht zu blubbern – ggf. könnt ihr sie noch mit etwas Wasser verdünnen, wenn sie euch zu zäh ist. Entweder ihr lasst sie jetzt für einige Minuten bei schwacher Hitze köcheln oder ihr wartet einfach einige Stunden, sodass sie Zeit hat durchzuziehen.
  4. Kurz vor dem Servieren nochmal erwärmen und abschmecken.

Sellerieschnitzel

veganes Sellerieschnitzel
für 2 Personen
1 kleiner Sellerie
ca. 5 EL Mehl
ca. 8 EL Wasser
Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
optional: Kräuter und/oder Senf
Paniermehl
Rapsöl
  1. Sellerie schälen, in dicke Scheiben schneiden und ca. 10 min in Salzwasser kochen. Dann abgießen und die Scheiben trocken tupfen.
  2. Mehl und Wasser zu einer zähen Masse verrühren und diese mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika würzen. Optional könntet ihr auch Kräuter oder etwas Senf verwenden. Die Selleriescheiben erst in der Mehlmasse und danach im Paniermehl wenden.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen und erst wenn es heiß ist die Sellerieschnitzel hinein geben und goldbraun braten. Danach kurz auf Küchenpapier legen, damit das überschüssige Fett aufgesaugt wird.
15Apr/14

4 vegetarische Quellen für Omega-3-Fettsäuren

Als ich letzthin bei meinen Eltern war, hat meine Mutter erwähnt, dass es ihr doch ganz lieb wäre, wenn ich ab und an Fleisch und Fisch essen würde – rein von der Nährstoffversorgung her. Ganz unrecht hat sie natürlich nicht. Eigentlich sollte sich sowieso jeder Mensch ein bisschen informieren, was der Körper braucht und woher er das bekommt, aber je mehr man den eigenen Speiseplan einschränkt, desto wichtiger wird dieses Wissen. Omega-3-Fettsäuren, die man ja üblicherweise mit Fisch in Verbindung bringt, sind ein Thema, mit dem ich mich bisher kaum befasst habe.

Ich habe mich ein bisschen schlau gemacht. Erste Anlaufstelle war wie so oft Wikipedia und von dort hab ich mich weiter geklickt. Soweit ich es verstanden habe gilt folgendes: Das Verhältnis, in dem man Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt ist entscheidend, denn wenn es zu viele Omega-6-Fettsäuren sind werden die Omega-3 schlecht verwertet. Ich wusste vorher noch nicht mal, dass es Omega-6-Fettsäuren gibt ;) Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren werden anscheinend deutlich schlechter aufgenommen als tierische, weil sie zunächst umgebaut werden müssen. Will man den Bedarf über pflanzliche Kost decken, sollte das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren also mehr zugunsten des Omega-3 verschoben sein, als wenn man tierische Quellen miteinbezieht. All diese Infos ohne Gewähr, ich bin nun wirklich keine Biologin.

Aber als Ernährungsempfehlung habe ich ziemlich übereinstimmend gefunden, dass folgende pflanzliche Lebensmittel gut geeignet sind, um den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken:

  1. Leinöl (bzw. Leinsamen)
  2. Chia (-öl bzw. -samen)
  3. Walnussöl (bzw. Walnüsse)
  4. Rapsöl

Rapsöl ist hier wohl der heimliche Star, es enthält diese zwei Arten Fettsäuren in sehr optimalem Verhältnis. Leinöl hat einen sehr hohen Anteil an Omega-3 und ist somit eine sehr gute Ergänzung der Nahrung, genauso Walnussöl und Chia. Chiasamen habe ich schon oft in Blogposts gesehen, aber bisher sind mir keine zu einem akzeptablen Preis über den Weg gelaufen. Mal sehen ob ich sie mir doch mal leiste. Was mache ich also jetzt mit diesem Wissen, um an meine Omega-3-Fettsäuren zu kommen?

