23Feb/14

Indisch und vegetarisch

Am Wochenende hat meine Mutter unter anderem dieses Gericht gekocht, weil ich es mir gewünscht hatte. Spinat ist ein tolles Gemüse und ich hatte schon eine ganze Weile Lust auf indisches Essen und ganz speziell auf das hier:

Palak Paneer

für 2-3 Personen
 ca. 150 g Paneer (schnittfest, s.u.)
2 EL Öl
600 g Spinat
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 cm Ingwer
1 TL Koriander
1 TL Cumin (Kreuzkümmel)
Prise Chili
1/2 TL Curcuma
Salz
Prise Zucker
150 g Sahne
  1. Den Paneer in 1 cm große Würfel schneiden, in Öl hellbraun anbraten, herausnehmen.
  2. Zwiebel schälen und in Halbringe schneiden, Knoblauch schälen und hacken, Ingwer schälen und feinhacken. Spinat putzen, waschen und evtl. kleinschneiden.
  3. Im übrigen Öl Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer golbraun anbraten, Gewürze zugeben und mitrösten. Spinat zugeben und etwa 10 Minuten zugedeckt garen.
  4. Mit Salz und Zucker würzen und die Sahne angießen. Paneer zugeben und weitere 5 Minuten bei schwacher Hitze dünsten.

Dazu gibt es dann Basmatireis oder indisches Brot. Und wo bekommt man Paneer her? Am besten macht man ihn selber, viel Aufwand ist das nicht. Alternativ könnt ihr auch Naturtofu nehmen. Paneer ist ähnlich geschmacksneutral wie Tofu, aber dadurch nimmt er umso besser den Geschmack von den Gewürzen an. Lecker sag ich euch :) Für Palak Paneer braucht ihr die schnittfeste Paneer-Variante, das heißt er muss 6 Stunden lang gepresst werden.

Paneer

noch ungepresster Paneer
für ca. 150 g Paneer 
1 l Vollmilch
4 EL Essig (z.b. Weinbranntessig)
 
  1. Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn sie im Topf hoch steigt von der Platte ziehen.
  2. Essig einrühren und solange weiter rühren, bis sich die Käsemasse von der Molke trennt. Wenn das nicht gleich funktioniert nochmal etwas erhitzen.
    so soll es aussehen

     

  3. Ein sauberes Geschirrtuch in ein Sieb geben und die Masse hineingießen.

     

  4. Mit klarem Wasser spülen, bis es nicht mehr nach Essig riecht.

     

  5. Gründlich abtropfen lassen.
  6. Ordentlich ausdrücken…
  7. …und beschweren. Am besten den Käseklumpen zwischen zwei Brettchen klemmen und entweder einen schweren Topf oder einen mit Wasser gefüllten oben drauf stellen.
  8. Eine halbe Stunde pressen lassen für einen krümeligen Käse, nach 6 Stunden Pressen ist er dagegen schnittfest.
    schnittfester Paneer

     

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22Feb/14

Passend zur Jahreszeit – Apfel-Kinderpunsch

…nur die Temperaturen sind gerade nicht ganz typisch. Egal, es schmeckt trotzdem – dieser Punsch weckt in mir Kindheitserinnerungen. Wie toll war es, sich beim Schlittenfahren auszutoben und dann verfroren und dann völlig geschafft ins Warme zu kommen und diesen leckeren Punsch zu brauen. Denn so einfach wie der ist durfte ich das schon als Kind selbst machen, unter Aufsicht natürlich. Und ich trinke ihn heute noch gern :)

 

Apfel-Kinderpunsch

So schlicht wie unfassbar gut: Aus Apfelsaft wird dank ein paar Gewürzen in wenigen Minuten ein köstlicher Punsch.

Apfel-Kinderpunsch

Zutaten

für 1 Tasse (ca. 200 ml)

  • 1 Tasse Apfelsaft
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 1/2 TL Honig oder Ahornsirups (je nach Geschmack auch mehr)
  • 1/3 Zimtstange
  • 2 Nelken

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in einen Topf geben und einmal kurz ordentlich aufkochen lassen. Gelegentlich rühren, damit sich der Honig löst.
  2. Vom Herd nehmen und für einige Minuten durchziehen lassen. Danach Zimtstange und Nelken entfernen und den Punsch in eine Tasse geben.
http://herbs-and-chocolate.de/2014/02/passend-zur-jahreszei.html

 

