VeggieWorld 2016 in München – meine Erfahrungen

30Apr/16
VeggieWorld 2016 München

Dieses Wochenende findet die VeggieWorld in München statt und die wollte ich mir nicht entgehen lassen. Sie ist relativ einfach zu finden: Von der Tramhaltestelle Schwanseestraße einfach immer dahin laufen, wo einem die Leute mit großen Papiertüten, Eiswaffeln und frischen Kokosnüssen (mit Strohhalm) in der Hand entgegen kommen. Ich war gegen Mittag dort und bin etwa zwei Stunden durch die Halle geschlendert. Es war ordentlich was los, aber noch erträglich voll – man musste nie länger anstehen, um näher an einen Stand zu kommen und verstopfte Gänge waren selten, auch wenn es sich gegen Nachmittag weiter gefüllt hat.

Die Aussteller waren bunt gemischt. Viele Marken kannte ich schon, es waren aber auch einige für mich neue dabei. Bei den meisten Ständen ging es um Essen oder Küchenutensilien, es waren aber auch Hersteller von Kosmetik, Kleidung, Zeitschriften oder sonstigem vertreten. Man konnte jede Menge probieren, was ich wirklich praktisch finde, denn gerade bei den oft doch eher hochpreisigen Ersatzprodukten habe ich immer Sorge, dass es für mich ein totaler Reinfall sein könnte. Das Angebot reichte von sehr gesundheitsbetonten Dingen wie Superfoods und Smoothies, über Sportlernahrung bis hin zu klassischen Convenience-Produkten.

 

VeggieWorld 2016 München

 

Was hat mir gut gefallen?

Von der Firma Baola habe ich Baobab-Fruchtcrèmes gekostet. Baobab ist die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaums und läuft unter Superfood – ich fand den Geschmack allerdings deutlich interessanter und war durchaus angetan davon. Die Konsistenz der Crèmes hat mich an Maronenmus erinnert, sie waren allerdings für meinen Geschmack recht süß.

Kurkuma-Latte Sonnentor

Die Marke Sonnentor kannte und mochte ich schon vorher, auf der Messe habe ich nun eine Kurkuma-Latte von ihnen probiert. De facto ist das einfach eine Gewürzmischung aus vorwiegend Kurkuma und Zimt, die in warmer Milch aufgelöst wird. Ich weiß nicht wieso, aber meine eigenen Kurkuma-Latte-Versuche haben mir nie getaugt, die Mischung von Sonnentor fand ich aber so überzeugend, dass ich mir gleich ein Döschen mitgenommen habe.

Ebenfalls positiv überrascht war ich von einem der vielen Schokoladenangebote, genauer gesagt von dem von Eisenherz. Deren Schokolade ist mit Reismilch gemacht, davon schmeckt man aber nichts. Ich bin zwar bekennender Bitterschokoladenfan, aber in diesem Fall konnte ich mir natürlich auch die Vollmilch- und weiße Schokolade nicht entgehen lassen. Alle drei waren nicht zu pappsüß, wie es bei veganen Schokoladen ab und an der Fall ist, und hatten auch keinen merkwürdigen Beigeschmack. Einfach gute Schokolade. Sehr fein!

NOA pflanzlicher Aufstrich

Noch recht neu ist die Marke NOA, die mit vier verschiedenen, rein pflanzlichen Aufstrichen startet. Alle vier basieren auf Hülsenfrüchten und sind deshalb etwas weniger fettig und dafür proteinreicher als viele andere Aufstriche. Die Zutatenliste ist angenehm kurz, alles davon habe ich in der Küche stehen (inklusive der Zitronensäure zum Konservieren ;) Ab Juni wird es die Aufstriche in diversen großen Supermarktketten geben, für den moderaten Preis von 1,99 € für 175 g. Eine schöne Möglichkeit, wenn man keine Möglichkeit, Zeit oder Lust hat selbst Hummus oder Aufstrich herzustellen.

Begeistert war ich auch vom Black Forest Tofu von Taifun sowie den japanischen Tofu-Bratfilets – soweit keine Überraschung, immerhin ist Taifun schon eine ganze Weile meine liebste Tofu-Marke.

 

VeggieWorld 2016 München

 

Was hat mir nicht so gut gefallen?

Natürlich war längst nicht alles eitel Sonnenschein. Viele Fleischersatzprodukte schmecken einfach nach Gemüsebrühe und haben eine merkwürdig schwammige Konsistenz, das durfte ich auch schon bei meiner jahrelangen Suche nach einer halbwegs ordentlichen Bratwurst feststellen. (Falls es euch auch so geht versucht mal die vegane Bratwurst von Meetlyke, die finde ich wirklich nicht übel.)

