14Feb/14

Klassische Lasagne vegetarisch – wie das Original

Ich bin stolz! Ich hab es geschafft eine vegetarische Lasagne zu kochen, bei der mein Freund tatsächlich überlegt hat, ob ich nicht doch Fleisch rein habe :) Ich fand auch, dass sie wirklich sehr original geschmeckt hat. Nicht ganz so gut wie die von meiner Mutter, aber das ist ja glaube ich ein Naturgesetz, Mamas kochen eben am besten.

Ich hab die Soja-Schnetzel von Alnatura verwendet, die feinen (die hier), es gibt sie auch in grob. Sojagranulat sollte genauso funktionieren, aber ich fand die Größe der Sojabrösel so perfekt hackfleischähnlich. Den Trick mit dem doppelt Einweichen, damit der Sojaeigengeschmack weniger intensiv ist, hab ich mal irgendwo gelesen. Mir ist tatsächlich aufgefallen, dass es beim ersten Mal einweichen deutlich stärker nach Soja gerochen hat, einen direkten Vergleich wie viel das bringt hab ich aber nicht. Der Schuss Sojasoße sorgt übrigens für einen runderen, herzhafteren Geschmack – keine Sorge, man schmeckt sie nicht heraus, Asialasagne geht anders ;)

Klassische Lasagne vegetarisch

Das letzte Stück kurz vor seiner Vernichtung…
für 2-3 Personen
Bolognesesoße:
50 g Soja-Schnetzel, fein (z.B. von Alnatura)
Gemüsebrühe
1 große Karotte
1 kleines Stück Knollensellerie
10 cm Lauch
1/2 Zwiebel
250 – 350 g passierte Tomaten
ca. 250 ml Wasser
3-4 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen
guter Schuss Sojasoße
Prise Zucker
Oregano
je ein Zweiglein frischer Thymian und Rosmarin (ersatzweise getrocknet)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Bechamelsoße:
1 EL Butter
1 EL Mehl
ca. 200 ml Gemüsebrühe
ca. 400 ml Milch
1 Lorbeerblatt
Muskat
Salz, Pfeffer

zusätzlich:
Lasagneblätter
Parmesan

Bolognesesoße

  1. Soja-Schnetzel mit heißem Wasser übergießen und 10 min einweichen lassen. Abgießen und mit klarem Wasser spülen. Schnetzel mit heißer Gemüsebrühe bedecken und nochmal 10 min ziehen lassen.
  2. Soja-Schnetzel abgießen, leicht ausdrücken bzw. gut abtropfen lassen. Im Olivenöl scharf anbraten, bis sie knusprig werden.
  3. Karotte, Sellerie, Lauch und Zwiebel putzen und in sehr kleine Würfel schneiden. Mit in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze gründlich andünsten.
  4. Passierte Tomaten und Wasser dazu, Knoblauchzehen durchpressen und zugeben. Wie viel passierte Tomaten ihr braucht hängt davon ab wie viel Suppengrün ihr genau verwendet – und natürlich wie es euch am besten schmeckt. Ebenso Tomatenmark, Sojasoße, Oregano, Thymian und Rosmarin zugeben. Mit Salz und Pfeffer nicht zu intensiv abschmecken.
  5. Soße 20-30 min köcheln lassen, je nachdem wie flüssig sie noch ist mit oder zeitweise ohne Deckel. Danach Kräuterzweige herausfischen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Bechamelsoße

    1. Butter im Topf zerlassen, Mehl einrühren und anschwitzen lassen.
    2. Brühe zugeben und mit dem Schneebesen kräftig rühren, bis sich alles gelöst hat und die Soße anfängt anzudicken. Lorbeerblatt zugeben.
    3. Nach und nach Milch zugeben, dabei viel rühren und immer wieder leich aufkochen lassen, bis die Soße andickt.
    4. Wenn es genug Soße ist (macht das ruhig nach Augenmaß) mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

    Schichten

      1. Ofenform ggf. einfetten.
      2. Zunächst eine Schicht Lasagneblätter in die Form legen, darauf Tomatensoße verteilen, dann etwas Bechamelsoße darüber geben. Wieder Lasagneblätter und so weiter. Den Abschluss bildet eine Schicht Lasagneblätter, die mit Bechamelsoße bedeckt und dick mit Parmesan bestreut werden.
      3. 40 min im Ofen bei 180 °C backen.

