Kürbis-Projekt #3 Kürbis-Flammkuchen mit Bischofsmütze

25Sep/14

Eigentlich wollte ich euch heute Kürbis-Gnocchi aus einem Butternut vorstellen. Aber der Teig dafür wurde leider derart klebrig, dass nichts zu retten war was nach mehr als Mehl schmeckte. Vielleicht war mein Butternut zu saftig oder ich habe irgendwas falsch gemacht – auf jeden Fall überspringe ich diesen Fehlschlag und zeige euch stattdessen einen Flammkuchen.

Normalerweise legt man auf einen Flammkuchen eher Scheiben von einem Hokkaido-Kürbis, aber beim Einkaufen lachte mich dieser merkwürdig geformte Geselle an. Sieht etwas missgestaltet aus, nicht war? Diese Sorte heißt Bischofsmütze, es gibt sie auch noch in hübsch gemustert als Zierkürbis. Der hier ist essbar und wurde vom Geschmack her mit “herzhaft” beworben, deshalb nahm ich ihn kurzentschlossen mit.

Leider enttäuschte er mich ziemlich. Die Schale ist extrem hart, vor allem der untere Teil, und das Innere besteht zum allergrößten Teil aus Kernen. Jetzt weiß ich warum er in allen Rezepten, die ich gefunden habe, im Ofen vorgebacken und dann gefüllt wird… Ich habe mit viel Mühe einige Stücke Kürbisfleisch herausgeschnitten und verarbeitet. Sie schmecken tatsächlich eher herzhaft, verhältnismäßig wenig nach Kürbis und für meinen Geschmack nicht umwerfend gut. Eine Bischofsmütze wird also sicher nicht nochmal in meinem Einkaufskorb landen. Das Rezept zeige ich euch aber, der Flammkuchen ist nämlich trotzdem recht lecker geworden und mit einem Hokkaido oder Butternut stelle ich ihn mir wirklich gut vor. Außerdem werde ich auch für zukünfte Flammkuchen auf jeden Fall beibehalten das Blech mit vorzuheizen, so wird der Boden schön kross :)

 

Kürbis-Flammkuchen mit Feta

für 2 Personen

 

100 g Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
110-120 ml Wasser
200 g Kürbisfleisch (Hokkaido oder Butternut)
100 g Feta
1 rote Zwiebeln
100 g Saure Sahne
Muskat
frischer Thymian
etwas Butter zum Braten
Salz, Pfeffer
  1. Das Kürbisstück ggf. von seiner Schale befreien und in dünne Spalten schneiden. In Butter anbraten.
  2. Mehle mit dem Wasser und 1/2 TL Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Auf Backpapier möglichst dünn ausrollen.
  3. Ein Blech in den Ofen schieben und auf 250 °C Ober-Unterhitze vorheizen.
  4. Saure Sahne würzen mit einer Prise Muskat, Salz und Pfeffer. Zwiebel abziehen und in Halbringe schneiden. Feta mit einer Gabel oder der Hand zerbröseln.
  5. Die Sahne-Mischung auf dem Teig verteilen, danach belegen mit Kürbis, Zwiebel, Thymian und Feta.
  6. Wenn der Ofen fertig hochgeheizt ist das Blech herausholen, den Flammkuchen samt Backpapier darauf rutschen lassen und wieder in den Ofen schieben. Bei 250 °C auf der mittleren Schiene ca. 10 min backen.
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2 Kommenare zu “Kürbis-Projekt #3 Kürbis-Flammkuchen mit Bischofsmütze

  1. Die Bischofsmütze habe ich kürzlich in einem Werbeprospekt entdeckt und mein erster Gedanke war "Öhm, sieht komisch aus!" :D Hab dann mal ein bisschen gegoogelt und auch rausgefunden, dass man ihn zum Füllen verwendet. Auprobieren werde ich's aber vermutlich nicht, vor allem nachdem, was du jetzt geschrieben hast. ;) Da bleibe ich lieber bei den anderen Sorten.<3
    LG, Ramona

    1. Genau das war auch mein erster Gedanke ;) Leider hab ich erst nach dem Einkaufen gegoogelt… Naja, war ein Versuch – meistens klappen solche Spontankäufe bei mir sehr gut, kann ja nicht immer so sein :)
      Liebe Grüße,
      Carla

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