Viele Milchproduktalternativen sind ebenfalls gewöhnungsbedürftig, weil sie einen Sojabei- oder Nachgeschmack haben oder die Konsistenz eigenartig weich ist. Den Fruchtjoghurt von Provamel fand ich beispielsweise gut, die Quarkalternative war mir zu sojalastig, der Soyananda-Frischkäse war ganz ok und der No Muh Chäs hat mich nur entfernt an Käse erinnert. Ebenfalls nicht vollends überzeugend war der Ei-Ersatz von Antersdorfer Mühle, die damit hergestellten Pfannkuchen waren zwar weich und fluffig, aber es hat eben doch der typische Eierkuchengeschmack gefehlt.

Sehr im Trend sind scheinbar Proteinpulver, auf der VeggieWorld waren mehrere vegane vertreten. Das war mein erster Kontakt mit Proteinpulver überhaupt und ich habe auch nur eines probiert, aber danach hatte ich das starke Bedürfnis mir den Mund auszuspülen… Jetzt weiß ich, warum sie den Ruf haben, sandig zu schmecken, da hat wirklich der Spielplatz grüßen lassen.

 

VeggieWorld 2016 München

 

Was ist mir noch aufgefallen?

Die vielen Eiswaffeln kamen vom Stand von IceDate, ein veganes Eis, das mit Datteln statt Zucker gesüßt und mit Cashews statt Sahne cremig gemacht wird. Leider war ich schon so abgefüllt mit Häppchen, dass ich keine ganze Kugel mehr geschafft hätte und bei dem Hochbetrieb wollte ich nicht nach einer Extrawurst in Form eines Probierlöffels fragen. Das lässt sich aber einfach nachholen, denn schon vor Wochen habe ich mitbekommen, dass IceDate in der Amalienstraße in München eine Eisdiele hat. Dort werde ich wohl bald mal hinpilgern.

VeggieWorld 2016 München

Interessant fand ich auch den “veganen, funktionalen Energiesnack” GONAT’S, der für Sportler entwickelt wurde und pflanzliche Vitamine enthält, die aus Keimlingen gewonnen werden. Aber ich bin wohl nicht die Zielgruppe für einen funktionalen Dattel-Vitamin-Snack und bleibe daher lieber bei herkömmlichen Energiebällchen.

 

Fazit

Insgesamt fand ich es richtig toll auf der Messe, das Durchprobieren war ein riesen Spaß und unterdessen traue ich schüchternes Wesen mich auch ein Schwätzchen mit den Verkäufern zu halten ;) Es gab außerdem Vorträge und Shows, davon habe ich aber keinen angesehen. Und wer von den diversen Probierhäppchen noch nicht satt war, konnte sich auch was “ordentliches” holen – beispielsweise veganes Börek, Döner, Weinblätter oder Gulasch mit Reis.

Falls ihr die Möglichkeit habt, kann ich euch nur empfehlen bei der VeggieWorld vorbeizuschauen!

 

Eckdaten

VeggieWorld München
30. April bis 31. Mai 2016
geöffnet 10:00 – 18:00 Uhr
im MVG-Museum (Tram 17 “Schwanseestraße”)
Eintritt 7-9 Euro

 

VeggieWorld 2016 München

 

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2 Kommenare zu “VeggieWorld 2016 in München – meine Erfahrungen

  1. Ich war gestern bei ner Freundin, die auch am Samstag auf der Messe waren. Mann, die haben ganz schön was erbeutet ^_^ Und gejammert, weil es ihnen nach den vielen Häppchen durcheinander wohl nicht so gut gegangen ist :D Hihi, ein Schwätzchen mit den Verkäufern, yeah! Mir fällt das so langsam auch immer leichter, obwohl ich das früher ganz schlimm fand. Werden wir doch noch erwachsen? :D
    Liebe Grüße, Sabine

    1. Oha, die haben aber ordentlich zugeschlagen?^^ Ganz so schlimm war’s bei mir nicht, ich hab mich etwas zurückgehalten (wohlweißlich). Kann aber gut verstehen, dass man sich bei dem Angebot nicht zurückhalten konnte/wollte!
      Jaja, das Schwätzchen ist erstaunlich schwer :D Das ist einer der Gründe, weshalb ich zwar gern über Märkte schlendere, aber eher ungern dort kaufe – ziemlich albern… Aber nö, erwachsen werden will ich trotzdem nicht :)
      Liebe Grüße
      Carla

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