Indisches Auberginen-Curry: Baingan Bharta

09Jul/16
Indisches Auberginen-Curry Baingan Bharta

Ich mag indisches Essen und habe schon ein Weilchen den Vorsatz mehr Rezepte daheim nachzukochen. Aber trotz einiger sehr vielversprechender Ansätze, schmeckte es häufig eher nicht so wie im Restaurant. (Nachdem ich noch nie in Indien war, ist das der einzige Vergleich, den ich ziehen kann ;) Gut auf jeden Fall, keine Frage, aber einfach anders. Und ich glaube jetzt endlich den Grund gefunden zu haben: Es braucht einfach viel Gewürze. So richtig viel. Und nochmal doppelt so viel, wie ihr euch jetzt vorstellt. Gut, erschwerend kommt sicher dazu, dass ich doch eher sparsam mit Fett umgehe und es ist eben Geschmacksträger… Aber es geht durchaus auch ohne tassenweise Ghee.

Dieses Auberginen-Curry hat mir ein Licht aufgehen lassen, denn ich habe mich ausnahmsweise brav am die angegebenen Mengen Gewürze gehalten. Aus verschiedenen Rezepten zwar, aber ich habe abgemessen! Normalerweise würze ich nach Gefühl, jeder mag es ja auch ein bisschen anders. Für indische Rezepte muss ich mein Gefühl wohl neu kalibrieren, denn das hier schmeckt endlich so würzig-intensiv wie man es aus dem Restaurant kennt. Dazu die butterweiche Aubergine, ein wenig frische Tomate und ein Klecks säuerlicher Joghurt – himmlisch!

Ich merke also vor: Bei meinen nächsten Versuchen aus dem Dunstkreis der indischen Küche einfach großzügiger mit den Gewürzen sein.

 

Indisches Auberginen-Curry

Butterweiche Aubergine, intensive Gewürze und ein Klecks frischer Joghurt - ein Curry zum Verlieben.

Indisches Auberginen-Curry

Zutaten

für eine Person:

  • 1/2 Aubergine
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1/4 TL gehackter Ingwer
  • 1/2 TL Cumin
  • 1 großzügiger TL Curry
  • 1/4 TL Garam Masala
  • 150 g gehackte Tomaten
  • ca. 1/4 TL Salz
  • 1 geh. EL Joghurt (vegan: Sojajoghurt mit ein wenig Zitronensaft)
  • Chilipulver
  • Rapsöl
  • Butter/Margerine

Zubereitung

  1. Aubergine waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Einsalzen und so für 15-20 min liegen lassen, dabei sollte Wasser aus der Aubergine austreten. Dieses "weinen lassen" entzieht der Aubergine Bitterstoffe, sorgt aber vor allem für eine schönere Konsistenz. Nach dieser Zeit die Auberginenscheiben etwas ausdrücken und mit gründlich abtropfen.
  2. Die Auberginenscheiben mit ein wenig Öl bestreichen und im Ofen bei 180°C für ca. 10-15 min rösten, bis sie gar sind. Mein Ofen kann eine Kombination aus Grill und Umluft, das ist perfekt dafür. Bei einfacher Ober-/Unterhitze oder nur Umluft müsst ihr der Aubergine ggf. etwas mehr Zeit lassen, sie soll wirklich schön gar sein. Schließlich aus dem Ofen nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Die Zwiebel abziehen und in Halbringe schneiden. In etwas Butter oder Margerine dünsten, bis sie schön weich ist. Derweil den Knoblauch abziehen und hacken, den Ingwer sehr fein hacken oder reiben, die Gewürze abmessen und bereitstellen.
  4. Wenn die Zwiebel weich ist Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben und kurz anrösten. Die Auberginenstücke dazugeben, mit den Tomaten ablöschen und einige Minuten köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist.
  5. Abschmecken mit Salz, Joghurt und Chilipulver.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/07/auberginen-curry-indisch-baingan-bharta.html