  • Ich koche mehr mit Rapsöl. Das ist ja auch wunderbar erhitzbar, geschmacksneutral und zudem noch sehr günstig. Perfekt.
  • Leinöl verwende ich zwei- bis dreimal die Woche als Salatöl. Ich hatte bis vor kurzem noch nie welches gegessen und hab jetzt entdeckt, dass es mir sehr gut schmeckt. Es sollte allerdings nicht erhitzt werden.
  • In der Mensa gibt es für den Salat Walnussöl, zumindest letzthin stand es rum – diese Gelegenheit hab ich natürlich gleich genutzt. Ich hoffe, das war nicht nur eine einmalige Aktion…
  • Leinsamen machen sich im Müsli sehr gut, außerdem hab ich vor bald selbst Brot zu backen und sie dabei zu verwenden. Allerdings sollten Leinsamen geschrotet sein bzw. im Mörser leicht zerstoßen oder beim Essen aufgebissen werden, ansonsten verlassen sie den Körper wieder so, wie sie ihn betreten haben.

Damit sollte ich zumindest deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren abbekommen als vorher. Vielleicht beruhigt das ja auch meine Mutter ein bisschen ;)

(Übrigens, zum Thema Fisch: Je mehr ich mich über den Fischfang informiere, desto weniger taugt mir der Gedanke, ab und an als Ausnahme welchen zu essen. Auf Fisch zu verzichten fällt mir ja schon seit Beginn meines Veggie-Experiments definitiv schwerer als der Verzicht auf Fleisch.)

14Apr/14

Hanuta-Kakao

Zu meiner Entdeckung des Tages. Sie hat mich über die frustrierenden Stunden hinweg getröstet, in denen ich versucht habe etwas zu installieren (was immer noch nicht geklappt hat…):

Hanuta-Kakao

Eigentlich ist es so klar: Haselnussmilch für den Kakao = Hanuta-Kakao. Genauso wie mit Mandelmilch zubereiteter Kakao wie Nougat geschmeckt hat. Aber dass es tatsächlich so wahnsinnig lecker nach flüssigem Hanuta schmeckt hab ich irgendwie nicht erwartet. Probiert’s aus! Und bitte nehmt kein Kaba-Pulver, sondern macht euch einen echten Kakao, schmeckt viiiiiel besser :)
Hanuta-Kakao - Kakao mit Haselnussmilch
1 Tasse (ca. 250 ml) Haselnussmilch (gekauft oder selbstgemacht)
1-2 TL Zucker
1 leicht gehäufter TL Kakaopulver (das zum Backen)
  1. Milchin einen Topf geben, gewünschte Zuckermenge dazu, ein wenig umrühren, damit er sich löst, und erhitzen. Je nachdem welche Pflanzen- oder Kuhmilch ihr verwendet müsst ihr aufpassen, dass sie nicht überkocht, wenn sie im Topf hochsteigt.
  2. Wenn die Milch kocht, Topf vom Herd ziehen und das Kakaopulver einrühren, am besten mit einem kleinen Schneebesen. Viel rühren, sonst gibt es Klumpen.
  3. Kurz stehen und durchziehen lassen, derweil kann man wunderbar die Packung Kakaopulver etc. zurück in den Schrank räumen. Nochmal den Kakao
    ordentlich durchrühren und in eine Tasse geben.

Kurzversion für wenn’s mal schnell gehen muss:

  1. Milch in der Mikrowelle erhitzen, Zucker und Kakaopulver dazu geben, viel rühren, möglichst wenig überschwappen lassen und fertig.