      11Feb/14

      Sind Mehlwürmer vegetarisch?

      Zwecks Klausuren und Umzug sowie noch nicht vorhandenem Internet in der neuen Wohnung ist es momentan etwas ruhiger hier. Aber bald kann ich hoffentlich wieder mitteilsamer sein :)

      Letzten Sonntag waren wir (nicht zuletzt um zeitweise dem Kistenchaos zu entfliehen) auf der Werkschau der FH Augsburg. Da:

       http://werkschau.hs-augsburg.de/ws_13_14/

      Es wurden Abschlussarbeiten der Fakultät für Gestaltung gezeigt. Da war einiges dabei, was schön anzusehen oder beeindruckend war, aber blogrelevant war vor allem eines:  

      Süße und herzhafte “Pralinen” mit getrockneten und gemahlenen Insekten als Mehlanteil 

      Zu probieren gab es:

      • süße “Pralinen” mit Mehlwürmern, überzogen mit Schokolade, und außerdem 
      • Mehlwürmer pur, also einfach getrocknet und etwas angeröstet. 

      Und natürlich musste ich probieren, sehr spannend :) Die Praline war wirklich gut, es war eher ein rundes Kuchenstück mit Schokolade überzogen, und hat vorwiegend nussig geschmeckt. Die Mehlwürmer pur waren eher langweilig, etwas “staubig” (die Packung war vermutlich auch schon recht lange geöffnet) und hatten auch diesen bestimmten, nussigen Geschmack. Wenn man den Mehlwurmgeschmack kannte hat man ihn ganz dezent aus den Pralinen herausgeschmeckt. Aber schlecht war das nicht, vor allem in Kombination mit echten Nüssen im Teig war das lecker. Und schließlich ist es in anderen Kulturen durchaus üblich Insekten und Würmer zu essen, sie liefern gutes Protein, also warum nicht? Auf jeden Fall ein sehr interessantes Geschmackserlebnis. Etwas Überwindung hat es mich aber schon gekostet zu probieren ;) Eine Bilderreihe auf der Werkschau hat sich übrigens mit veganer Ernährung beschäftigt, es ging um Argumente dafür und typische “Ausreden”, weshalb man sich nicht vegan ernähren könne.

      Ansonsten bin ich nach wie vor vegetarisch unterwegs, zumindest einen Monat will ich voll machen. Und ich bin leicht enttäuscht, dass es beispielsweise bei dem Inder, bei dem ich letzthin mittags mit Kollegen essen war, auf der Mittagskarte gerade mal ein einziges vegetarisches Gericht gab! Oder waren es zwei? Auf jeden Fall sehr, sehr wenig – obwohl doch die indische Küche traditionell sehr fleischarm ist. Je nach Örtlichkeit ist die Auswahl für Vegetarier doch recht eingeschränkt.

      14Jan/14

      Blitz-Brownie: fertig in 2 min

      Lust auf einen saftigen Schokobrownie, aber natürlich nichts daheim und keine Zeit/Lust einzukaufen und zu backen? Dann hilft dieses Mikrowellenrezept weiter. Drin sind nur Sachen die man in der Regel eh zuhause hat, bzw. die sich gut halten, und es ist wirklich innerhalb von zwei Minuten gemacht – inklusive Zutaten aus dem Schrank holen.

