Sushi mit mariniertem Räuchertofu

19May/14

Sushi ist einfach wahnsinnig lecker :) Als Vegetarier bekommt das Sushi-selbstmachen plötzlich einen ganz anderen Stellenwert, denn wirklich interessantes vegetarisches Sushi bekommt man nicht an jeder Ecke. Klar, Gurken- und Avocado-Maki gibt’s nahezu überall, aber im Vergleich zu Lachs und Thunfisch fallen die geschmacklich doch sehr ab.

Wenn man Sushi selbst macht hat man dagegen alle Möglichkeiten mehr in das Noriblatt zu wickeln als nur ein Stück Gurke. Und siehe da: Schon vermisse ich den Fisch nicht mehr. Natürlich schmeckt marinierter Räuchertofu nicht nach Fisch, aber er schmeckt sehr lecker, aromatisch und einfach interessant. Dazu noch ein bisschen Ruccola und ein Stück Gurke und ich bin wieder im Sushi-Himmel :)

Selbstverständlich lohnt sich selbstgemachtes Sushi auch für Nicht-Vegetarier. Es ist nicht aufwändiger und geheimnisvoller, als eine Lasagne zu kochen, und es macht einfach Spaß die Röllchen zu befüllen und zu rollen. Zu mehreren erst Recht. Wie wäre es mal mit einer Sushi-Party? ;)

Sushi mit mariniertem Räuchertofu und anderem

Sushi mit mariniertem Räuchertofu 
für 2 Personen

 

Reis vorbereiten

200 g Sushireis
ca. 400 ml Wasser
2 EL Reisessig (ersatzweise einfacher Branntwein- oder Apfelessig)
2 TL Zucker
1 TL Salz
  1. Wasser einmal aufkochen, den Reis dazugeben und kurz weiter kochen. Deckel drauf und bei geringer Hitze für gut 15 min köcheln lassen. Schaut am besten gegen Ende mal nach wie es aussieht und schüttet eventuell etwas Wasser nach.
  2. Topf vom Herd ziehen, ein
    Küchenpapier zwischen Topf und Deckel klemmen und 10 min ziehen lassen. Danach sollte der Reis schon ordentlich klebrig sein und nicht mehr
    matschig-nass.
  3. Essig, Zucker und Salz vermischen. Wenn ihr einen Essig mit mehr als 5 %
    Säuregehalt verwendet, nehmt weniger Essig und gebt dafür Wasser hinzu,
    sonst wird es zu sauer. Rührt, bis sich alle Salz- und Zuckerkristalle gelöst haben – ggf. hilft es, den Essig etwas zu erwärmen.
  4. Gebt jetzt von der Würzflüssigkeit
    einen Teil über den Reis und vermengt alles. Je nachdem wie intensiv
    ihr den Reis gewürzt haben wollt könnt ihr weiter Würzflüssigkeit
    zugeben und abschmecken. Denkt daran, dass der Reis noch abkühlen und ziehen wird und dann nochmal milder schmeckt. Ich hab den Reis daher bewusst ein klein wenig überwürzt und die gesamte Flüssigkeit verwendet, das hat später sehr gut gepasst.
  5. Verteilt den Reis auf einem Backblech mit Backpapier, damit er schneller auskühlt. Also: warten ;)

 

Füllung vorbereiten

 Räuchertofu (plus Sojasoße, Zucker, Tahin)
Gurke, Karotte, Rucola
Frischkäse

  1. Räuchertofu in Streifen schneiden. 1 EL Sojasoße mit 2 TL Zucker und 1 TL Tahin vermengen und den Tofu darin wenden. In Öl knupsrig anbraten.
  2. Gurke und Karotte waschen und in Streifen schneiden.
  3. Ruccola putzen, waschen und trocken schütteln.

 

Maki herstellen

4-5 Nori-Seetangblätter

sehr hilfreich ist eine Sushimatte als Rollhilfe

  1. Ein
    Nori-Blatt auf die Sushimatte legen und auf der euch zugewandten Hälfte dünn Reis verteilen.
    Feuchte Hände sind dabei sehr hilfreich, er klebt nämlich wirklich
    ordentlich.
  2. Auf dem Reis könnt ihr jetzt die von euch gewünschte Füllung platzieren, Frischkäse wird dabei direkt auf den Reis gestrichen. Meine Lieblingskombinationen waren Räuchertofu + Ruccola + Gurke und Frischkäse + Karotte + Ruccola + Gurke.
  3. Mithilfe der Bambusmatte von euch aus das belegte Noriblatt zu einer festen Rolle
    zusammenrollen – dieser Teil braucht etwas Übung, aber auch ein zu locker gerolltes Sushi schmeckt gut. Der freie Rest des Noriblattes wird zum Befestigen
    verwendet. Falls er nicht gut genug klebt, streicht mit einem angefeuchteten Finger über das Blatt. Die fertige Rolle für einige Minuten auf der Naht liegen lassen, dann lässt sie sich besser zerschneiden, weil das Noriblatt etwas feucht und weicher wird.
  4. Mit einem scharfen (!) Messer in mundgerechte Stücke schneiden.

Wie gesagt, es ist keine Magie dabei, es ist nicht unmenschlich aufwändig, sehr variabel, fettarm, ungemein lecker – OK, ich hör schon auf zu schwärmen ;) Aber ich kann euch wirklich nur raten:

Ran an die Bambusmatte! 

 

Sushi mit mariniertem Räuchertofu
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