Ich finde diesen Kakao auch schon mit herkömmlicher Kuhmilch deutlich besser als jeden Kaba. Wenn man es lieber schokoladiger hat gibt man mehr Kakaopulver und Zucker dazu, soll es bitterer werden viel Kakaopulver und wenig Zucker und für einen sehr milden Kakao wenig Kakaopulver und viel Zucker. Wer will kann natürlich auch mit Honig, Agavendicksaft, Stevia oder Süßstoff süßen, Zimt oder Vanille zum aromatisieren hinzugeben, das Ganze mit Sahne gehaltvoller und runder machen oder eben Mandel- oder Nussmilch statt Kuhmilch verwenden. Feel free :) Ich bleibe glaube ich für eine Weile beim Hanuta-Kakao…

13Apr/14

Deluxe-Müsli

Sonntags darf es ja auch mal ein besonderes Frühstück sein. Diesmal wurde das Standard-Müsli ersetzt durch dieses wunderschöne Schicht-Etwas mit dem langen Namen

Amaranth-Joghurt-Pop mit Himbeeren und gerösteten Kokosflocken

Das Rezept stammt von Attila Hildmann aus dem Buch “Vegan for Fit”, es kursiert aber auch im Internet, da es von ihm veröffentlicht wurde, beispielsweise hier: Rezept Amaranth-Joghurt-Pop (Link funktioniert nicht mehr). Nachdem ich es zusätzlich noch etwas abgeändert habe (u.a. “deveganisiert”, weil ich manche Originalzutaten nicht da hatte) bin ich so frei und schreib es euch hier nochmal auf. Die Menge ist offiziell für eine Person und hat zwei Gläschen mit 0,2 l Fassungsvermögen gefüllt.

30 g gepopptes Amaranth
130 g Joghurt
1,5 TL Honig
120 g TK-Himbeeren
1/2 Pkch. Vanillinzucker
5 g Kokosflocken
  1. Himbeeren auftauen lassen, mit dem Vanillezucker bestreuen und kurz ziehen lassen.
  2. Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie anfangen zu bräunen. Mit 1/2 TL Honig verrühren.
  3. In den Joghurt nach und nach das Amaranth und zum Schluss 1 TL Honig unterrühren.
  4. Himbeeren und Joghurt abwechselnd in ein oder zwei Gläser schichten und mit den Kokosflocken bestreuen. Optional mit einer Himbeere dekorieren.

So etwas leckeres genießen und dabei noch auf der Terrasse in der Sonne sitzen – so soll ein Sonntag anfangen :) Schönen Sonntag wünsche ich euch!

12Apr/14

Kokos-Spinat mit Kichererbsen und eine Buchempfehlung

Zum Kulinarischen präsentiere ich euch heute nur ein Bild und einen Link zum Rezept, et voilà: (Update: Ich habe das Rezept hier im Beitrag unten noch einmal eingefügt.)

Kokos-Spinat mit Kichererbsen

Kokos-Spinat mit Kichererbsen

Das Rezept findet ihr hier auf dem Blog bevegt. Ich hab mich tatsächlich ausnahmsweise mal ans Rezept gehalten, und lediglich 300 g TK-Spinat statt frischem verwendet. Als Öl hab ich Rapsöl genommen. Senfsamen sind übrigens ganz normale Senfkörner, die findet ihr in einem gut sortierten Supermarkt bei den Gewürzen. Und die “Dose Kichererbsen” meint eine kleine Dose mit 240 g Abtropfgewicht, das findet man woanders auf dem Blog stehen. Es gibt ja noch deutlich größere ;)

Das Gericht war auf jeden Fall super lecker und schnell gemacht, eigentlich ist es nur “einmal andünsten, was dazu kippen und warm werden lassen”. Wenn man TK-Spinat verwendet muss man nicht mal viel schnippeln und Couscous ist ja eh in drei Minuten fertig. Zur Nachahmung sehr empfohlen! :) Was ich mich noch frage: Wie konnte es eigentlich passieren, dass auf diesem Blog bisher noch kein einziges Rezept mit Couscous oder Kichererbsen war? o.O

 

Kokos-Spinat mit Kichererbsen

Schnell gemachte Feierabendküche mit tollen Aromen.