       

      Brownie in der Tasse

      für ca. 1/2 Tasse Brownie

      2 EL Mehl
      2 EL Zucker
      1 EL Kakaopulver (nicht Kaba!)
      1 Prise Salz
      1 EL neutrales Öl
      2 EL Milch (Pflanzenmilch geht auch)
      optional: Schokostückchen/-tropfen

      1. Mehl, Zucker, Kakao und Salz vermischen.
      2. Dazu Öl und Milch geben und verrühren, bis sich eine homogene Masse ergibt. Wer will und hat kann jetzt noch Schokostückchen reinbröseln.
      3. In der Mikrowelle bei voller Leistung ca. 50 Sekunden backen lassen. Je nachdem wie großzügig eure Esslöffel ausgefallen sind und wie trocken ihr den Brownie mögt (ich hab’s gern, wenn er stellenweise noch leicht flüssig ist) braucht es noch 10-20 Sekunden länger.
      4. Genießen!
      17Dec/13

      Griechische Paprikapfanne

      Resteessen! Vorhanden war gestern eine grüne Paprika und ein Stück Schafskäse, das zeitnah verwertet werden wollte. Grüne Paprika roh ist nicht so mein Fall, also sollte sie irgendwie gekocht, gedünstet oder gebraten werden. Viel Geduld hatte ich aber nicht und Lust auf Abspülen sowieso nicht, also kam das hier dabei heraus:

      Griechische Paprikapfanne

      1 grüne Paprika
      1/2 kleine Zwiebel oder Schalotte
      Oregano, Thymian, Salz, Pfeffer
      3 schwarze Oliven
      ca. 50 g Schafskäse (mit Schafs-/Ziegenmilch)
      Olivenöl
      Paprika putzen und in Stücke schneiden, Zwiebel abziehen und in Halbringe schneiden. In einer Pfanne mit Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind und leicht bräunen. Mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. Oliven in Ringe und Schafskäse in kleine Stücke scheiden, Pfanne vom Herd ziehen und beides untermischen, sodass der Schafskäse ein wenig zerläuft.
      Dazu gab es, wie man sieht, Brot. Das Ganze war in vielleicht 8 min gemacht und genau das Richtige für einen Schafskäse-Oliven-Fan wie mich :)
      05Dec/13

      Veganes Fast Food: Çiğköftem

      Heute Mittag habe ich etwas Neues ausprobiert, das es gleich ums Eck bei meiner Arbeit gibt: Fast Food der Franchise-Kette ÇİĞKÖFTEM. Çiğ Köfte (türkisch für “Rohe Köfte”) an sich sind kräftig gewürzte, rohe Hackfleischbällchen. Bei Çiğköftem gibt es die vegane Variante bestehend aus Weizen, Tomatenmark, Chilipulver und zahlreichen Gewürzen.

      Der Herr hinter der Theke war sehr nett, hat mir von sich aus ein wenig von der Masse zum Probieren gegeben und mir erklärt was sie enthält. Ich wollte ein Dürüm (für 3,- €) haben und hatte die Wahl zwischen “etwas scharf” und “scharf”. Nachdem Schärfe nun nicht unbedingt meins ist hab ich mich für die mildere Variante entschieden – zum Glück, wie sich dann heraus gestellt hat. Das Dürüm war gut gefüllt mit Salat und wurde mit einer süßlichen Granatapfelsoße gewürzt. Insgesamt richtig lecker! Gerade die Kombination aus der Schärfe und der Süße des Granatapfels war wirklich fein und das Çiğköftem an sich sehr gut gewürzt. Satt geworden bin ich von der Portion auch.

      Leider war es insgesamt schon fast zu scharf für mich, insofern werde ich wohl eher selten dort vorbei schauen. Wer gerne scharf isst und in Augsburg ist, dem empfehle ich auf jeden Fall in der Schaezlerstraße 2 vorbei zu schauen! Das Dürüm ist glaube ich komplett vegan, der Burger ist zumindest vegetarisch – aber da fragt ihr am besten den Inhaber selbst. Guten Appetit! :)