Schoko-Kirschkuchen – saftig-schokoladig, vegan und fettarm

28Oct/14

Für einen Schokoladenkuchen ist es ein Kompliment im richtigen Tonfall als “mächtig” bezeichnet zu werden. Das heißt dann, dass er sehr voll, schokoladig und saftig schmeckt. Ich habe mich also sehr gefreut, als letzten Samstag dieser Schoko-Kirschkuchen damit betitelt wurde – und noch mehr gefreut habe ich mich über die überraschten Gesichter, als ich erklärt habe, dass der Kuchen zum einen vegan ist und noch dazu ohne Fettzugabe in Form von Margerine oder Öl auskommt.

Er schmeckt schlicht wie ein richtig guter Schokokuchen, ist schnell zusammengerührt, die Zutaten sind im ganz normalen Supermarkt zu bekommen und dank Vollkornmehl und wenig Fett muss man kein extrem schlechtes Gewissen haben, wenn man ein Stück davon als Frühstück isst. Das Rezept stammt von den Youtubern “Semper Veganis”, ich habe es allerdings leicht abgewandelt und etwas mehr Apfelmark und Flüssigkeit verwendet. Ich habe euch außerdem aufgeschrieben, dass ein ganzes Glas Sauerkirschen in den Kuchen gehört – die waren nämlich unterrepräsentiert für einen Kirschfan wie mich.

 

Schoko-Kirschkuchen

Saftig-schokoladiger und trotzdem fettarmer, veganer Schokoladenkuchen mit Kirschen.

Schoko-Kirschkuchen

Zutaten

für 1 Springform

  • 400 g Vollkornmehl (bei mir Dinkel)
  • 80 g Kakaopulver
  • 250 g Zucker
  • 2 gestr. TL Natron
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1/2 TL Salz
  • 450 ml Wasser
  • 180 g Apfelmark
  • 1 Glas Schattenmorellen (Abtropfgewicht ca. 350 g)
  • ca. 50 ml der Flüssigkeit der Schattenmorellen
  • Rapsöl zum Einfetten der Form
  • Zartbitterkuvertüre zum Überziehen

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Mehl mit Kakao, Zucker, Natron, gemahlener Vanille und Salz vermischen.
  2. Schattenmorellen abtropfen, dabei die Flüssigkeit auffangen. Falls es euch stört, wenn die Kirschen auf den Boden des Kuchens sinken, bestäubt sie jetzt mit 1-2 EL Mehl.
  3. Wasser, Apfelmark und ca. 50 ml Flüssigkeit von den Schattenmorellen vermischen, dann gemeinsam zur Mehlmischung geben und nur kurz (!) vermengen, gerade solange, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. (Nicht länger, sonst wird der Kuchen gummiartig!). Der Teig ist relativ flüssig.
  4. Die Schattenmorellen unterheben und den Teig in eine gefettete Springform gießen. Ich decke den Boden der Springform immer gerne mit Backpapier ab und fette nur die Seitenränder ein.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-Unterhitze ca. 45-55 min backen, bis ein hineingestecktes Holzstäbchen sauber wieder herauskommt.
  6. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und mit geschmolzener Kuvertüre überziehen.

Anmerkung

Kirschliebhaber können auch gut die doppelte Menge Kirschen verwenden.

http://herbs-and-chocolate.de/2014/10/schoko-kirschkuchen-saftig-schokoladig.html

 

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27 Kommenare zu “Schoko-Kirschkuchen – saftig-schokoladig, vegan und fettarm

    1. Hut ab. Der Kuchen ist der Hammer. Er schmeckt so schokoladig wie er auf dem Foto aussieht. Allerdings habe den Zucker durch 25 g Stevia und 100 g Agavedicksaft ersetzt. So ist er auch für Diabetiker geeignet

  1. Ich bin über Umwege hier gelandet und habe kurz entschlossen den Kuchen nachgebacken. Sehr lecker!

    1. Oh nein, wie schade :( Diese gummiartige Konsistenz kenne ich teilweise von anderen fettfreien/-armen Rezepten, aber bei dem Kuchen hier ist mir das noch nie passiert. Hast du denn Vollkornmehl verwendet? Vielleicht nimmt das von dir weniger Feuchtigkeit auf?

  2. Leider ist er auch bei mir total gummiartig geworden. Habe alles genau so gemacht wie im Rezept. Schade :(

    1. Oje, sehr schade :( Hast du möglicherweise die trockenen und feuchten Zutaten etwas länger miteinander vermischt? Dieser Teig funktioniert ähnlich wie Muffinteig, den man ja ebenfalls nur gerade solange verrühren darf, bis keine Mehlflecken mehr zu sehen sind. Das wäre zumindest die einzige Erklärung, die ich mir vorstellen kann, bei mir funktioniert das Rezept einwandfrei… Ich habe den Hinweis jetzt oben im Rezept explizit aufgenommen – hoffentlich hilft das für die Zukunft. Danke auf jeden Fall für die Rückmeldung!
      Liebe Grüße
      Carla

  3. Geschmacklich ausgezeichnet, von der Konsistenz gummilastig. Die Konsistenz fanden alle Esser störend. Evt. wäre weniger Wasser besser, oder?