Fehlt nur noch eine Decke und ein gutes Buch und dann ab aufs Sofa. Apropos Kindheitserinnerungen: dieses Wochenende gibt es wahrscheinlich kein weiteres Rezept von mir, ich lasse mich von meiner Mutter kochtechnisch verwöhnen. Extra für mich kocht sie vegetarisch :)
14Feb/14

Klassische Lasagne vegetarisch – wie das Original

Ich bin stolz! Ich hab es geschafft eine vegetarische Lasagne zu kochen, bei der mein Freund tatsächlich überlegt hat, ob ich nicht doch Fleisch rein habe :) Ich fand auch, dass sie wirklich sehr original geschmeckt hat. Nicht ganz so gut wie die von meiner Mutter, aber das ist ja glaube ich ein Naturgesetz, Mamas kochen eben am besten.

Ich hab die Soja-Schnetzel von Alnatura verwendet, die feinen (die hier), es gibt sie auch in grob. Sojagranulat sollte genauso funktionieren, aber ich fand die Größe der Sojabrösel so perfekt hackfleischähnlich. Den Trick mit dem doppelt Einweichen, damit der Sojaeigengeschmack weniger intensiv ist, hab ich mal irgendwo gelesen. Mir ist tatsächlich aufgefallen, dass es beim ersten Mal einweichen deutlich stärker nach Soja gerochen hat, einen direkten Vergleich wie viel das bringt hab ich aber nicht. Der Schuss Sojasoße sorgt übrigens für einen runderen, herzhafteren Geschmack – keine Sorge, man schmeckt sie nicht heraus, Asialasagne geht anders ;)

Klassische Lasagne vegetarisch

Das letzte Stück kurz vor seiner Vernichtung…
für 2-3 Personen
Bolognesesoße:
50 g Soja-Schnetzel, fein (z.B. von Alnatura)
Gemüsebrühe
1 große Karotte
1 kleines Stück Knollensellerie
10 cm Lauch
1/2 Zwiebel
250 – 350 g passierte Tomaten
ca. 250 ml Wasser
3-4 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen
guter Schuss Sojasoße
Prise Zucker
Oregano
je ein Zweiglein frischer Thymian und Rosmarin (ersatzweise getrocknet)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Bechamelsoße:
1 EL Butter
1 EL Mehl
ca. 200 ml Gemüsebrühe
ca. 400 ml Milch
1 Lorbeerblatt
Muskat
Salz, Pfeffer

zusätzlich:
Lasagneblätter
Parmesan

Bolognesesoße

  1. Soja-Schnetzel mit heißem Wasser übergießen und 10 min einweichen lassen. Abgießen und mit klarem Wasser spülen. Schnetzel mit heißer Gemüsebrühe bedecken und nochmal 10 min ziehen lassen.
  2. Soja-Schnetzel abgießen, leicht ausdrücken bzw. gut abtropfen lassen. Im Olivenöl scharf anbraten, bis sie knusprig werden.
  3. Karotte, Sellerie, Lauch und Zwiebel putzen und in sehr kleine Würfel schneiden. Mit in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze gründlich andünsten.
  4. Passierte Tomaten und Wasser dazu, Knoblauchzehen durchpressen und zugeben. Wie viel passierte Tomaten ihr braucht hängt davon ab wie viel Suppengrün ihr genau verwendet – und natürlich wie es euch am besten schmeckt. Ebenso Tomatenmark, Sojasoße, Oregano, Thymian und Rosmarin zugeben. Mit Salz und Pfeffer nicht zu intensiv abschmecken.
  5. Soße 20-30 min köcheln lassen, je nachdem wie flüssig sie noch ist mit oder zeitweise ohne Deckel. Danach Kräuterzweige herausfischen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Bechamelsoße

    1. Butter im Topf zerlassen, Mehl einrühren und anschwitzen lassen.
    2. Brühe zugeben und mit dem Schneebesen kräftig rühren, bis sich alles gelöst hat und die Soße anfängt anzudicken. Lorbeerblatt zugeben.
    3. Nach und nach Milch zugeben, dabei viel rühren und immer wieder leich aufkochen lassen, bis die Soße andickt.
    4. Wenn es genug Soße ist (macht das ruhig nach Augenmaß) mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

    Schichten

      1. Ofenform ggf. einfetten.
      2. Zunächst eine Schicht Lasagneblätter in die Form legen, darauf Tomatensoße verteilen, dann etwas Bechamelsoße darüber geben. Wieder Lasagneblätter und so weiter. Den Abschluss bildet eine Schicht Lasagneblätter, die mit Bechamelsoße bedeckt und dick mit Parmesan bestreut werden.
      3. 40 min im Ofen bei 180 °C backen.

