19Mar/14

Seelentröster

Manchmal ist einem einfach bäh zumute. Bedrückt, unzufrieden, unwillig, traurig. So geht’s mir heute. Leider ist gerade niemand da, der mich in den Arm nimmt, deshalb: Zeit für was leckeres, süßes zum naschen. Gute Gelegenheit mich an einem Crumble zu versuchen, zumal hier ohnehin noch ein Apfel rum lag. Hat irgendwer behauptet vegetarische Ernährung sei immer gesund?

Apfel-Crumble

 
für 1 Person
1 säuerlicher Apfel
25 g Butter
25 g Zucker
35 g Mehl
Zimt
etwas Zitronensaft
  1. Butter warm werden lassen, mit Zucker, Mehl und etwas Zimt zu einem Streuselteig verkneten.
  2. Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden. Mit ein wenig Zitronensaft beträufeln.
  3. In eine kleine Auflaufform Apfelstückchen und Streuselteig einschichten: eine Schicht Apfel, darüber Streuselteig krümeln, dann nochmal Apfel und nochmal Streusel obendrüber.
  4. Bei 180 °C 30 min im Ofen backen. 
  5. Essen, am besten noch lauwarm.

Jetzt verstehe ich den Hype um Crumbles. Seeehr fein :) Ein bisschen knusprig, ein bisschen bratapfelig, ein bisschen saftig, nicht zu süß. Wirklich ein Seelentröster.
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18Mar/14

Ravioli mit Ricotta-Pilz-Füllung

Wow. Absolut lecker. Ja, etwas Aufwand, aber er lohnt sich sowas von. Macht euch selbst Ravioli, unbedingt!

Ravioli mit Ricotta-Pilz-Füllung

für 2 eher kleine Portionen
200 g Hartweizengrieß
90 ml Wasser
175 g braune Champignons
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
125 g Ricotta 
Petersilie, Thymian, Salz, Pfeffer
Olivenöl
  1. Grieß gründlich mit dem Wasser verkneten (am besten mit der Hand). In Folie wickeln und 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Champignons säubern und in kleine Stücke schneiden, Zwiebel und Knoblauch abziehen und ebenfalls klein schneiden. Thymian zugeben und alles in Olivenöl anbraten. Ricotta unterrühren, mit Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken. Achtung, jetzt nicht die ganze Füllung aus der Pfanne naschen ;)
  3. Teig sehr flach ausrollen. Ich habe ihn so dünn ausgerollt, bis ich ganz schwach das hell-dunkel-Muster meiner Arbeitsplatte durchgesehen habe. Auf die Hälfte des Teigs kleine Häufchen der Füllung setzen, mit der anderen Hälfte zudecken und in den Zwischenräumen ordentlich festdrücken. Mit einem scharfen Messer oder Teigroller entlang der festgedrückten Kanten in Vierecke schneiden, ggf. die Ränder nochmals etwas festdrücken. (Alternativ könnt ihr auch Kreise ausstechen, Füllung darauf geben und die Hälfte umklappen, sodass “Monde” entstehen.)
  4. In kochendes Salzwasser geben, kurz aufkochen, dann ca. 8 min im heißen Wasser ziehen lassen. Vorsichtig abgießen.

Ich habe die Ravioli dann noch kurz in Salbeibutter geschwenkt und frischen Parmesan darüber gerieben, dazu gab es frischen Salat. Genial, wirklich. Das möchte ich jetzt gern täglich :)

17Mar/14

Pasta mit Brokkoli-Erdnuss-Soße

Ich habe seit einer ganzen Weile Erdnussmus im Kühlschrank stehen und habe es bislang kaum je verwendet. Das musste natürlich geändert werden. Ganz unabhängig davon ist Brokkoli toll, aber ich wollte nicht schon wieder die klassische Brokkoli-Sahne-Soße kopieren.

Nudeln mit Brokkoli-Erdnuss-Soße

 
für 2 Personen
200 g Vollkornnudeln
1-2 Brokkoli (500 g)
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
Olivenöl
250 ml Gemüsebrühe
1,5 TL Erdnussmus
kleiner Schuss Zitronensaft 
Muskat, Salz, Pfeffer
einige Erdnüsse
  1. Brokkoli waschen, Röschen abteilen und Strunk putzen und in grobe Stücke schneiden.
  2. Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen und hacken, in Olivenöl andünsten. Den zerkleinerten Brokkolistrunk dazu und stellenweise leicht bräunen lassen. Gemüsebrühe angießen und bei geschlossenem Deckel 10 min köcheln lassen, bis der Brokkoli gar ist.
  3. Brokkoliröschen ca. 10 min dünsten, bis sie gar sind. Das geht auch wunderbar in der Mikrowelle: Röschen in ein Gefäß geben, etwas Salz und gerade so viel Wasser dazu, dass der Boden gut bedeckt ist. Deckel drauf und bei voller Leistung für 5-8 min in die Mikrowelle.
  4. Wenn der Brokkolistrunk gar ist, Topf vom Herd ziehen und mit dem Pürierstab den Brokkoli in die Gemüsebrühe pürieren. Das Erdnussmus zugeben und verrühren, mit ordentlich Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zitronensaft abschmecken. Gegarte Brokkoliröschen in die Soße geben und eine Weile ziehen lassen. Das ist wichtig, danach schmeckt die Soße viel runder – am besten erst jetzt das Nudelwasser aufsetzen und die Soße derweil warm halten.
  5. Wenn die Nudeln fertig sind die Soße nochmal abschmecken, über die gekochten Nudeln geben und mit einigen Erdnüssen bestreuen.