    1. Den Kommentar habe ich jetzt schon einige Male bekommen, aber ich selbst hatte dieses Problem nie (und ich hab das Rezept schon oft gebacken). Deshalb tue ich mich schwer herauszufinden woran es liegen könnte. Hast du den Teig nur kurz gerührt? War der Kuchen frisch, sprich vor weniger als 24 h gebacken? Welches Mehl hast du verwendet? Das sind alles Faktoren, die eine Rolle spielen können. Würde mich freuen, wenn du mir ein paar mehr Infos geben könnest :)

  4. Hi :) Ich fand ihn prima und fluffig-gatschig, genau richtig! Allerdings gabs meinerseits Abwandlungen, weil.. tja, einfach so :P
    Normales Mehl, 20g mehr Schoko, 30ml weniger Sojamilch (statt Wasser) und dafür 30ml Öl, Apfelmus statt Mark, ne Tüte Backpulver statt Natron uuund doppelt so viele Kirschen :)
    Ein prima fetter riesen Kuchen; danke :)

    1. Super, das freut mich sehr zu hören, lieben Dank für das Feedback! :) Doppelt so viele Kirschen hab ich auch schon manchmal rein, von denen bekomm ich nie genug ;)
      Liebe Grüße
      Carla

    1. Das Aptropfgewicht sind meistens etwa 350 g. Für den Kuchen geht aber alles zwischen 0 g und 700 g – vermutlich sogar noch mehr, das habe nur nie versucht. Viel Spaß beim Backen! :)

  5. Hab gerade deinen Kuchen gebacken. Ein absoluter Traum – zum niederknien. Der Kuchen ist sehr saftig geworden. Mein einziges Problem war, dass er in der Mitte matschig geworden ist. Eine Idee, woran das liegt? Nicht lange genug gebacken? Bin komplett deiner Anleitung gefolgt. Die Kirschen habe ich mit ca. 2 EL Mehl vermengt (wie in deinem Rezept als Option beschrieben).

    1. Super, freut mich sehr, dass dir das Rezept gefällt! Ich würde auch vermuten, dass dein Ofen etwas anders ist als meiner und der Kuchen eine längere Backzeit gebraucht hätte. Dann sollte er überall locker werden, statt ein Brownie-Zentrum zu haben ;)

  6. Hallo!

    Hab diesen Kuchen heute erstmalig gebacken und bin …… einfach schokoladig glücklich! ♥ Ich mag auch die Brownie-Mitte. ;-)
    Endlich hab ich wieder einen *Schwarzen Kirschkuchen*, so heißt der hier bei uns nämlich, denn seit ich vegan backe, hab ich schon recht viele Kuchen in den sprichwörtlichen Sand gesetzt. Und ölige Kuchen mag ich schon überhaupt nicht.

    Dieser hier ist einfach ein Traum! Danke für das tolle Rezept!

    LG Angela

    1. Das freut mich sehr zu lesen, lieben Dank für deinen Kommentar! ♥
      “Schwarzer Kirschkuchen” ist eine sehr treffende Bezeichnung, klingt sehr sympathisch – ich mag Schwarz ;)
      Liebe Grüße
      Carla

  7. Habe eben diesen absolut traumhaften Kuchen nach deinem Rezept gebacken. Und ich muss sagen, er ist so wie beschrieben, ziemlich perfekt geworden. Schön klunschi und fluffig. Ich hatte kein pures Apfelmark mehr da und habe stattdessen Apfel-Mango genommen und einen Teil des Kakaos durch Dunkle Schokosplitter ersetzt.
    Seeeehr lecker! Meine WG war ziemlich begeistert! ;-)
    Danke für das tolle Rezept und die schön einfache und anschauliche Beschreibung!
    LG Franzi

    1. Das freut mich sehr, vielen Dank für deine lieben Worte! Schokosplitter im Teig machen sich bestimmt richtig gut, muss ich bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren :)
      Liebe Grüße, unbekannterweise auch an den Rest deiner WG
      Carla

  8. Der Kuchen ist super lecker und schön saftig, ich mache nur immer etwas mehr Kakaopulver rein damit der Kuchen noch schokoladiger wird und Apfelmus anstelle von Apfelmark. 😋

    1. Freut mich sehr, dass er dir schmeckt! Mehr Kakao schadet bestimmt nicht, zu schokoladig kann ja gar nicht sein ;)
      Liebe Grüße
      Carla

  9. Sehr lecker. Habe die Teig Zutaten halbiert, Zucker sogar nur 100g und statt Wasser den kompletten Kirschsud genommen. Reicht völlig für Springform und ist sehr schön saftig. Noch besser wird es mit 20 % Kokosmehl.

    1. Freut mich sehr, dass dir der Kuchen gelungen ist! :) Wenn man es eher herb mag, kann man den Zucker natürlich locker reduzieren. Und nur der Kirschsud hat genügt für die komplette Springform mit Vollkornmehl und sogar 20 % Kokosmehl? Gerade Letzteres schluckt ja ganz ordentlich Flüssigkeit – ich tue mich immer etwas schwer damit zu backen.

  10. Habe den Kuchen meiner nicht veganen Mutter zum Geburtstag gebacken und sie und ihre Gäste waren alle ganz begeistert. Ich fand ihn auch total lecker, ich habe während des Backens äußerst spartanisch gerührt, sodass die Konsistenz überhaupt nicht gummiartig war und auch ohne die Kirschen zu bemehlen, sind sie nicht auf den Boden gesunken.
    Ein voller Erfolg, ich hab das Rezept direkt ausgedruckt und in meine Lieblingsrezeptemappe gepackt! Vielen Dank!

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