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Teilen via Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on Pinterest

Auch lecker:

12 Kommenare zu “Indisches Auberginen-Curry: Baingan Bharta

  1. Liebe Carla,
    es sieht wirklich lecker aus, hmmm, ein sommerliches Auberginen-Curry bekomme ich nicht alle Tage.
    Doch ich glaube, mir ginge es wie Dir, denn wenn ich bedenke, dass die Gewürzzutaten nur für eine Person gedacht sind, müsste ich mich ebenfalls an die größeren Mengen gewöhnen.
    Liebe Grüße Sigrid

    1. Ja, die Gewürzmengen sind wirklich für eine Person gedacht – ich hatte zwar die Hälfte einer großen Aubergine, aber habe dafür auch die Gewürzmengen nochmal etwas großzügiger ausfallen lassen, als hier angegeben. Definitiv mehr, als ich normalerweise verwenden würde, aber das Ergebnis stimmt :)
      Liebe Grüße
      Carla

  2. Ich liebe Auberginen, und das Rezept kommt mir gerade recht :-)
    Bei der indischen Küche hinke ich auch noch etwas hinterher. Allerdings liegt es bei mir eher daran, dass ich einen Teil der Gewürze wie Asafoetida oder Mangopulver nur schwer bekomme. Vielleicht muss ich doch so langsam mal ne Großbestellung bei einem dieser online shops für indisches Essen aufgeben. Inzwischen habe ich so viele Rezepte gesammelt, dass es sich wohl lohnen würde :-) Allerdings kommt dein Rezept ja glücklicherweise ohne diesen ganzen Kram aus, insofern kann ich damit schon mal starten!
    Liebe Grüße, Tring

    1. Für Auberginen-Liebhaber ist das Rezept perfekt :) Stimmt, derartige Gewürze hab ich auch nicht unbedingt da. Bockshornkleesamen sind kürzlich hier eingezogen, aber Asafoetida fehlt beispielsweise. Noch, zumindest ;) Mal sehen wann DAS Rezept meinen Weg kreuzt, für das ich dann ein Döschen mehr in mein Gewürzregal stelle.
      Bis dahin wünsch ich dir viel Vergnügen mit diesem Curry!
      Liebe Grüße
      Carla

  3. Oh ja, beim indischen Futter darf man echt nicht am Gewürz sparen! Meistens werf ich sogar nochmal extra Curry oder so nach, weils noch nicht genug Wumms hat ^_^ Das Rezept hört sich so lecker an, vielleicht kann ich damit mal den Lieblingsmann von Auberginen überzeugen ;)
    Liebe Grüße, Sabine

    1. Nachdem ich jetzt weiß, dass mein “Zielgeschmack” sich durch viiiiiele Gewürze erreichen lässt, werde ich wohl von jetzt an auch öfter mal ordentlich nachwürzen ;) Oh, mag deiner keine Auberginen? Sehr schade, aber wenn er indische Gewürze gerne isst…? Halt mich auf dem Laufenden! ;)
      Liebe Grüße
      Carla

  4. Wir hatten das Gericht am Sonntag, ich habe es für Freunde gekocht und obwohl niemand erklärter auberginenliebhaber ist von uns, hat es allen fantastisch geschmeckt. Ich muss gestehen, da ich cumin liebe habe ich davon sogar mehr rangemacht, als im Rezept stand. Ansonsten habe ich zu den frischen gewürfelten Tomaten noch etwas passierte Tomaten gegeben. Den Rest habe ich genauso gelassen und ich werde es definitiv wieder machen. Vielen lieben Dank für dieses tolle Rezept!

    1. Freut mich sehr, dass es euch so gut geschmeckt hat :) Ja, da kann ordentlich Gewürz dran, gell? Sowas wie zu viel Cumin gibt es in meiner Welt ohnehin nicht, glaube ich – ich bin auch erklärter Fan <3

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> </div>