Die Soße wird dank dem pürierten Brokkoli und dem Nussmus wunderbar sämig und die Erdnüsse darüber sind nochmal schön knackig. Echt gut geworden :) Ist nebenbei bemerkt vegan.

16Mar/14

Sonntagsfrühstück zur Eierverwertung

Einen schönen Sonntag euch! :)

Heute gab es ein leckeres Sonntagsfrühstück – weil noch zwei Eier da waren, die weg mussten. Irgendwie koch ich fast nie mit Eiern und wenn ich sie dann doch für irgendetwas brauche, stehen die restlichen recht lang im Kühlschrank… Außerdem ist das Wetter heute so trübe, vor allem im Vergleich zum strahlenden Sonnenschein der letzten Tage, da braucht man doch was leckeres zum Aufmuntern.

Kaiserschmarrn

Immerhin zum Photographieren ist dieses Wetter super ;)
Das Rezept für den Kaiserschmarrn ist von Chefkoch, ein sehr klassisches Rezept. (Das Quellen des Teigs hab ich mir allerdings gespart.) Ich habe die halbe Portion gemacht und noch in Rum gequollene Rosinen mit rein, das hat für zwei Personen zum Frühstück gut gepasst. Das Apfelmus hab ich direkt nach dem Aufstehen selbst gemacht, bis zum späten Frühstück war es dann abgekühlt.

Apfelmus

zwei sauerliche Äpfel (Braeburn, Boskop o.ä.)
drei Schuss Zitronensaft
etwas Wasser
Zimt

  1. Äpfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden.
  2. Mit etwas Wasser (so dass der Topfboden gut bedeckt ist) und zwei Schuss Zitronensaft 10 min lang kochen.
  3. Apfelstücke zerquetschen und mit Zimt und noch etwas Zitronensaft abschmecken.
Sehr schnell gemacht und viel leckerer als fertig gekauftes Mus! Wer will kann natürlich noch nachsüßen, aber mir hat das so völlig gereicht.
10Mar/14

Studentenpesto

Man nehme einen Studenten (am besten in der Prüfungszeit, dann sind sie ganz mürbe). Dieser Student hat Hunger, natürlich nicht viel Geld und möchte gut, vegan und gesund essen. Wunderbar, dann gibt es wohl Studentenpesto!

Die Grundzutaten für ein Pesto sind bekanntermaßen: Kräuter, Nüsse, Olivenöl, Salz, Pfeffer, vielleicht noch Knoblauch. Je nachdem welche Kräuter und vor allem welche Nüsse man nimmt kann das relativ teuer werden, auch wenn man ja immer recht wenig Pesto pro Gericht benötigt – aber es geht sparsamer.

Das günstigste, was man allgemein an (halbwegs) naturbelassenen Nüssen findet sind Erdnüsse. Geröstet und mit oder ohne Salz gibt es die bei den Knabberwaren. Kräuter wiederum sind am günstigsten, wenn sie aus dem eigenen Garten oder vom eigenen Balkon stammen, aber das ist im Winter etwas schwierig. Ja, meine Petersilie hat momentan einige Blättchen, aber die will ich ihr jetzt nicht unbedingt abschneiden. Muss ich auch nicht, denn man kann statt herkömmlichen Kräutern etwas verwenden, was man sonst weg wirft: Radieschengrün. Ein Bund Radieschen kommt ja immer mit einem Schopf Blätter daher und die kann man für Pesto verwenden. Die Radieschen verwertet man anderweitig, z.B. im Salat, zur Brotzeit, wie auch immer. Und damit das Pesto nicht zu fettig wird kommt nur wenig Öl und dafür etwas Gemüsebrühe hinein.

Studentenpesto

 für 1 Nudelportion
Radieschengrün von einem Bund Radieschen
2 EL Erdnüsse (geröstet, ungesalzen) nach Geschmack auch mehr
ein Schuss Olivenöl
3-4 El Wasser
eine Prise Gemüsenbrühenpulver
granulierter Knoblauch
Salz, Pfeffer
Radieschengrün waschen und in einen Mixer oder ein Behältnis zum pürieren geben. Erdnüsse dazu und alles anpürieren. Einen Schuss Olivenöl und ggf. auch schon etwas Wasser zugeben, damit das Pürieren besser geht. Weiter pürieren, bis sich keine Stückchen mehr finden. Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abschmecken mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und ein wenig Gemüsebrühenpulver.
Dazu 100 g Nudeln kochen (wenn es luxuriös sein soll nimmt man Vollkornnudeln) und drei Handvoll tiefgefrorene Bohnen auftauen und erwärmen. Das ergibt zusammen eine sehr leckere, einfache, schnelle und sehr preisgünstige Mahlzeit :) Außerdem finde ich den Aspekt toll, dass man etwas verwertet, was sonst weggeworfen wird. Ist doch schade drum.