      11Feb/14

      Sind Mehlwürmer vegetarisch?

      Zwecks Klausuren und Umzug sowie noch nicht vorhandenem Internet in der neuen Wohnung ist es momentan etwas ruhiger hier. Aber bald kann ich hoffentlich wieder mitteilsamer sein :)

      Letzten Sonntag waren wir (nicht zuletzt um zeitweise dem Kistenchaos zu entfliehen) auf der Werkschau der FH Augsburg. Da:

       http://werkschau.hs-augsburg.de/ws_13_14/

      Es wurden Abschlussarbeiten der Fakultät für Gestaltung gezeigt. Da war einiges dabei, was schön anzusehen oder beeindruckend war, aber blogrelevant war vor allem eines:  

      Süße und herzhafte “Pralinen” mit getrockneten und gemahlenen Insekten als Mehlanteil 

      Zu probieren gab es:

      • süße “Pralinen” mit Mehlwürmern, überzogen mit Schokolade, und außerdem 
      • Mehlwürmer pur, also einfach getrocknet und etwas angeröstet. 

      Und natürlich musste ich probieren, sehr spannend :) Die Praline war wirklich gut, es war eher ein rundes Kuchenstück mit Schokolade überzogen, und hat vorwiegend nussig geschmeckt. Die Mehlwürmer pur waren eher langweilig, etwas “staubig” (die Packung war vermutlich auch schon recht lange geöffnet) und hatten auch diesen bestimmten, nussigen Geschmack. Wenn man den Mehlwurmgeschmack kannte hat man ihn ganz dezent aus den Pralinen herausgeschmeckt. Aber schlecht war das nicht, vor allem in Kombination mit echten Nüssen im Teig war das lecker. Und schließlich ist es in anderen Kulturen durchaus üblich Insekten und Würmer zu essen, sie liefern gutes Protein, also warum nicht? Auf jeden Fall ein sehr interessantes Geschmackserlebnis. Etwas Überwindung hat es mich aber schon gekostet zu probieren ;) Eine Bilderreihe auf der Werkschau hat sich übrigens mit veganer Ernährung beschäftigt, es ging um Argumente dafür und typische “Ausreden”, weshalb man sich nicht vegan ernähren könne.

      Ansonsten bin ich nach wie vor vegetarisch unterwegs, zumindest einen Monat will ich voll machen. Und ich bin leicht enttäuscht, dass es beispielsweise bei dem Inder, bei dem ich letzthin mittags mit Kollegen essen war, auf der Mittagskarte gerade mal ein einziges vegetarisches Gericht gab! Oder waren es zwei? Auf jeden Fall sehr, sehr wenig – obwohl doch die indische Küche traditionell sehr fleischarm ist. Je nach Örtlichkeit ist die Auswahl für Vegetarier doch recht eingeschränkt.

      14Jan/14

      Blitz-Brownie: fertig in 2 min

      Lust auf einen saftigen Schokobrownie, aber natürlich nichts daheim und keine Zeit/Lust einzukaufen und zu backen? Dann hilft dieses Mikrowellenrezept weiter. Drin sind nur Sachen die man in der Regel eh zuhause hat, bzw. die sich gut halten, und es ist wirklich innerhalb von zwei Minuten gemacht – inklusive Zutaten aus dem Schrank holen.

       

      Brownie in der Tasse

      für ca. 1/2 Tasse Brownie

      2 EL Mehl
      2 EL Zucker
      1 EL Kakaopulver (nicht Kaba!)
      1 Prise Salz
      1 EL neutrales Öl
      2 EL Milch (Pflanzenmilch geht auch)
      optional: Schokostückchen/-tropfen

      1. Mehl, Zucker, Kakao und Salz vermischen.
      2. Dazu Öl und Milch geben und verrühren, bis sich eine homogene Masse ergibt. Wer will und hat kann jetzt noch Schokostückchen reinbröseln.
      3. In der Mikrowelle bei voller Leistung ca. 50 Sekunden backen lassen. Je nachdem wie großzügig eure Esslöffel ausgefallen sind und wie trocken ihr den Brownie mögt (ich hab’s gern, wenn er stellenweise noch leicht flüssig ist) braucht es noch 10-20 Sekunden länger.
      4. Genießen!