Kokos-Spinat mit Kichererbsen

Zutaten

für 2 Personen

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Senfkörner
  • 1 TL Currypulver
  • 1 kleine Dose Kichererbsen (ca. 240 g Abtropfgewicht)
  • 300-500 g TK-Spinat
  • 1/2 Dose Kokosmilch
  • 125 g Couscous
  • Salz
  • etwas Rapsöl

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch abziehen, hacken und in etwas Öl glasig dünsten und leicht anbraten. Currypulver und Senfkörner zugeben und für wenige Augenblicke mitbraten, bis die Senfkörner anfangen zu springen.
  2. Kokosmilch angießen und alles gründlich verrühren. Den aufgetauten Spinat leicht ausdrücken und gemeinsam mit den Kichererbsen mit in die Pfanne geben. Bei geschlossenem Deckel für einige Minuten ziehen lassen.
  3. Derweil den Couscous nach Packungsanleitung mit heißem Wasser (oder dünner Gemüsebrühe) übergießen und ausquellen lassen.
  4. Das Gemüse mit Salz abschmecken und alles servieren.
http://herbs-and-chocolate.de/2014/04/dreierlei-buchempfehlung-kokos-spina.html

 

Buchempfehlung

Ich hab letzthin ein sehr interessantes Buch gelesen, um genau zu sein an einem halben Tag verschlungen. Nämlich dieses hier:

Ich kann es euch definitiv empfehlen. Es geht um vegetarische bzw. vegane Ernährung, oder allgemein: Wie man sich moralisch vertretbar ernährt. Halbwegs moralisch vertretbar. Hier heißt es nämlich nicht “Diese Ernährungsform ist die ultimative und einzig wahre!” Die Autorin hat verschiedene Ernährungsformen durchprobiert – zwei Monate nur Bio, zwei Monate vegetarisch, vier Monate vegan und zwei Monate frutarisch. Und von ihren Erfahrungen, Überlegungen und Recherchen berichtet sie. Das Buch ist roman-ähnlich geschrieben, liest sich damit schön flüssig und angenehm und bietet zwar, zum Glück oder leider, kein Patentrezept, wie man sich mit völlig reinem Gewissen ernähren kann, aber liefert sehr, sehr viele Denkanstöße.

Was mir besonders gefällt, ist, dass es voller Grautöne ist. Karen Duve predigt nicht was richtig und falsch ist, sondern sie irrt in einem Sumpf verschiedener Ansichten hin und her, redet mit verschiedensten Leuten, wägt ab, hinterfragt und ist sich oftmals deutlich bewusst, wenn sie sich gerade eigentlich nicht rational verhält. Man ist halt nur ein Mensch. Wenn sie von Recherchen berichtet werden immer beide Seiten der Medaille beleuchtet, beispielsweise bei der Frage wie schnell ein Reh nun wirklich stirbt, wenn es geschossen wird, und wie sehr es leidet. Da sagt die eine Quelle dies, die andere jenes und diese Aussagen stehen einfach nebeneinander – was wirklich stimmt weiß die Autorin ja selbst nicht. Das trifft genau meinen Geschmack, es gibt nun mal immer mehr als eine Meinung. Wenn jemand Gegenmeinungen zu seiner Ansicht komplett ausblendet, dann hab ich schon gar keine Lust mehr weiter zu lesen. Sehr gut gefallen hat mir übrigens auch der Satz “Ein ökologisch denkender Mensch kauft wahrscheinlich am besten gar nichts.”, als ihr klar wird, dass ihre vegane Lederimitat-Kunststoffjacke vermutlich aus Erdöl hergestellt wird und sie so “den Planeten nicht retten” wird. Das Buch beschreibt also ein alltägliches Dilemma, liefert keine Lösung, aber sehr viele Ideen was man tun kann und worüber man sich vielleicht zumindest mal Gedanken machen sollte.